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VLN: Subvention kleiner NLS-Teams "in der Form nicht mehr zeitgemäß"

VLN-Chef Ralph-Gerald Schlüter äußert sich zu den Nenngelderhöhungen in den kleinen Klassen - Warum es zur prozentual hohen Erhöhung kam

VLN: Subvention kleiner NLS-Teams "in der Form nicht mehr zeitgemäß"

Für Wirbel sorgt in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, ehemals VLN) derzeit eine Nenngelderhöhung für die Saison 2021, die vor allem die kleinsten Klassen trifft. Es geht von 800 auf 1.070 Euro hoch, also um 34 Prozent. Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter der VLN e.V. & Co. oHG, erklärt den Schritt.

"Die allgemeine Nenngelderhöhung um fünf bis sechs Prozent in den meisten Nenngeldkategorien war unumgänglich, um auf der einen Seite die stetig steigenden Kosten für die Ausrichtung der Rennen zu finanzieren", sagt er.

In allen Klassen oberhalb der kleinsten Nenngeldstufe steigen die Nenngelder um fünf bis sechs Prozent. Das ist insbesondere eine Folge der erhöhten Kosten, die die Veranstalter der NLS durch das Hygienekonzept in der COVID-19-Pandemie momentan haben.

Hubschrauberkosten: Gleich ist nicht immer gerecht

Hinzu kommt natürlich der Hubschrauber: "Auf der anderen Seite fließen Teile dessen auch in die Finanzierung eines Helikopters ein, der künftig bei allen Rennen Livebilder aus der Grünen Hölle für unseren Stream liefern wird."

"Dadurch wird die Außendarstellung der Serie deutlich verbessert, weil so in allen Klassen spannende Positionskämpfe über die komplette Streckenlänge eingefangen werden können."

Informationen von 'Motorsport.com' zufolge sorgten die zusätzlichen Kosten durch den Helikopter für zahlreiche Diskussionen hinter den Kulissen. So wollte die VLN ursprünglich die Mehrkosten auf alle Klassen gleichmäßig verteilen. Begründung: Kleine Teams sollen genauso wie die Großen in den Genuss der Luftaufnahmen kommen.

TV-Hubschrauber, TV-Helikopter

Die Kosten für den TV-Hubschrauber wurden neu aufgeteilt

Foto: Motorsport Images

Das hätte allerdings bedeutet, dass die Nenngelder in den kleinen Klassen richtig explodiert wären, in der Spitze mit einem Plus von 56 Prozent. Daher verlegte sich die VLN in Absprache mit der Teamvereinigung ILN darauf, die Kosten doch anteilsmäßig auf die Klassen zu verteilen, sodass die kleinen Klassen nicht prozentual überdurchschnittlich belastet wurden.

Subvention kleiner Klassen reduziert

Trotzdem bekommen die kleinen Teams die prozentual größte Nenngelderhöhung. Das liegt daran, dass ein Privileg wegfällt. Schlüter sagt hierzu: "Im Zuge der allgemeinen Nenngeldanpassung wurde die starke Subvention der kleinsten Nenngeldstufe reduziert, die in der Form nicht mehr zeitgemäß gewesen ist."

"Hieraus ergibt sich eine Erhöhung des Nenngelds von effektiv 270 Euro bei einem 4-Stunden-Rennen. Gemessen an den durchschnittlichen Einsatzkosten eines Fahrzeugs dieser Kategorie, entspricht dies einer Steigerung von rund vier Prozent. Das ist aus unserer Sicht zumutbar."

Auch Teilnehmer haben sich zur Nenngeldsituation geäußert. So schreibt beispielsweise das Team MRC Race World auf seiner Facebook-Seite: "Ein Nenngeld in der neuen Höhe ist international oder auch national, wenn ich nur zu den historischen [Rennen] schaue, völlig normal, und könnte auch angemessen sein!"

Das gelte aber nur, wenn im Nenngeld alle Posten enthalten wären. Das ist aber am Nürburgring mitnichten der Fall. Es kommen zusätzliche Aufschläge zum Beispiel für das GPS-System obendrauf.

"Ich fühle mich einer Drückerkolonne gegenüber, die mich nach und nach zur Zahlung immer neuer Posten zwingt, nachdem ich mich entschieden habe, an einer Veranstaltung teilzunehmen und das notwendige Nenngeld zu zahlen", heißt es in dem Statement weiter. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Nenngeldsituation auf die Starterzahlen auswirken wird.

Mit Bildmaterial von VLN.

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Rennserie VLN
Urheber Heiko Stritzke