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GM stampft Holden ein: Wie geht es bei den australischen Supercars weiter?

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GM stampft Holden ein: Wie geht es bei den australischen Supercars weiter?
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Co-Autor: Andrew van Leeuwen
17.02.2020, 10:32

Die australische Automarke Holden wird Ende 2020 nach 160 Jahren eingestellt: Entscheidung könnte die Supercars-Serie ins Wanken bringen

Die traditionsreiche australische Automarke Holden wird Ende 2020 nach mehr als 160 Jahren von der Bildfläche verschwinden. Eine Entscheidung, die auch für die ehemalige V8-Supercars-Serie, die heute nur noch auf den Namen Supercars hört, von beträchtlicher Tragweite sein kann.

Nach dem Rückzug von Nissan ist Holden in der Saison 2020 neben Ford der einzig andere Hersteller und stellt 17 von 25 Autos des Starterfelds. Holden hatte sich ursprünglich bis Ende 2021 zur Teilnahme an der Supercars-Serie bekannt, doch ob eine Fortsetzung des Engagements nach der Einstellung der Marke aus Sicht des Mutterkonzerns General Motors sinnvoll ist, ist unklar.

Die Motorsport-Abteilung von Holden schien von der Entscheidung aus der Konzernzentrale in Detroit am Montag überrumpelt worden zu sein und vermied ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung des Engagements mit dem von Red Bull gesponserten Einsatzteam Triple Eight über das Jahr 2020 hinaus.

Werksteam berät die neue Lage

"Wir sind uns über unsere Ankündigung [bis mindestens 2021 teilzunehmen] im Klaren und werden zusammen mit dem Red-Bull-Holden-Racing-Team herausarbeiten, was die Folgen dieser Entscheidung sind. Wir werden auch Gespräche mit den Organisatoren der Supercars führen und darüber zu gegebener Zeit informieren", teilte Holden mit.

 

In der Supercars-Szene löste die Entscheidung von General Motors, Holden Ende des Jahres einzustampfen, allenthalben für Bestürzung. Das frühere Werksteam Walkinshaw Andretti, welches auch 2020 zwei Holden Commodore in der Supercars-Serie einsetzt, teilte mit:

"Unsere Gedanken sind bei all den unglaublichen Männern und Frauen, die für Holden arbeiten, den Händlern, Kunden und allen Holden-Fans, die von der heutigen Entscheidung betroffen sind. Unser Team hat in Australien drei Jahrzehnte lang gut und erfolgreich mit Holden zusammengearbeitet."

Wehmut bei langjährigem Partner

"Es ist sehr schade, dass sie nun verschwinden. Wir sind dankbar für die Unterstützung und stolz auf das zusammen erreichte, darunter sieben Siege beim Bathurst 1000 und sechs Fahrermeisterschaften", so das Team.

 

Die Einstellung der Marke zum Ende des Jahres ist der negative Endpunkt eines jahrelangen Niedergangs des 1865 gegründeten Unternehmens. 2017 hatte General Motors die Produktion von Holden-Fahrzeugen in Australien eingestellt. Erst Ende 2019 war verkündet worden, die Modelle Commodore und Astra künftig nicht mehr in Australien zu verkaufen.

Am Montag verkündet General Motors dann das endgültige Aus für Holden. "Nach einer umfassenden Bewertung können wir das notwendige Investment, welches nötig wäre, um Holden in Australien und Neuseeland langfristig erfolgreich zu machen, nicht priorisieren", sagt Julian Blissett, Senior Vice President von General Motors.

Entscheidung von GM "basiert auf globalen Überlegungen"

"Diese Entscheidung basiert auf globalen Überlegungen und hat nichts mit der harten Arbeit, dem Talent und der Professionalität des Holden-Teams zu tun", so Blissett weiter. Künftig will General Motors in Australien Fahrzeuge der Marke Chevrolet vermarkten. Ob diese auch im Motorsport eingesetzt werden sollen, ist stand heute unbekannt.

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2022 wird in der Supercars-Serie ein neues technisches Reglement eingeführt. Die Gen3-genannten Autos sollen auch den Einsatz von zweitürigen Modellen ermöglichen, womit der Camaro oder die Corvette von Chevrolet in Frage kommen könnten.

Mit Bildmaterial von Triple Eight Race Engineering.

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Urheber Markus Lüttgens