Yamaha: Gerloff schont die Reifen besser als Razgatlioglu und fährt aufs Podium

Garrett Gerloff feiert sein erstes Podium in der Superbike-WM seit Juli 2021 - Toprak Razgatlioglu lässt sich von Alvaro Bautista verleiten und bezahlt einen hohen Preis

Yamaha: Gerloff schont die Reifen besser als Razgatlioglu und fährt aufs Podium
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Beim ersten WSBK-Rennen in Barcelona (zum Rennbericht) standen je ein Fahrer von Ducati, Kawasaki und Yamaha auf dem Podium. Doch während bei Ducati mit Alvaro Bautista und bei Kawasaki mit Jonathan Rea jeweils der WM-Anwärter auf Podest fuhr, wurde Yamaha durch GRT-Pilot Garrett Gerloff vertreten. Werkspilot und Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu musste sich am Samstag mit Platz fünf zufriedengeben.

Der Grund dafür ist simpel: Razgatlioglu versuchte zu Beginn des Rennens, den Anschluss an Bautista zu halten. Dabei beanspruchte der Türke den Hinterreifen seiner Yamaha zu stark. Gegen Rennende waren die Rundenzeiten von Razgatlioglu mehr als vier Sekunden langsamer als zu Rennbeginn.

"Ich versuchte, Bautista zu folgen. Wir fuhren sehr gute Rundenzeiten. Ich beanspruchte den Hinterreifen wohl etwas zu stark in den ersten Runden. Morgen will ich es ruhiger angehen lassen", kommentiert Razgatlioglu nach der Niederlage in Lauf eins.

Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu ging zu Rennbeginn zu aggressiv zu Werke

Foto: Motorsport Images

"In den finalen Runden baute der Hinterreifen stark ab. Ich kämpfte weiter. Aber Platz fünf ist nicht genug für mich. Wir versuchen, das für Sonntag zu verbessern", bemerkt der Yamaha-Werkspilot, der nur von Startplatz acht ins Rennen ging.

In der Superpole brachte Razgatlioglu keine gute Runde zusammen. "Im Rennen fühlte sich das Motorrad besser an als im Qualifying. Im Qualifying kämpfte ich mit der Haftung des Hinterrads. Das war im Rennen viel besser. Mir gelang ein guter Start", versucht Razgatlioglu das Positive zu sehen.

Garrett Gerloff teilt sich das Rennen besser ein als Toprak Razgatlioglu

Markenkollege Gerloff teilte sich sein Rennen besser ein. "Mir war klar, dass es ein langes Rennen wird. Der Reifenverschleiß ist hier ziemlich hoch, vor allem in den vielen Rechtskurven. Ich sah, wie die anderen Fahrer ab der ersten Runde die Reifen qualmen ließen. Es war ein Zeichen für mich, sanft ans Gas zu gehen", berichtet der US-Amerikaner.

 

"Zu Beginn des Rennens verlor ich sicher etwas Boden, doch es zahlte sich am Ende aus. Es war richtig aufregend, am Ende so viele Überholmanöver zu starten", schildert Gerloff, der seit Donington 2021 nicht mehr auf dem Podium stand. "Es war eine lange Zeit. Es ist ein fantastisches Gefühl. Ich kann mich kaum an mein bisher letztes Podium erinnern", gesteht er.

"Ich bin so froh, meinem Team ein gutes Ergebnis zu bescheren. In den zurückliegenden eineinhalb Jahren war es ziemlich schwierig. Das Team verdient es, hier zu sein. Sie sind ein Weltklasse-Team und sie leisten beeindruckende Arbeit", kommentiert Gerloff nach seinem ersten Top-3-Ergebnis der laufenden Saison.

Mit Bildmaterial von Yamaha.

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