Dacia Logan goes Porsche: Taxifahrt für mehr Miteinander in VLN/NLS

Black Falcon und Ollis Garage Racing warteten mit einer speziellen Aktion im Vorfeld des 6h-Rennens auf - Ein Dacia-Logan-Pilot fuhr im Porsche 911 GT3 Cup MR mit

Dacia Logan goes Porsche: Taxifahrt für mehr Miteinander in VLN/NLS

Die Diskussionen um das Miteinander oder Gegeneinander der kleinen und großen Klassen auf der Nürburgring-Nordschleife ist ein Dauerthema in der "Grünen Hölle". Nachdem es in jüngerer Zeit immer wieder zu Auseinandersetzungen über die sozialen Medien gekommen war, hat sich diesmal das Team Black Falcon eine besondere Aktion überlegt.

Auf die Idee des Fahrers Florian Naumann und des Teams sprang das Team Ollis Garage Racing sofort an. Oliver Kriese, Teambesitzer und einer der Fahrer auf dem bei den Fans beliebten Dacia Logan, absolvierte eine Runde an der Seite von Naumann auf einem Porsche 911 GT3 Cup MR aus der Klasse SP7 am Freitag vor dem 6-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, Ex-VLN).

Er zeigt sich nach der Fahrt im Interview mit 'Motorsport.com' begeistert: "Das war total beeindruckend, was es da für Geschwindigkeitsunterschiede gibt. Wir reden da teilweise von 80 km/h. Das ist schon eine Hausnummer, wenn man auf die Kleinen aufläuft."

"Wir hatten vor uns ein 'kleines' Fahrzeug. Da habe ich mich gefragt: 'Was macht der jetzt? Fährt der links? Rechts?' Er hatte keinen Blinker gesetzt. Da muss man als schneller Fahrer blitzschnelle Entscheidungen treffen. Florian ist in diesem Fall rechts vorbeigefahren. Das hätte auch schiefgehen können, weil es nicht eindeutig war."

Daher ist sein Fazit auch klar: "Wir sind zwar schon immer sehr vorsichtig gefahren und haben immer in die Spiegel geschaut. Aber das werde ich jetzt noch mehr tun und immer den Blinker setzen. Die [Großen] müssen ganz klar wissen, wo der Kleine langfährt. Wenn er hin und her zackt, wird es zwangsläufig zu einem Unfall führen. Ich kann es jedem [Fahrer langsamerer Fahrzeuge] nur empfehlen, eine ähnliche Taxifahrt zu machen."

Naumann fügt hinzu: "Uns war wichtig, etwas Konstruktives bei diesem Dauerbrennerthema zu unternehmen, statt immer nur zuzusehen, wie in sozialen Netzwerken gegeneinander geschrieben wird. Bei so vielen unterschiedlichen Rennwagen auf einer Strecke ist das Miteinander das Wichtigste. Wir hoffen, so einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis geleistet zu haben."

Eine "Rückrunde" ist durchaus im Bereich des Möglichen. "Ich würde es spannend finden, wenn Florian mal unser Auto fahren würde", sagt Kriese. Allerdings gäbe es dazu nur noch eine Gelegenheit, und die wäre beim Finale. Den achten Lauf wird das Dacia-Team auslassen.

Dacia Logan, Diagramm

10 schnellste Rundenzeiten des Dacia Logan bei NLS5 (blau) und NLS7 (orange)

Foto: smg/Stritzke

Fahrer schneller Fahrzeuge müssen aufgrund der Permit-Regularien mindestens zwei Rennen auf langsameren Fahrzeugen absolvieren, bevor sie in ein Schnelleres steigen dürfen.

Der Dacia Logan ist auch schneller geworden. Das Team probierte beim 6-Stunden-Rennen Goodyear-Reifen aus. Diese sind deutlich schneller gewesen als die bisherigen Hankook-Pneus. Der Vergleich zeigt einen klaren Performance-Unterschied zwischen NLS5 und NLS7. Bei NLS6 saßen andere Fahrer am Steuer, weshalb ein Vergleich nicht möglich ist.

Mit Bildmaterial von ON1.

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