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Yamaha: Gerloff stark, die WSBK-Rookies werden durch Stürze eingebremst

Beim WSBK-Test in Aragon arbeitet Yamaha an den Schwächen der R1: Garrett Gerloff etabliert sich als Teamleader, Werkspilot Andrea Locatelli wirkt ernüchtert

Yamaha: Gerloff stark, die WSBK-Rookies werden durch Stürze eingebremst

Aragon war in der vergangenen WSBK-Saison ein hartes Pflaster für Yamaha. Auch beim Test auf der Strecke taten sich die Yamaha-Piloten schwer. GRT-Pilot Garrett Gerloff schaffte es dennoch, bei der finalen Zeitenjagd in die Top 3 vorzustoßen. Doch zur Bestzeit von Ducati-Pilot Scott Redding fehlten knapp sieben Zehntelsekunden (zum Testbericht mit Rundenzeiten).

Yamaha musste auf Toprak Razgatlioglu verzichten. Der Türke befindet sich in Barcelona weiterhin in Quarantäne. Am 10. April wurde Razgatlioglu erneut positiv auf COVID-19 getestet. "Natürlich ist es enttäuschend, dass Toprak nicht dabei sein konnte", kommentiert Teamchef Paul Denning.

"Wichtig ist, dass er sich gut fühlt und bereit ist, was man sich nach 14 Tagen Quarantäne sicher gut vorstellen kann. Wir arbeiten an einem alternativen Test in Aragon. Er wird für das erste Rennen der Saison bereit sein", bemerkt der Yamaha-Teamchef.

Toprak Razgatlioglu

Außer Gefecht: Toprak Razgatlioglu befindet sich weiterhin in Barcelona

Foto: Motorsport Images

Yamaha-Langstrecken-WM-Pilot Niccolo Canepa übernahm am ersten Testtag Razgatlioglus Yamaha. "Wir fanden einen Weg, um Topraks R1 zu nutzen. Seine Crew hat zusammen mit Nico für Yamaha an der grundlegenden Entwicklung gearbeitet. Trotz seiner Knöchelverletzung konnte er wichtige und interessante Arbeit für die Zukunft erledigen", schildert Teamchef Paul Denning.

GRT-Pilot Garrett Gerloff schneller als Werkspilot Andrea Locatelli

Garrett Gerloff bestätigte seine starke Form der vergangenen Tests. Der US-Amerikaner spulte an den beiden Testtagen 125 Runden ab und testete ein neues Federbein. Zudem tüftelte Gerloff zusammen mit seiner GRT-Crew an der Abstimmung, um für den Saisonauftakt Ende Mai bereit zu sein.

"Ich bin mit den gesammelten Informationen zufrieden", kommentiert Gerloff. "Wir konnten viele Dinge aussortieren und uns dadurch bei verschiedenen Temperaturen und Windstärken verbessern. Der Wind beeinflusst das Gefühl, weil sich die Bremspunkte komplett ändern. Zudem wirkt es sich auf das Kurvenverhalten der Maschine aus. Manchmal fühlt es sich schrecklich an, weil man das Motorrad nicht einlenken kann."

Stürze werfen Andrea Locatelli zurück

WSBK-Rookie Andrea Locatelli erlebte einen durchwachsenen Test. Der 24-Jährige stürzte an beiden Tagen und konnte dadurch nicht das geplante Testprogramm absolvieren. "Ich hatte ein merkwürdiges Gefühl, denn ich stürzte an beiden Tagen. Es waren verrückt merkwürdige Stürze", berichtet Locatelli, der etwa 0,8 Sekunden langsamer war als Markenkollege Garrett Gerloff.

Andrea Locatelli

Andrea Locatelli musste sein Testprogramm umplanen

Foto: Yamaha

"Es tat mir für die Jungs und das Team leid, weil wir die Arbeit nicht fortsetzen konnten auf Grund dieser Störungen. Wir mussten die Arbeit unterbrechen, damit das Motorrad repariert werden kann", erklärt der Italiener. "Schlussendlich konnten wir noch einmal fahren und uns ein bisschen verbessern. Es war nicht schlecht. Doch es war ein sehr merkwürdiger Test für mich."

Und auch Rookie Kohta Nozane wurde einen Ausflug ins Kiesbett zurückgeworfen. "Ich machte einen Fehler und stürzte in Kurve 2. Dabei beschädigte ich das Motorrad. Das Team arbeitete hart, um die Maschine zu reparieren, doch mein Gefühl wurde durch den Sturz negativ beeinflusst", gesteht der Japaner.

"Unterm Strich war mein Renntempo nicht gut. Ich erwartete mehr. Doch zum Glück haben wir kommende Woche einen weiteren Test hier", bemerkt Nozane, der am 21. und 22. April erneut in Aragon testen wird.

Mit Bildmaterial von WorldSBK.com.

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