Yamaha R1 in der WSBK: Ist Marco Melandri das fehlende Puzzlestück zum Erfolg?

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Yamaha R1 in der WSBK: Ist Marco Melandri das fehlende Puzzlestück zum Erfolg?
Autor: Sebastian Fränzschky
09.10.2018, 11:44

Laut Michael van der Mark könnte Yamaha von Marco Melandris Erfahrung profitieren – Der Zeitpunkt für ein Kundenteam ist laut dem Holländer perfekt

Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team, Tom Sykes, Kawasaki Racing
Michael van der Mark, Pata Yamaha
Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Ducati Panigale R
Michael van der Mark, Pata Yamaha

In der laufenden Saison feierte Yamaha nach einer langen Durststrecke endlich den ersten Sieg in der Superbike-WM. Es war der erste Sieg mit der seit 2016 eingesetzten R1. Der bis dahin letzte Laufsieg lag einige Jahre zurück. Beim Saisonfinale 2011 bescherten Marco Melandri und Eugene Laverty dem Yamaha-Werksteam beim Abschied aus der WSBK einen Doppelerfolg. Melandri könnte 2019 zu Yamaha zurückkehren. Aktuell wird der Italiener mit dem GRT-Yamaha-Team in Verbindung gebracht.

Michael van der Mark würde es begrüßen, wenn Melandri zu Yamaha zurückkehrt. "Wir wissen nicht, was er über unser Motorrad denkt. Es ist wichtig, dass unser Motorrad verbessert wird. Es darf aber nicht komplett verändert werden. Das ist am wichtigsten", kommentiert der Holländer die Gerüchte um Melandri. "Er hat sehr viel Erfahrung. Er ist immer sehr nützlich und ich hoffe, dass genau so denkt wie wir und den gleichen Weg einschlägt."

Als Yamaha 2016 in die Superbike-WM zurückkehrte, wollte man die Anstrengungen auf ein Team konzentrieren. Neben Crescent zeigten auch andere Teams Interesse, mit der neuen R1 zu fahren. Doch Yamaha wollte kein Kundenteam. War es ein Fehler, nur zwei konkurrenzfähige Motorräder an den Start zu schicken?

"Nein, das denke ich nicht. Wenn man ein neues Motorrad hat, dann muss man sich auf ein Team konzentrieren. Wenn das Motorrad gut genug ist, dann kann man ein Kundenteam ausrüsten. Ich denke, man sollte sich auf ein Team konzentrieren", schildert van der Mark. Doch jetzt die R1 gut genug für ein Yamaha-Kundenteam. "Es ist der richtige Zeitpunkt, denke ich. Die Informationen eines Kundenteams könnten hilfreich sein, um die finalen Schritte zu machen", bemerkt van der Mark.

Nicht zuletzt durch die Regeländerungen im vergangenen Winter kam Yamaha deutlich näher an Kawasaki und Ducati heran. "Wir können um den Sieg kämpfen – aber nicht immer. Wir können bei nahezu jedem Rennen um das Podium kämpfen. Das zeigt, dass wir Fortschritte erzielen", bilanziert van der Mark, der genau wie Teamkollege Alex Lowes erstmals auf die oberste Stufe des Treppchens steigen konnte.

"Alex und ich teilen das gleiche Gefühl für das Motorrad, fahren aber komplett unterschiedliche Abstimmungen. Doch wir sind einer Meinung, wenn es um die Bereiche geht, die verbessert werden müssen. Wir haben komplett unterschiedliche Fahrstile. Es ist gut, die gleichen Feedbacks zu haben. Das ist wichtig, um das Motorrad zu verbessern", hält der Holländer fest.

Kawasaki und Ducati sind aber nach wie vor die dominanten Hersteller. "Sie arbeiten schon so lange mit den gleichen oder zumindest ziemlich ähnlichen Motorrädern. Wir verbessern unser Motorrad nach wie vor. Kawasaki änderte das Motorrad nicht besonders stark, doch sie machen Jahr für Jahr kleine Änderungen. Es ist kein wirklich neues Motorrad. Es ist unser drittes Jahr in der WSBK und wir machen nach wie vor Fortschritte", so van der Mark.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Fahrer Marco Melandri , Michael van der Mark
Urheber Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News