TCR Germany Nürburgring 2021: Karklys siegt, Andersen Vizemeister

Hyundai-Pilot Jonas Karklys triumphiert zum Abschluss der TCR-Germany-Saison 2021 auf dem Nürburgring: Andersen nach famoser Aufholjagd Vizemeister

TCR Germany Nürburgring 2021: Karklys siegt, Andersen Vizemeister

Premierensieg für Jonas Karklys, Vizemeisterschaft für Martin Andersen: Die beiden Hyundai-i30-N-TCR-Piloten hatten im letzten Saisonrennen der TCR Germany auf dem Nürburgring Grund zum Jubeln. Während Karklys seinen ersten Erfolg überhaupt in der TCR Germany feierte, krönte Andersen eine famose Aufholjagd mit dem fünften Platz, der für den Vizetitel hinter Meister Luca Engstler genügte.

"Es war ein verrücktes Finale. Nach dem Kontakt in der ersten Kurve habe ich gedacht: Das wars. Erst konnte ich das Auto nicht mehr starten, aber dann habe ich gemerkt, dass mein Rückstand gar nicht so groß ist. Ich war der Schnellste auf Regenreifen, es war ein traumhaftes Rennen", sagt Andersen: "Ich bin natürlich super stolz. Mein Ziel zu Saisonbeginn war, unter die besten Fünf zu fahren. Mit der Vizemeisterschaft hätte ich nicht gerechnet."

Mit 286 Punkten schloss Andersen, der bereits im Vorjahr in der dänischen Meisterschaft Zweiter wurde, seine erste Saison in der deutschen Serie ab. Das genügte zu Platz zwei hinter dem bereits als Meister feststehenden Engstler. Dominik Fugel war lange auf Kurs Vizemeisterschaft, am Ende hatte er 285 und damit exakt einen Zähler zu wenig auf dem Konto. Vierter in der Meisterschaft wurde Eric Scalvini mit 263 Punkten, der im letzten Rennen nicht mehr startete.

Das letzte Saisonrennen bot von der ersten Sekunde an jede Menge Action und Spannung. Auf nasser Strecke setzten die Piloten auf unterschiedliche Reifen - teilweise wurde mit Slicks gezockt, in der Hoffnung auf rasches Abtrocknen der Strecke. Letztlich erwies sich die Wahl von Karklys und Andersen, auf Regenreifen zu setzen, als genau richtig.

Andersen erwischte von der Poleposition aus einen guten Start, doch auch Marcel Fugel kam sehr gut weg. In der ersten Kurve jedoch verschätzte sich Fugel, und er berührte Andersen, der sich daraufhin drehte und bis ans Ende des Feldes zurückfiel. Der jüngere der Fugel-Brüder übernahm zunächst die Führung, dahinter folgten Szymon Ladniak und Junior-Champion Gruber.

Martin Andersen beim Rennen der TCR Germany auf dem Nürburgring 2021

Martin Andersen sicherte sich die Vize-Meisterschaft der TCR Germany 2021

Foto: ADAC Motorsport

Die Rennleitung belegte Marcel Fugel wegen des Manövers in der ersten Kurve mit einer Durchfahrtsstrafe, doch der Chemnitzer blieb zunächst auf der Strecke. Nachdem er - erneut in der ersten Kurve - nach einem Fahrfehler herausrutschte, übernahm Ladniak die Führung. Fugel kehrte auf die Strecke zurück, touchierte dabei aber Grubers Hyundai und erhielt nach weiteren harten Manövern die Schwarze Flagge.

Andersen nutzte die vielen Duelle im Feld und arbeitete sich immer mehr heran. Nachdem er zeitweise mehr als zwölf Sekunden zurücklag, schloss er schließlich auf und kämpfte sich Schritt für Schritt nach vorne.

Nach einem harten Zweikampf mit Junior Albert Legutko übernahm Andersen schließlich den fünften Platz, der ihm zur Vizemeisterschaft genügte. Dominik Fugel beendete das Rennen als Vierter, dem Chemnitzer fehlten knapp sieben Sekunden auf Platz drei, der ihm wiederum genügt hätte.

Derweil hielt sich auch der von Platz sieben gestartete Karkyls aus den Zweikämpfen heraus und überholte geschickt, in einer heißen Schlussphase zog er auch an Ladniak vorbei und fuhr seinen ersten Sieg in der TCR Germany souverän nach Hause.

"Das ist ein tolles Gefühl, wir haben das nicht erwartet. Es ist der beste Weg, eine Saison abzuschließen. Wir hatten die beste Taktik, jetzt wollen wir ein bisschen feiern", sagt Karklys, der vor Ladniak und Gruber triumphierte. Hinter Dominik Fugel (4.) und Andersen (5.) folgte Legutko im Honda. Die drei Hyundai-Fahrer Roland Hertner, der Sieger der Trophy-Wertung, Patrick Sing und Robin Jahr belegten die Plätze sieben bis neun. Zehnter wurde Philipp Regensperger im Opel Astra TCR.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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