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Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS/VLN) ehrt Meister virtuell

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand die Jahressiegerehrung der NLS 2020 virtuell statt: 2021 bei jedem Rennen Bilder aus dem TV-Helikopter

Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS/VLN) ehrt Meister virtuell

Anders als gewohnt, aber nicht weniger unterhaltsam - die digitale Jahressiegerehrung der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, vormals VLN) 2020. Vor allem für die Fans, denn die konnten erstmals bei der feierlichen - wenn auch virtuellen - Pokalübergabe dabei sein. Mehr als 7.000 Zuschauer schalteten am Freitagabend zur Primetime den Stream, live aus dem Gläsernen Studio am Nürburgring, ein.

Hier begrüßten die Moderatoren Patrick Simon und Lukas Gajewski unter anderem den Meistermacher Matthias Unger und Junior-Champion Marcel Marchewicz persönlich. Die meisten Pokalübergaben fanden jedoch per Videoschalte statt. Unter den prominenten Gästen, die sich in das Geschehen einklinkten, waren auch Rapper Smudo und Fußball-Profi Max Kruse.

Neben der Gesamtwertung - in der 2020 zum zweiten Mal nach 2018 Christopher Rink, Philipp Leisen und Danny Brink mit dem BMW 325i von Adrenalin Motorsport die Nase vorne hatten - wurden Piloten in folgenden Wertungen geehrt: VLN-Produktionswagen-Trophäe, VLN-Junior-Trophäe, Speed-Trophäe, VLN-Klassensieger-Trophäe, Team-Trophäe, BMW-M240i-Racing-Cup, Cayman-GT4-Trophy, KTM-X-BOW-Cup und Digitale Nürburgring-Langstrecken-Serie

Interessante Leaks von den NLS-Teilnehmern

Patrick Simon und Lukas Gajewski standen unzählige Fahrer per Videoschalte Rede und Antwort und einige gaben schon jetzt einen Ausblick auf das Jahr 2021. So verriet Carrie Schreiner zum Beispiel, dass das Girls-Only-Team künftig mit dem Audi R8 von WS Racing an den Start gehen wird. Junior-Champion Marcel Marchewicz plant, 2021 mit einem GT4 Rennen zu fahren.

Max-Kruse-Racing wird die beiden Junioren Marek Schaller und Marius Rauer in der Nürburgring Langstrecken-Serie einsetzen. Auch die drei Champions haben schon Pläne für die neue Saison und liebäugeln mit einem BMW M2 CS.

2021 bei allen Rennen Bilder aus dem Helikopter

Die beiden führenden Köpfe hinter der Nürburgring-Langstrecken-Serie, Christian Stephani (Geschäftsführer) und Ralph-Gerald Schlüter (Generalbevollmächtigter) schauten zurück auf die abgelaufene Saison und gaben einen Ausblick auf 2021. "Wir können zufrieden sein, was wir 2020 gemeinsam mit vielen Partnern geschafft haben. Unser Dank gilt dem Nürburgring, der ILN, der Kreisverwaltung Ahrweiler, dem Hygieneinstitut der Uni Bonn, unseren Teilnehmern und den Sportwarten der Streckensicherung", sagt Schlüter.

Jahressiegerehrung

Per Livestream konnten die Fans die Veranstaltung verfolgen

Foto: VLN

"Als wir die Saison geplant haben, gab es viele Unbekannte. Wir sind mit einem schwer kalkulierbaren Risiko gestartet. Das betrifft vor allem auch die neun veranstaltenden Clubs. Auch bei ihnen möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Rückblickend betrachtet ist das Jahr mehr als gut gelaufen", so Schlüter weiter.

Und Stephani gab eine Neuerung für die Fans bekannt: "Wir werden 2021 bei allen Rennen spektakuläre Bilder aus einem Helikopter für unseren Livestream haben. So können wir die Faszination der Nürburgring-Langstrecken-Serie und die unzähligen Duelle rund um die Nordschleife noch besser einfangen."

BMW M2 CS und KTM X-Bow GTX - zwei neue Renner für die "Grüne Hölle"

Im Fokus der Übertragung standen auch zwei neue Fahrzeuge, die 2021 in der Nürburgring Langstrecken-Serie ihre Premiere feiern: der BMW M2 CS und der KTM X-Bow GTX. "Wir haben zusammen mit der VLN den BMW-M2-CS-Cup für die kommenden drei Jahre festgeschrieben", sagt Nico Amende, Vertrieb und Marketing Kundenmotorsport BMW M. "In das Rennfahrzeug sind nicht nur die Erfahrungen aus sieben Jahren M235i- und M240i Racing Cup eingeflossen, sondern auch viele Komponenten aus dem BMW M4 GT4 verbaut."

Michael Teichmann gab einen Ausblick auf den Einsatz des neuen GTX: "Das Fahrzeug setzt neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit und hat 170 PS mehr Leistung als der GT4-X-Bow. Damit ist die Lücke zu den GT3-Fahrzeugen nicht mehr groß."

Adrenalin räumte viele Trophäen ab

Abräumer des Abends war Adrenalin Motorsport. Neben der Meisterschaft gingen auch die Titel in der Produktionswagen-Trophäe, die Klassensieger-Trophäen SP10, V5 und VT2 sowie in den gleichen Klassen auch die Titel in der Team-Trophäe an das Team aus Heusenstamm. "Das Jahr lief aus sportlicher Sicht super", sagt Teamchef Unger. "Wir haben die Herausforderung in der Corona-Saison angenommen und das hat funktioniert."

Adrenalin Motorsport

Adrenalin Motorsport stellte einmal mehr die Gesamtsieger der NLS

Foto: VLN

"Natürlich haben wir uns zu Saisonbeginn viele Gedanken gemacht. Am Ende war es für uns wichtig, überhaupt Rennen fahren zu können. Die Umstände waren auch gar nicht so schlimm, wie einige zunächst befürchtet hatten. Wir sind optimistisch an die Sache herangegangen - man muss nicht immer alles gleich negativ sehen."

Adrenalin Motorsport stellt im dritten Jahr in Folge das Meisterauto. Unger weiter: "Vorne zu sein ist nicht so leicht wie es vielleicht aussieht. Es wird sicher kein Spaziergang, den Titel 2021 erneut zu verteidigen. Manchmal ist es einfacher, zu jagen, als gejagt zu werden."

Die Wartezeit bis zum Saisonauftakt 2021 ist gar nicht so lang: Bereits in 112 Tagen schaltet die Startampel der Nürburgring-Langstrecken-Serie wieder auf grün und holt beim ersten Rennen am 27. März 2021 die Grüne Hölle aus dem Winterschlaf. Eine Woche vorher stimmt der Probe- und Einstelltag (20. März) auf die neue Saison ein.

Mit Bildmaterial von VLN.

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