12h Bathurst 2023: Keith Kassulke übersteht Horrorcrash im Training

Keith Kassulke verunglückt mit seinem MARC-Mustang auf dem Mount Panorama Circuit - Er übersteht den Highspeed-Crash ohne schwere Verletzungen

12h Bathurst 2023: Keith Kassulke übersteht Horrorcrash im Training
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Das Bathurst 12 Hour entging im vierten freien Training nur knapp einer Katastrophe: Keith Kassulke, ein 52-jähriger erfahrener Rennfahrer aus Papua-Neuguinea, verunglückte mit seinem MARC-Mustang an der schnellsten Stelle des Mount Panorama Circuit schwer. Alle Infos zu den 12h Bathurst 2023

Aus noch ungeklärter Ursache fuhr der FX-MARC #52 (Kassulke/Morrall/McLeod) in "The Chase", der Schikane am Ende der Conrod Straight, nahezu ungebremst geradeaus. Kassulke überfuhr einen Randstein und hob ab, wodurch weitere Bremswirkung verloren ging. Anschließend schlug er mit voller Wucht in die Reifenstapel ein.

Laut einer ersten Stellungnahme des Veranstalters kam Kassulke, der 2017 und 2018 die Invitational-Klasse der 12 Stunden von Bathurst gewann, ohne schwere Verletzungen davon.

Darin heißt es: "Nach seinem Unfall im vierten freien Training der 12 Stunden von Bathurst wurde MARC-Cars-Australia-Fahrer Keith Kassulke zur Untersuchung ins Medical Center an der Rennstrecke gebracht. Keith war die ganze Zeit bei Bewusstsein und hat mit den Rettungskräften kommuniziert. Weitere Informationen folgen, sobald sie verfügbar sind.

"Das Training wurde mit der roten Flagge unterbrochen und nicht wieder aufgenommen, da die Reifenstapel durch den Aufprall beschädigt wurden. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt.

Es war nicht die erste Unterbrechung, die Keith Kassulke am Freitag verursachte. Bereits im zweiten Training sorgte er mit einem Dreher in der deutlich langsameren Passage "The Cutting" - einer Bergauf-Linkskurve im zweiten Gang - für eine kurze Unterbrechung.

M-Motorsport-Audi am Mount Panorama

Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich rund um den M-Motorsport KTM #50 (Harrison/Ojeda/Crampton/Wood). Ein Motorschaden am KTM X-Bow GT2 hätte das Aus für das Wochenende bedeutet. Doch das Team konnte schnell einen Audi R8 LMS GT3 Evo II besorgen und wird nun in der Klasse GT3 Silver an den Start gehen.

Das Ersatzauto ist ein Ersatzchassis des Riesenteams Melbourne Performance Center (MPC), das an diesem Wochenende sechs Audis einsetzt. Damit ist kurioserweise ein M-Motorsport-Audi im Feld, der gegen das eigentliche M-Team WRT antritt. Supercars-Pilot Jayden Ojeda musste aufgrund seiner Fahrerwertung aus dem Aufgebot gestrichen werden.

David Crampton: "Es hat mir das Herz gebrochen, als das Auto in Kurve 2 kaputt ging. Wir sind so weit gekommen, haben so viel Geld und Arbeit investiert und wollten einfach nicht unverrichteter Dinge abreisen. Wir haben den Audi von MPC geleast und werden das Rennen bestreiten.

Die schnellste Zeit der vier Trainingssitzungen am Freitag fuhr Raffaele Marciello im Gruppe M-Mercedes #999 (Engel/Grenier/Marciello) in 2:03.996 Minuten. Diese Zeit erzielte er im vierten Freien Training kurz vor dem Abbruch.

Vorjahres-Polesetter Chaz "Mozzie" Mostert sorgte im MPC-Audi #65 (Mostert/Ross/Talbot) mit 2:04.088 Minuten für die zweitschnellste Zeit des Tages.

Rossi schlägt Schumacher

Die Trainingssitzungen zwei und drei waren den Bronze-Fahrern vorbehalten. MotoGP-Legende Valentino Rossi erhielt jedoch eine Ausnahmegenehmigung und durfte trotz seines Silber-Ratings an beiden Trainings teilnehmen. Es war sein erster Start auf dem Mount Panorama Circuit.

Prompt setzte er im WRT-BMW #46 (Farfus/Martin/Rossi) im zweiten Training die Bestzeit, gefolgt von Brad Schumacher im PremiAir-Audi #55 (Schumacher/Golding/Vervisch). Steilvorlage für eine gute Schlagzeile. Im dritten Training war Vorjahressieger Kenny Habul im ASP-Mercedes #75 (Habul/Gounon/Stolz) der Schnellste.

Am Samstagmorgen (Freitagabend MEZ) stehen zwei weitere 60-minütige Trainingssitzungen auf dem Programm, bevor das Qualifying im neuen Format ausgetragen wird.

Kumuliertes Freitagsergebnis Bathurst 12 Hour 2023 (Top 10):

01. GruppeM-Mercedes #999 (Engel/Grenier/Marciello) - 2:03.996 Minuten (FT4)

02. MPC-Audi #65 (Mostert/Ross/Talbot) - 2:04.088 (FT1)

03. ASP-Mercedes #75 (Habul/Gounon/Stolz) - 2:04.136 (FT4)

04. Manthey-EMA-Porsche #912 (Campbell/Jaminet/Preining) - 2:04.294 (FT4)

05. PremiAir-Audi-Audi #55 (Schumacher/Golding/Vervisch) - 2:04.351 (FT1)

06. Wall-Lamborghini #9 (D'Alberto/Wall/Denyer) - 2:04.447 (FT1)

07. MPC-Audi #74 (Haase/Niederhauser/Drudi) - 2:04.474 (FT4)

08. Volante-Rosso-Mercedes #24 (Bates/Love/Reynolds) - 2:04.8312 (FT4)

09. Triple-Eight-Mercedes #99 (Whincup/Stanaway/Ibrahim) - 2:04.846 (FT1)

10. MPC-Audi #10 (Gaunt/O'Keeffe/Fawcett) - 2:04.888 (FT4)

Ergebnis 1. Freies Training

Ergebnis 2. Freies Training

Ergebnis 3. Freies Training

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Mit Bildmaterial von Mick Koroleff.

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