WSBK-Stimmen aus Assen: Jonathan Rea stellt Carl Fogartys Rekord ein

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WSBK-Stimmen aus Assen: Jonathan Rea stellt Carl Fogartys Rekord ein
Autor: Sebastian Fränzschky
21.04.2018, 12:43

Jonathan Rea schreibt in Assen Geschichte und baut die WM-Führung aus – Michael van der Mark und Chaz Davies nicht ganz auf Augenhöhe mit dem Weltmeister.

Michael van der Mark, Pata Yamaha
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Michael van der Mark, Pata Yamaha
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Mit dem Sieg beim Samstagsrennen in Assen feierte Superbike-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) seinen zwölften Triumph auf der Traditionsrennstrecke in Holland. Damit erreichte Rea die Bestmarke von WSBK-Legende Carl Fogarty, der bei der Dutch TT ebenfalls zwölf Mal siegreich war. Hinter Rea kamen Lokalheld Michael van der Mark (Yamaha) und Chaz Davies (Ducati) ins Ziel, die mit den Plätzen zwei und drei sehr zufrieden waren.

Doch Rea stand erneut im Fokus des Interesses. "Es war ein sehr unterhaltsames Rennen. Es hat mir Spaß gemacht", kommentiert er Lauf eins. "Als Michael vorbeizog, konnte ich beobachten, dass er an einigen Stellen schneller war als ich. Ich wollte sehr sanft fahren und keine Fehler machen. Im Rennen gab es einen Zeitpunkt, an dem ich nicht wusste, wie große die Gruppe sein wird. Deshalb wollte ich das Rennen kontrollieren und verwalten."

"Gegen Ende zog ich das Tempo an, fuhr wieder niedrige 1:36er-Zeiten und setzte mich ab. Es war schwierig. Die Analysen zeigten, dass wir in der Theorie sehr gut aussahen. Doch die anderen Fahrer verbesserten sich", berichtet der Kawasaki-Pilot, der seine WM-Führung um neun Punkte ausbaute.

Durch die 20 Punkte für Platz zwei machte Michael van der Mark in der Fahrerwertung einen Sprung nach vorn und ist nach sieben von 26 Rennen punktgleich mit Barni-Ducati-Pilot Xavi Fores. "Es war ein tolles Rennen", bemerkt van der Mark. "Ich hatte einen guten Start und wollte zu Beginn ruhig bleiben. Ich kämpfe mich an die Spitze vor."
"Hinter Johnny erkannte ich, dass er nicht so hart pusht, wie ich erwartet hatte. Ich überholte ihn, doch er reagierte und zog wieder vorbei. Ich wollte ihm folgen und Reifen sparen", erklärt der Yamaha-Pilot, der schlussendlich keine Attacke mehr starten konnte. "Chaz konnte ich hinter mir lassen, doch Johnny war zu schnell. Ich bin aber sehr zufrieden mit Platz zwei", so der Lokalmatador.

Chaz Davies beendete das Rennen als Dritter auf dem Podium. Der Vizeweltmeister schaffte es in der laufenden Saison bei jedem Rennen aufs Podium, das er beenden konnte. "Es war ein toller Kampf", hält Davies fest, der zwischenzeitlich Zweiter war, dann aber von van der Mark überholt wurde. "Ich überlegte, ob ich direkt reagieren soll, doch dann dachte ich mir, dass er schneller ist und zur Spitze aufschließt. Ich rechnete damit, dass er Johnny an der Spitze herausfordert und sie sich duellieren."

"Doch Johnny zog das Tempo an. Ich verlor etwas Stabilität und hatte zu kämpfen", schildert Davies. "Unterm Strich bin ich zufrieden, denn gestern hatten wir einen schwierigen Tag. Heute Morgen war es besser, aber nicht gut genug. Im Rennen zeigten wir eine ordentliche Leistung. Ich bin ziemlich zufrieden mit den 16 Punkten. Hoffentlich gelingen uns für morgen Verbesserungen."

In der WM führt Rea nun mit 139 Punkten vor Davies (118 Punkte) und Marco Melandri (106 Punkte). Van der Mark kommt nach dem siebten Rennen auf 87 Punkte und teilt sich damit mit Xavi Fores Platz vier. Tom Sykes ist mit 76 Zählern WM-Sechster vor Assen-Pole-Setter Alex Lowes (74 Punkte).

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