WSBK Thailand: Erster Saisonsieg für Jonathan Rea

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WSBK Thailand: Erster Saisonsieg für Jonathan Rea
Autor: Sebastian Fränzschky
24.03.2018, 09:56

Der amtierende Weltmeister hält sich in Buriram aus Zweikämpfen heraus und gewinnt – Zwei Ducatis auf dem Podium, Australien-Sieger Marco Melandri nur Achter.

Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Tom Sykes, Kawasaki Racing
Michael van der Mark, Pata Yamaha
Loris Baz, Althea Racing
Alex Lowes, Pata Yamaha
Tom Sykes, Kawasaki Racing
Eugene Laverty, Milwaukee Aprilia
Leon Camier, Honda WSBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Leon Camier, Honda WSBK Team
Jordi Torres, MV Agusta Reparto Corse
Eugene Laverty, Milwaukee Aprilia

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea wurde seiner Favoritenrolle in Buriram (Thailand) gerecht und gewann Lauf eins. Der Weltmeister setzte sich nach einem sehenswerten Duell mit Teamkollege Tom Sykes an die Spitze und profitierte von den Rangeleien seiner Verfolger. Ducati brachte mit Xavi Fores und Chaz Davies zwei Fahrer auf das Podium. WM-Leader Marco Melandri erlebte ein enttäuschendes Rennen und wurde Achter.

Rea gewann den Start und fuhr knapp vor Teamkollege Sykes an der Spitze. Am Ende der ersten Runde setzte sich Sykes an die Spitze. Hinter den beiden Kawasakis fuhr Honda-Pilot Leon Camier auf Position drei. In Runde zwei konterte Rea in der Haarnadel und bremste sich an Sykes vorbei. Durch die Rangeleien an der Spitze konnten die Verfolger den Kontakt an die Führenden halten.

Die Kawasakis waren sich weiterhin uneinig: Sykes ging Ende der zweiten Runde erneut an Rea vorbei, der sich daraufhin in der Haarnadel rächte. Sykes fiel auf die dritte Position zurück, da Camier die Chance nutzte und sich ebenfalls an der Kawasaki mit der Startnummer 66 vorbeipresste. Das war die Chance für Rea, dem Feld zu entkommen.

Hinter den Top 3 folgten die Ducatis von Fores, Melandri und Davies. MV-Agusta-Pilot Jordi Torres konnte das Tempo zu Beginn mitgehen und duellierte sich mit Davies. Dahinter klaffte bereits eine kleine Lücke zu Eugene Laverty und den beiden Yamahas von Michael van der Mark und Alex Lowes.

Rea fuhr in Runde vier eine halbe Sekunde schneller als der Rest und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Camier führte eine sechs Fahrer starke Verfolgergruppe an. Sykes war nicht mehr so schnell wie in den ersten Runden und konnte keinen Druck auf Camier ausüben. Im Gegenteil: Der Weltmeister von 2013 musste Position drei an Fores abgeben, der sich in der Haarnadel vorbeibremste. Rea vergrößerte den Vorsprung auf Camier und Fores weiter.

Sykes rutschte weiter zurück. Er konnte Fores nicht folgen und wehrte sich gegen die beiden Werks-Ducatis. Fores fuhr schnelle Rundenzeiten und machte damit Druck auf Camier. Dahinter entfachte ein Kampf um Platz vier zwischen Sykes und Davies. In Runde sieben ging Davies vorbei. Rea konnte sich nicht weiter vom restlichen Feld absetzen. Eine Sekunde trennte ihn nach knapp der Hälfte der Renndistanz von Camier und Fores.

WM-Leader Melandri konnte keine Akzente setzen und geriet unter Druck von van der Mark, der sich in Runde neun vorbeikämpfte. Damit rutschte Melandri auf die siebte Position zurück. In Runde zehn ging auch Lowes an der Ducati mit der Startnummer 33 vorbei. Auffällig war, dass die Panigale von Melandri auf den Geraden erneut sehr instabil war. Bereits in Australien kämpfte Melandri mit dem Fahrverhalten der Panigale.

Zur Rennhalbzeit schien Rea den Vorsprung zu kontrollieren. Er fuhr schnellste Runden, wenn der Vorsprung kleiner wurde. Camier wehrte sich weiterhin gegen die Attacken von Fores. Davies versuchte, an die beiden Verfolger heranzukommen, um seine Chance auf einen Podestplatz am Leben zu halten. In Runde zwölf verlor Camier in der Haarnadel Platz zwei an Fores. Davies kam in Schlagdistanz zu Camier, machte aber in der letzten Kurve einen Fehler, der ihn mehr als eine halbe Sekunde kostete.

Rea verwaltete seinen Vorsprung von etwas mehr einer Sekunde. Fores sah die Kawasaki des Weltmeisters vor sich, konnte die Lücke aber nicht zufahren. Dahinter kämpfte sich Davies erneut an Camier heran und setzte den Nachfolger von Stefan Bradl bei Honda unter Druck. In Runde 16 folgte Davies der Honda mit der Nummer 2 wie ein Schatten und zeigte sich in der Haarnadel. Camier verteidigte Platz drei.

Das Duell um Platz drei bescherte den Verantwortlichen bei Red-Bull-Honda und Ducati erhöhten Puls. Schlussendlich gelang es Davies in Runde 19, sich in der Haarnadel an Camier vorbeizubremsen. Doch nicht nur der finale Platz auf dem Podium wurde hart umkämpft. In der letzten Runde übernahm Lowes Platz fünf von Sykes und bescherte Yamaha ein Top-5-Ergebnis.

Rea machte keine Fehler und brachte den Sieg ungefährdet ins Ziel. Es war der erste Saisonsieg für den Titelverteidiger. Fores und Davies komplettierten mit ihren Ducatis das Podium. Dahinter kam Camier vor Lowes, Sykes, van der Mark, Melandri, Laverty und Torres ins Ziel. Ex-MotoGP-Pilot Loris Baz verpasste als Elfter knapp die Top 10.

Am Sonntag startet Lauf zwei auf Grund der Zeitumstellung erst um 11:00 Uhr.

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