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Stippler über Mustang GT3: "Stehen da, wo Audi nach einem Jahr war"

Frank Stippler sieht beim Mustang GT3 Fortschritte, aber noch eine Schwäche - Er erkennt Parallelen zum Audi-Projekt 2010 - Fortschritte keine Selbstläufer mehr

Stippler über Mustang GT3: "Stehen da, wo Audi nach einem Jahr war"

Frank Stippler sieht HRT bei der Entwicklungsarbeit mit dem Mustang auf Kurs

Foto: VLN

Das erste Jahr des Ford Mustang GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife neigt sich dem Ende entgegen. Frank Stippler zieht nach den jüngsten Auftritten ein positives Zwischenfazit und fühlt sich an die Entwicklungsarbeit mit dem Audi R8 LMS GT3 erinnert, die ähnlich verlief.

Der Sieg beim achten NLS-Lauf habe zwar gezeigt, dass das Potenzial vorhanden sei, doch im Detail gebe es noch Arbeit. Der eindrucksvolle Auftritt von Max Verstappen hat eine klare Benchmark gesetzt, wohin Ford sich noch entwickeln muss, will man beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2026 ganz vorne mitmischen.

"Alles, was Richtungswechsel und das generelle Handling des Autos angeht, sind wir nicht besonders leichtfüßig und agil", sagt der Audi-Routinier, der im Ford-Projekt eine zentrale Rolle einnimmt, gegenüber Motorsport-Total.com. "Das kann man noch verbessern. Es gibt drei, vier Punkte, die wir noch abarbeiten müssen - das ist ein Deja-vu wie beim Audi vor 15 Jahren."

Vor allem auf der Nordschleife mache sich das fehlende Feintuning stärker bemerkbar als auf konventionellen Rennstrecken. "Da fällt es natürlich mehr auf", so Stippler.

Insgesamt ist das Projekt also auf Kurs, nicht erst seit dem Sieg beim achten NLS-Lauf 2025. Er erkennt klare Fortschritte im Vergleich zum Saisonstart: "Ich glaube, wir haben die Fahrbarkeit hier und da ganz gut verbessert."

"Aber wir sind inzwischen auf einem Niveau, wo man nicht automatisch jedes Mal einen Schritt nach vorne macht. Manchmal sind es zwei Schritte nach vorne, einer zurück. Wir müssen schauen, dass wir in der Entwicklung in der Spur und dann weiter am Ball bleiben."

Der Sieg bei NLS8 war ein Meilenstein für Frank Stippler und Vincent Kolb

Der Sieg bei NLS8 war ein Meilenstein für Frank Stippler und Vincent Kolb

Foto: VLN

Der 57. ADAC Barbarossapreis endet für Stippler und seinen Teamkollegen Vincent Kolb mit einem etwas unerwarteten dritten Platz. Eigentlich war der Ford #6 auf Kurs zum zweiten Platz hinter dem siegreichen Emil-Frey-Ferrari #31 (Verstappen/Lulham), wurde aber letztlich doch nur Dritter hinter den eigenen Teamkollegen.

"Sie haben in der zweiten Rennhälfte ein bisschen aufgeholt. Dann kam Code 60, die wir sehr unglücklich getroffen haben - zusammen mit unterschiedlichen Boxenstopp-Standzeiten. So verlierst du schnell 50 Sekunden in einer Runde. Das hat am Ende den Ausschlag für Platz zwei gegeben", erklärt er.

Sein Teamkollege Vincent Kolb verteidigte in der Schlussphase den dritten Platz gegen einen nachdrückenden Benny Leuchter im AT-Audi: "Das war sensationell, super fair, hat viel Spaß gemacht. Und jetzt mit dem zweiten und dritten Platz hinter Max Verstappen ist das gar nicht so schlecht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag."

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