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Mercedes-AMG-Boss über Verstappen-Disqualifikation: "Tut weh"

Max Verstappen, Jules Gounon und Dani Juncadella verlieren ihren Sieg bei NLS2 - Mercedes-AMG-Boss Stefan Wendl spricht von einer "großen Enttäuschung"

Mercedes-AMG-Boss über Verstappen-Disqualifikation "Tut weh"

Alter Sieger vor neuem Sieger: Nach der Winward-Disqualifikation siegte Rowe

Foto: Jan Brucke/VLN

"Das tut weh und natürlich sind alle Beteiligten sehr enttäuscht." - Mercedes-AMG-Chef Stefan Wendl nimmt Stellung zur Disqualifikation des Winward-Mercedes #3 (Verstappen/Juncadella/Gounon) beim 58. ADAC Barbarossapreis, nachdem das Team das Reifen-Kontingent überschritten hatte.

Der fatale Fauxpas unterlief dem Team bereits während der Boxenstopp-Übungen im Qualifying. Winward-Teamchef Christian Hohenadel bestätigte einen "Fehler hinter den Kulissen". Man hatte einen zusätzlichen Satz Reifen verwendet, was den Sportkommissaren bei der Barcode-Auswertung keine andere Wahl als den Wertungsausschluss ließ.

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, sagt: "Wir haben auf der Strecke pures Racing gesehen, atmosphärisch einen außergewöhnlichen Tag erlebt und uns zunächst sehr über den vermeintlichen Rennsieg gefreut."

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"Umso größer war die Enttäuschung, als wir realisiert haben, dass uns am Morgen hinter den Kulissen ein Fehler unterlaufen ist und die Rennleitung gezwungen war, das Siegerfahrzeug zu disqualifizieren. Das tut weh und natürlich sind alle Beteiligten sehr enttäuscht. Es zeigt einmal mehr, dass man auf der Nordschleife nur gewinnen kann, wenn alles zusammenpasst."

Es war der erste Auftritt des Winward-Teams auf der Nürburgring-Nordschleife, wobei gleich zwei Mercedes-AMG GT3 mit Werksunterstützung eingesetzt wurden. Allerdings ging der Vorläufer auf deutschem Boden, HTP Motorsport, bis 2019 in der "Grünen Hölle" an den Start.

"Jetzt gilt es, die Fehler aufzuarbeiten, gleichzeitig aber auch die positiven Erkenntnisse aus dem Wochenende mitzunehmen und den Fokus auf die weiteren Vorbereitungsläufe sowie das 24-Stunden-Rennen zu richten", schließt Wendl ab.

Dominanz ohne Pokal

Sportlich war der Auftritt des viermaligen Formel-1-Weltmeisters makellos. Nach seinem Sieg im Ferrari von Emil Frey Racing bei NLS8 2025 wäre dies der zweite GT3-Erfolg im zweiten Nordschleifen-Rennen für den Niederländer gewesen. Ironischerweise war es beide Male der "Barbarossapreis" des MSC Sinzig, dessen Rennen 2025 vorletzte Station war, bevor er 2026 in den März verschoben wurde.

Verstappen, der den AMG mit knapp einer Minute Vorsprung über die Linie brachte, zieht ein positives Fazit: "Für mich ging es an diesem Wochenende darum, ein Gefühl für das Auto auf der Nordschleife zu bekommen. Das Team hat das Auto top vorbereitet, wir konnten viel testen und ich habe mich sehr wohl gefühlt." Das sagte er noch vor der Disqualifikation.

"Dieser ganze Ort ist einfach unglaublich. Auch die Fans zu sehen, wie begeistert sie von den Rennen und den Autos hier. Das ist immer fantastisch zu sehen und ich bin sehr glücklich, ein Teil davon zu sein. Für mich ist das eine der verrücktesten Rennen der Welt und eines, bei dem man unbedingt dabei sein will."

Besonders die Vorbereitung im Simulator - Verstappen ist bekannt für seine iRacing-Sessions, oft sogar während F1-Wochenenden - zahlte sich aus. Auch Teamkollege Jules Gounon gab zu, regelmäßig virtuell in der "Grünen Hölle" zu trainieren.

Dass Verstappen zum nächsten Lauf am 11. April (NLS3) zurückkehrt, ist noch nicht bestätigt, aber wahrscheinlich. Durch die Absagen der Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ist der Terminkalender des Weltmeisters frei.

Verstappen winkt jedenfalls mit dem Zaunpfahl: "Wir schauen uns das an. Es hängt davon ab, ob alles klappt. Ich fahre immer gerne hier."

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