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NLS/VLN 2020 Lauf 2: Haupt holt Auftaktsieg mit anderem Auto nach

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NLS/VLN 2020 Lauf 2: Haupt holt Auftaktsieg mit anderem Auto nach
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Das Haupt Racing Team setzt sich mit Mercedes-AMG beim ersten Teil des VLN-"Doubleheaders" durch - BMW verhindert AMG-Doppelsieg

Beim ersten Lauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (VLN) fiel das Haupt Racing Team noch durch eine Unachtsamkeit zurück. Nun ist der Sieg nachgeholt, wenn auch mit einem anderen Auto: Der Mercedes-AMG #16 von Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz hat sich nach einer packenden GT3-Schlacht beim 60. Reinoldus-Langstreckenrennen durchgesetzt.

Der Mercedes ging den vielen Duellen lieber aus dem Weg. Direkt am Start ging Stolz an Polesetter Tomczyk im Schnitzer-BMW vorbei und fuhr einen Vorsprung heraus. Er wurde noch kurzzeitig von Marco Mapelli im Konrad-Lamborghini #7 (Jefferies/di Martino/Mapelli; 16.) bedrängt, der aber später zurückfiel.

Nach dem ersten Stopp fiel der Mercedes-AMG zunächst auf P3 zurück, weil zwei BMWs früher gestoppt hatten. Bei Rennhälfte übernahm das Haupt-Team, das größtenteils aus ehemaligen Black-Falcon-Mitarbeitern besteht, wieder die Führung. Die unterschiedlichen Strategien begannen an diesem Punkt, sich auszusortieren. Die Spitze gab man bis ins Ziel nicht mehr ab.

"Wir haben schnell gesehen, dass wir schnell waren", sagt Manuel Metzger nach dem Rennen. Maro Engel war derjenige, der letztlich verwandelte, doch er wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Das Auto lief super und die Jungs haben mir einen schönen Vorsprung verschafft. Es hat wie immer viel Spaß gemacht."

Kurios: Jensen schaut auf falsche Ampel

Um den zweiten Platz kämpften mit einer halben Minute Rückstand der GetSpeed-Mercedes #2 von Fabian Schiller und Maximilian Buhk (3.) sowie die drei BMW M6 GT3: Walkenhorst #34 (Krognes/Pittard/Jensen; 2.) auf Yokohama-Reifen, Schnitzer #42 (Tomczyk/van der Linde/Farfus; 4.) und Rowe #98 (Yelloly/Sims; 5.) auf Michelins.

Schiller begeisterte mit einem äußerst sehenswerten Manöver, als er zwei M6 auf einen Schlag beim Anbremsen für das Yokohama-S verputzte. So deutete nun einiges auf einen AMG-Doppelsieg hin. Doch in den Schlussminuten baute der Mercedes ab. David Pittard ging vorbei auf die zweite Position.

Dass es nicht zum zweiten Sieg reichte, lag vor allem daran, dass Mikkel Jensen den Start komplett vermasselt hatte und von Startplatz zwei auf Rang sechs zurückgefallen war. Er kann nicht fassen, was er da veranstaltet hat: "Ich bin noch nie einen Start in der Nürburgring-Langstrecken-Serie gefahren und habe auf die falsche Ampel geschaut!"

Auf dem Nürburgring gibt es zwei Ampeln: Die "alte" Ampelanlage an der Ziellinie und eine für die vorgezogene Startaufstellung von Rennserien mit stehendem Start, die 2009 errichtet wurde. Jensen hat aus Gewohnheit auf die aus seiner Sicht hintere Ampel (also die in Richtung Yokohama-S vorgezogene) geachtet und dabei völlig den Start verschlafen. Bei der VLN gilt die Ampel auf der Ziellinie.

Womöglich hätten auch Augusto Farfus und Alexander Sims den strauchelnden Schiller noch einholen können. Sie verbrachten aber die letzte Runde damit, sich gegenseitig so heftig zu bekämpfen, dass sie nicht mehr an den AMG herankamen. So holte GetSpeed den letzten Podiumsplatz.

