Peter Hass verkündet: Opel Manta bleibt der NLS 2022 erhalten!

Der Opel Manta mit seinem Fuchsschwanz fährt auch im kommenden Jahr in der NLS: Wie der Plan aussieht und welche Hürden das Kult-Auto nehmen muss

Peter Hass verkündet: Opel Manta bleibt der NLS 2022 erhalten!

"Wir wollen im nächsten Jahr wieder komplett da sein." Dieser Satz dürfte für Jubelstürme bei den Fans der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, ehemals VLN) sorgen. Denn dieser Satz kam aus dem Mund von Peter Hass, der zu den Piloten eines Publikumslieblings auf der Nordschleife gehört: Dem Opel Manta B mit dem legendären Fuchsschwanz.

"Wir machen natürlich weiter", fährt Hass im Rahmen der Jahressiegerehrung der Serie fort. "Wir wissen natürlich nicht, wie die nächste Saison läuft. Wir haben die bekannten Schwierigkeiten in Sachen Material oder was auch immer. Deswegen können wir nicht sagen: 'Wir fahren komplett jedes Rennen.' Es kann sein, dass zwischendrin was ausfällt."

Trotzdem ist der Erhalt des Kult-Autos ein wichtiges Signal für die Langstrecken-Serie in der Eifel. Beim NLS-Engagement soll es jedoch nicht bleiben. "Wir wollen auch das 50. 24-Stunden-Rennen fahren, wenn es geht. Aber erst mal fangen wir die Saison an und dann müssen wir sehen, wie sich die Sache entwickelt", erklärt Hass.

Kostenstruktur missfällt Manta-Besitzer Beckmann

Dabei sah es lange Zeit nicht unbedingt danach aus, als würde der Opel Manta auch im kommenden Jahr auf der Nürburgring-Nordschleife seine Runden drehen. Fahrzeugbesitzer Olaf Beckmann sah die Situation in der Serie gegenüber 'Motorsport-Total.com' als "nach wie vor etwas unbefriedigend" an. Vor Saisonbeginn 2021 äußerte er schon Kritik an der neuen Kostenstruktur der Serie.

In einem Leserbrief an die Kollegen der 'Motorsport aktuell' schrieb Beckmann im Februar: "Die VLN soll scheinbar eine weitere GT3-Serie mit TCR- und Clubsportbeteiligung werden. Dabei stören die 'Kleinen' natürlich. Es entsteht bei mir der Eindruck, dass die VLN den Bezug zur Basis und somit zum 'Breitensport' verloren hat." Deshalb sah er sich auch nach Alternativen um.

Eine dieser Alternativen war die Rundstrecken-Challenge-Nürburgring (RCN), an deren 3-Stunden-Rennen am 30. Oktober der Fuchsschwanz-Manta teilnahm. Das Ziel erreichte man auf der 77. Gesamtposition, in der H3-Klasse wurden Beckmann/Hass Fünfte.

Außerdem konnte der Opel-Youngtimer in diesem Jahr nur fünf von neun Rennen bestreiten. Ein Grund ist die für einen solchen Wagen schwierige Ersatzteilversorgung. "Das Auto muss permanent im Auge behalten werden, das heißt: Olaf fährt jedes Mal nach Hause, dort wird das Auto permanent zerlegt und wieder zusammengesetzt. Viele Teile haben Laufzeit. Das Getriebe muss wieder überholt werden, der Motor auch", so Hass.

Opel Manta 2021 nur bei fünf von neun NLS-Rennen dabei

Und weiter: "Normalerweise haben wir das alles gut im Griff, aber es gibt immer wieder neue, alte Probleme oder Probleme, die an der Strecke auftauchen, durch Unfälle, die natürlich leider nicht auszuschließen sind durch die große Vielfalt, die hier gegeben ist."

Hängen geblieben ist dabei natürlich der Crash beim 24h-Rennen zwischen Manta-Fahrer Jürgen Schulten und Maro Engel im HRT-Mercedes in der Hohenrain-Schikane, der für beide Fahrzeuge das Aus bedeutete. Anschließend verpasste der Opel Manta auch das darauffolgende NLS-Rennen, die 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy.

Erst beim anschließenden Double-Header (61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 10. Juli und 44. RCM DMV Grenzlandrennen am 11. Juli) tauchte der Publikumsliebling wieder in den Starterlisten auf. Die Folgen eines Motorschadens bei NLS6, dem zweiten Lauf des Double-Headers, sorgten dann dafür, dass der Manta erst beim Saisonfinale wieder einsatzbereit war.

Beim Finale, dem 45. DMV Münsterlandpokal, kam es erneut zu einem technisch bedingten, vorzeitigen Ausfall. Danach war für einige Wochen unklar, ob es mit dem Fahrzeug in der Serie weitergehen würde. Nun also die Entwarnung durch Hass. Er blickt nur nach vorn: "Wir gehen mit positiven Gedanken in die Winterzeit und in die neue Saison."

Mit Bildmaterial von Andreas Beil.

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