WSBK-Test Phillip Island: Ducati und BMW schneller als Kawasaki

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WSBK-Test Phillip Island: Ducati und BMW schneller als Kawasaki
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19.02.2019, 06:19

Alvaro Bautista beschert Ducati die Bestzeit beim finalen Vorsaisontest - Tom Sykes behauptet sich mit seiner BMW auf Platz zwei - Leon Haslam vor Jonathan Rea

Beim finalen Testtag vor dem Start der Superbike-WM-Saison 2019 auf Phillip Island bestätigten sich die Tendenzen vom Vortag. Erneut fuhr Ducati-Pilot Alvaro Bautista an der Spitze und fuhr in 1:30.303 Minuten deutlich unter dem Rundenrekord aus dem Jahr 2018. Bautista fuhr seine Bestzeit in der Vormittagssession und verpasste diese Zeit am Nachmittag nur um wenige Tausendstelsekunden. Lediglich sieben Fahrer verbesserten sich am Nachmittag. Dazu zählte auch BMW-Pilot Tom Sykes, der den finalen Testtag auf der zweiten Position beendete. Dahinter folgten die beiden Werks-Kawasakis von Leon Haslam und Jonathan Rea.

Mit der Bestzeit bestätigte Bautista, dass die neue Ducati Panigale V4R auf dem flüssigen Kurs in Australien sehr gut funktioniert. Die Kombination Bautista/Ducati scheint die Konstellation zu sein, die es beim Saisonauftakt zu schlagen gilt. Für die drei anderen Ducati-Piloten sah es beim Test weniger gut aus.

Chaz Davies konnte sich im Vergleich zum Vortag zwar steigern, fand sich aber trotz der Zeitenverbesserung nur auf der 14. Position wieder. Der Vizeweltmeister scheint noch nicht mit der neuen V4-Ducati zu harmonieren. Knapp eineinhalb Sekunden Rückstand auf den Teamkollegen weist die Wertung aus. In der Vergangenheit war Davies nie einer der Fahrer, die bei Tests mit Bestzeiten glänzten, doch klar ist, dass die Crew des Walisers bis zum Rennwochenende noch einige Hausaufgaben hat.

Und auch die beiden Kunden-Ducatis konnten das Potenzial der neuen V4-Maschine noch nicht freischalten. Barni-Pilot Michael Ruben Rinaldi fand sich auf der 17. Position wieder. Er konnte lediglich Alessandro Delbianco (Althea-Honda) und Wildcard-Starter Troy Herfoss (Penrite-Honda) hinter sich lassen. Noch schlimmer traf es Go-Eleven-Pilot Eugene Laverty, der nach einem Motorschaden am Vormittag die komplette Nachmittags-Session verpasste. Der mehrfache WSBK-Laufsieger fand sich auf der 16. Position wieder.

Alex Lowes stürzt auf Eugene Lavertys Öl

Lavertys Motorschaden hatte auch für die anderen Fahrer Konsequenzen. Das Öl der Ducati verteilte sich auf der Strecke und sorgte für einen Abbruch. Doch bereits wenig später ging die Session weiter. Offensichtlich arbeiteten die Streckenverantwortlichen nicht genau genug, denn Yamaha-Pilot Alex Lowes stürzte in Kurve 1 und zerstörte seine R1 komplett. Er beendete den Testtag auf der neunten Position.

Alex Lowes

Die Yamaha R1 von Alex Lowes wurde beim Sturz komplett zerstört

Deutlich erfreulicher war das, was BMW-Pilot Tom Sykes zeigte. Der Weltmeister von 2013 bestätigte mit Platz zwei, dass das Top-4-Ergebnis vom Vortag kein Zufall war. Sykes fuhr nur 0,236 Sekunden langsamer als Bautista und ließ beide Werks-Kawasakis hinter sich. Sowohl Nachfolger Leon Haslam als auch Ex-Teamkollege Jonathan Rea mussten sich hinter Sykes einreihen.

Nachdem Rea die Europatests dominierte, hielt er sich auf Phillip Island bisher zurück. Am finalen Testtag fand sich der viermalige Weltmeister auf Position vier wieder und lag 0,419 Sekunden zurück. Teamkollege Haslam zählte zu den fleißigsten Fahrern. Der BSB-Champion spulte 106 Runden ab. Lediglich Kawasaki-Markenkollege Jordi Torres war noch fleißiger.

Marco Melandri bester Yamaha-Pilot

Vorjahressieger Marco Melandri steigerte sich am Dienstag deutlich und fuhr mit seiner Yamaha R1 in die Top 5. Der routinierte Italiener war damit bester Yamaha-Pilot. Hinter Puccetti-Kawasaki-Pilot Toprak Razgatlioglu folgte mit Michael van der Mark auf der siebten Position eine weitere Yamaha. Direkt dahinter reihten sich Sandro Cortese (GRT-Yamaha) und Alex Lowes (Yamaha) auf den Positionen acht und neun ein. Jordi Torres komplettierte die Top 10.

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger konnte den Rückstand verringern, rutschte aber aus den Top 10

Markus Reiterberger (BMW) verringerte am Dienstag den Rückstand, rutschte aber dennoch aus den Top 10. Der Obinger fuhr am Vormittag seine persönliche Bestzeit und fand sich auf der zwölften Position wieder.

Im Lager von Honda konnte man kleine Fortschritte erzielen. Leon Camier kam bis auf 1,140 Sekunden an die Bestzeit ran und fand sich auf der 13. Position wieder. Teamkollege Ryuichi Kiyonari wurde auf Position 15 gewertet.

Die kombinierten Testzeiten vom Test auf Phillip Island (Dienstag):

Pos.  No. Rider Bike Session 1 Session 2
19 Spain Alvaro Bautista Ducati 1:30.303 1:30.326
2 66 United Kingdom Tom Sykes BMW 1:30.777 1:30.539
91 United Kingdom Leon Haslam Kawasaki 1:30.947 1:30.668
33 Italy Marco Melandri Yamaha 1:30.760 1:31.588
1 United Kingdom Jonathan Rea Kawasaki 1:30.761 1:30.722
54 Turkey Toprak Razgatlioglu Kawasaki 1:31.445 1:30.840
60 Netherlands Michael van der Mark Yamaha 1:30.911 1:31.293
11 Germany Sandro Cortese Yamaha 1:31.077 1:31.344
22 United Kingdom Alex Lowes Yamaha 1:31.272 1:31.168
10  81 Spain Jordi Torres Kawasaki 1:31.808 1:31.224
11  36 Argentina Leandro Mercado Kawasaki 1:31.942 1:31.328
12  28 Germany Markus Reiterberger BMW 1:31.376 1:31.824
13  2 United Kingdom Leon Camier Honda 1:31.443 1:31.477
14  7 United Kingdom Chaz Davies Ducati 1:31.796 1:32.089
15  23 Japan Ryuichi Kiyonari Honda 1:31.860 1:32.388
16  50 Ireland Eugene Laverty Ducati 1:31.986  
17  21 Italy Michael Ruben Rinaldi Ducati 1:32.428 1:32.083
18  52 Italy Alessandro Delbianco Honda 1:32.979  
19  17 Australia Troy Herfoss Honda 1:33.130 1:33.953

Mit Bildmaterial von Ducati.

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Rennserie Superbike-WM
Urheber Sebastian Fränzschky
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