Nach Pech im Qualifying: "Grello" rast bei NLS3 auf den zweiten Gesamtrang
Matt Campbell und Ayhancan Güven fahren beim dritten NLS-Lauf mit dem "Grello" nach einem missglückten Qualifying noch auf das Podium - Ausfall für den "Greeno"
Der Grello-Porsche landete beim dritten NLS-Lauf auf dem zweiten Platz
Foto: Patrick Patrick
Am Ende fehlten weniger als 22 Sekunden zum Sieg, doch auch der zweite Platz ist für den beliebten "Grello"-Porsche von Manthey ein großer Erfolg: Matt Campbell und Ayhancan Güven fahren beim dritten Saisonlauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (hier zum Rennbericht) auf das Podium.
"Ich freue mich, wieder am Nürburgring auf dem Podium zu stehen", jubelt DTM-Champion Güven. Und das nicht ohne Grund: Im Qualifying landete der knallgelbe Manthey-Porsche mit der Startnummer 911 lediglich auf dem 16. Startplatz und damit außerhalb der Top 10.
"Wir hatten etwas Pech und konnten aufgrund von Code 60s und Full Course Yellows keine freie Runde unter grünen Bedingungen fahren, daher mussten wir von P16 starten", erinnert der Türke. "Im Rennen haben wir dann eine sehr starke Leistung gezeigt."
Startfahrer Güven machte bereits früh entscheidend Boden gut und schob sich noch in der ersten Runde bis auf die elfte Position nach vorn. Spätestens mit Beginn der ersten Boxenstopp-Phase lag der "Grello"-Porsche wieder in den Top 10, ehe Güven das Steuer an Teamkollege Campbell übergab.
Güven: "Insgesamt ein sehr starkes Wochenende!"
"Die Strategie des Teams hat perfekt gepasst, das Auto fühlte sich gut an und Matt hat einen sehr guten Job gemacht", lobt der 28-Jährige, der in der Schlussphase erneut ins Cockpit stieg, und sich in der drittletzten Runde am bis dahin zweitplatzierten HRT-Ford #65 (Olsen/Vervisch/Mies/Kolb; 3) vorbeischob.
"Uns nach vorne zu arbeiten und am Ende P2 zu holen, ist ein super Ergebnis", freut sich Güven, der seinen DTM-Titel in diesem Jahr nicht verteidigen wird. Stattdessen startet er in der Langstrecken-WM (WEC) und wird dann auch seine Le-Mans-Premiere feiern.

Auch der neue "Greeno"-Porsche fuhr bis zum Ausfall ein gutes Rennen
Foto: Patrick Funk
"Da das erste NLS-Rennen abgesagt wurde, war es im Grunde außerdem unser erster Einsatz in dieser Saison - entsprechend wichtig war es, wieder in den Rhythmus zu kommen, den Verkehr zu managen und sich erneut an Code 60s und die Abläufe auf der Nordschleife zu gewöhnen. Insgesamt ein sehr starkes Wochenende!"
Solides Debüt für den "Greeno"-Porsche
"Wir waren seit Donnerstag vor Ort, haben viel getestet und wichtige Erkenntnisse gesammelt", ergänzt Manthey-Geschäftsführer Nicolas Raeder. Neben dem "Grello" war auch der neue Porsche 911 GT3 Cup Manthey am Start, der infolge eines technischen Problems im Bereich der Antriebswelle kurz vor Rennende abgestellt werden musste.
"Der 911 GT3 Cup Manthey zeigte bei seinem Debüt ebenfalls ein sehr vielversprechendes Potenzial", resümiert Raeder, wenngleich ein mögliches Top-Ergebnis für den "Greeno" ausblieb. "Nichtsdestotrotz nehmen wir aus NLS3 viele positive Erkenntnisse mit, auf die wir weiter aufbauen werden."
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