Fahrwerksstreit: Erstes VLN-Team schmeißt hin

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Fahrwerksstreit: Erstes VLN-Team schmeißt hin
22.03.2018, 14:47

Priconracing wird 2018 nicht mit an der VLN teilnehmen: Reglement-Änderungen kamen für kleine Privatteams spät. Laut Teamchef Unverhau steckt in der VLN ein Wurm, der immer größer wurde.

Nachdem priconracing 2017 im Rahmen der BMW Sports-Trophy unter die Top 10 der weltbesten BMW Privatteams gefahren ist, hat das Team um Frank Unverhau beschlossen, sich 2018 eine Auszeit von der VLN zu gönnen. "Unser Herz und unsere Leidenschaft gehören der Nordschleife und auch der VLN - aber nicht um jeden Preis ..." so Teamchef Frank Unverhau. "Dass sich eine Rennserie wie die VLN anpassen muss, ist klar. Dazu gehört auch, das Reglement anzupassen."

"Aber wie mit den V-Klassen verfahren wurde - gerade in Bezug auf Zeitpunkt und anfallende Kosten der Änderungen - hat uns gelinde gesagt enttäuscht. Aus unserer Sicht sieht Planungssicherheit, gerade für die zahlreichen Privatiers und die eher kleineren Teams, anders aus." Leicht war die Entscheidung nicht, sie fiel aber frühzeitig: "Natürlich war dieser Schritt in seiner Konsequenz nicht einfach, zumal wir eine tolle Fahrertruppe beisammen hatten."

"Ein Wurm, der immer größer wurde"

"Aber wir wurden das Gefühl einfach nicht los, dass der Wurm, der aus unserer Sicht in der VLN steckt, immer größer wurde. Und letztendlich haben uns ja der Verlauf und der Zeitpunkt um die Fahrwerksdiskussion in den V-Klassen recht gegeben und uns in unserer Entscheidung bestärkt. Auch, wenn es eine ganz andere Liga ist: wir können jemanden wie Jürgen Alzen verstehen, der sich in anderen Rennserien umschaut."

Da sich diese Entscheidung für priconracing bereits vergangenes Jahr anbahnte, hat Teamchef Unverhau den Fahrern schon kurz nach der VLN-Saison 2017 Bescheid gegeben: "Selbstverständlich haben wir die Fahrer rechtzeitig über unsere Entscheidung informiert, natürlich auch die neuen Fahrer, die für 2018 angefragt haben. So konnten sich alle in aller Ruhe nach einem neuen Team umsehen. Und wir sind natürlich froh, dass alle gescheit untergekommen sind."

Die Frage, wie es denn weitergehen soll, wurde rasch beantwortet: "Wir werden dieses Jahr mit ein bis zwei Fahrzeugen die komplette Saison der Youngtimer-Trophy bestreiten und einfach Spaß haben. Vor allem freue ich mich, wieder selbst ins Lenkrad greifen zu können. Gemeinsam mit Günther Hartwig werden wir den bekannten Auto-Hirt Opel Kadett GSi einsetzen, zusätzlich ist ein BMW M3 E30 kurz vor der Fertigstellung."

"Dazu bauen wir gerade ein sehr schönes Projekt für die Creventic 12/24 Series auf. Mit diesem Auto werden wir uns auch andere Rennserien anschauen. Und ja, sicherlich werden wir mit diesem Fahrzeug auch mal am Nürburgring auftauchen, aber aus den V-Klassen mit eigenen Fahrzeugen sind wir fürs Erste raus!"

Wie es dann 2019 weitergeht, wird sich zeigen: "Wir schauen uns alles in Ruhe an und dann sehen wir weiter. Wir machen einfach ein Jahr "Urlaub" von der VLN und schauen, wie sich die Dinge am Ring entwickeln. Und dann entscheiden wir, ob und wenn ja wie wir wieder einsteigen. Auf jeden Fall freut es uns, dass unsere Fahrertruppe aus dem letzten Jahr geschlossen bei Sorg-Rennsport mehr als gut untergekommen ist und sicherlich vorne mitfahren wird. Wir wünschen den Jungs und den 'Sorg-Brothers' viel Erfolg!"

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