Porsche stärker, aber erneut ohne Chance

Die Porsche-Fraktion war wieder einmal abgeschlagen, wenn auch nicht so stark wie noch beim Saisonauftakt. Im Ziel fehlten 1:20 Minuten, also eine Minute weniger als bei VLN1. Die 911 GT3 R lieferten einen sehenswerten Kampf um die zwischenzeitlich siebte Position.

Im Schlussstint standen sich die drei Franzosen gegenüber: Romain Dumas im KCMG-Porsche #18 (Dumas/Pilet/Olsen/Lietz; 10.), Julien Andlauer im Manthey-Porsche #911 (Andlauer/Jaminet/Kern; 8.) und Kevin Estre im Frikadelli-Porsche #31 (Christensen/Estre/Laser).

Sie gingen in dieser Reihenfolge in die 25. Runde hinein und kamen aus der Mercedes-Arena in umgekehrter Reihenfolge wieder heraus.

Bis ins Ziel änderte sich aber noch einiges: Estre fing auch noch den GetSpeed-Mercedes #8 (Vaxiviere/Jöns; 7.) ab und holte sich die sechste Position. Jener AMG hatte nach einem sanften Leitplankeneinschlag in der Schlussphase seine Mühe. Während Grello auf Rang acht blieb, zahlte KCMG Lehrgeld beim Nordschleifen-Debüt mit Porsche und fiel noch auf P10 zurück.

Das vierte Porsche-Team fehlte in diesem Kampf: Falken erlebte einen äußerst holprigen Tag. Nach dem Unfall im Qualifying vollbrachte das Einsatzteam Schnabl Engineering ein kleines Wunder und machte den Porsche #4 (Dumbreck/Ragginger) für das Rennen wieder fit. Mit einem Start aus der Boxengasse war nicht mehr als Platz 20 möglich.

Das Schwesterfahrzeug #3 (Preining/Werner) sorgte für eine Schrecksekunde und fing Feuer. Der Porsche hatte heftig aufgesetzt, wodurch die Ölwanne aufgerissen war. Das Öl entzündete sich auf dem Auspuff. Da sich der Brand erst kurz vor Beginn der Box entfachte, konnte der Porsche in der Open-Air-Boxengasse schnell wieder gelöscht werden. Start am Sonntag ungewiss.

Octane126 wieder extrem schnell

Zwischen die beiden Porsches aam unteren Ende der Top 10 schob sich noch der octane126-Ferrari #26 (Grossmann/Trummer/Hirschi/Ludwig) auf die neunte Position. Wieder zeigte sich die Performance nur versteckt: In 7:59.969 Minuten war der Ferrari das einzige Fahrzeug, das im Rennen unter der 8-Minuten-Marke fuhr. Ein suboptimales Qualifying begrub den Michelotto-Renner allerdings im Verkehr.

Völlig unter Wert ging diesmal Audi weg: Nachdem Phoenix beim Auftakt noch mit einem Start aus der ersten Reihe und einem möglichen Podiumsplatz aufgezeigt hatte, blieben alle R8 LMS im Rennen diesmal äußerst blass. Ein R8-Trio bestehend aus Phoenix #15 (Beretta/Schramm/Rockenfeller), Car Collection #32 (Haase/Bortolotti) und Land #29 (D. Vanthoor/Drudi) kam mit über 100 Sekunden Rückstand auf die Plätze zwölf bis 14.

Der erste Teil des "Doubleheaders" erhielt außerdem eine historische Note: Volker Strycek gewann gleich beide Klassen, in denen er an den Start ging. Damit löste er VLN-Aufzeichnungen zufolge Johannes Scheid in der ewigen Bestenliste der Klassensiege ab. Dieser hatte die Führung seit September 1980 (!) innegehabt.

Den Rekord kann Strycek gleich am Sonntag ausbauen, wenn der zweite Teil der Doppelveranstaltung auf dem Programm steht, was seinerseits ein Fall für die Geschichtsbücher ist. Dann steht der 52. Barbarossapreis auf dem Programm, für den 141 Teilnehmer genannt haben. Aufgrund einiger Unfälle im Rennen und Qualifying dürften es aber ein paar Starter weniger werden.

Mit Bildmaterial von VLN.

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Urheber Heiko Stritzke