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Vorschau

Vorschau NLS2: Start von Max Verstappen offiziell bestätigt

Max Verstappen ist offiziell in der Starterliste für NLS2, der BMW M3 Touring 24h gibt sein Debüt - Und auch sonst hat NLS2 einiges zu bieten

Vorschau NLS2: Start von Max Verstappen offiziell bestätigt

Max Verstappens erstes Rennen im werksunterstützten Mercedes-AMG GT3 steht bevor

Foto: VLN

Nachdem der Saisonauftakt wetterbedingt ins Wasser fiel, ist die Spannung am Nürburgring greifbar: Wenn am kommenden Samstag (21. März) beim 58. ADAC Barbarossapreis endlich die Ampeln auf Grün springen, richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf einen der hochkarätigsten Läufe der letzten Jahre.

Die Zwangspause hat den Hunger der Teams und Fans nur noch weiter angefacht - und das Starterfeld hält für diesen "echten" Saisonstart alles bereit: Von einem Formel-1-Weltmeister im GT3-Boliden über ein virales Fan-Projekt bis hin zu prominenten Quereinsteigern und spektakulären Neuzugängen im Mittelfeld (Komplette Starterliste NLS2).

Für eine gehörige Portion Adrenalin sorgt beim zweiten NLS-Lauf ein Name: Max Verstappen. Der Niederländer feiert am kommenden Samstag seine mit Spannung erwartete Rennpremiere im Mercedes-AMG GT3. Der vierfache Formel-1-Weltmeister greift für das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing ins Lenkrad der Startnummer 3, die im markanten, von Red Bull unterstützten Design an den Start geht.

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Dass Verstappen sich nun mit den erfahrensten Nordschleifen-Haudegen messen kann, ist für ihn ein entscheidender Schritt: "Der Nürburgring ist ein besonderer Ort. Es gibt keine andere Rennstrecke, die ihm gleicht", zeigt sich Verstappen begeistert.

"Vergangenes Jahr habe ich meine Lizenz erhalten und konnte an NLS9 teilnehmen, das wir gewonnen haben. Diese Vorbereitung ist sehr wertvoll, da wir viel gelernt haben, was wir in unser diesjähriges Programm einfließen lassen können. Jetzt geht es darum, alles aus uns herauszuholen."

Verstappens Konkurrenz

Doch der Weg zum prestigeträchtigen Sieg in der Grünen Hölle führt über ein Feld, das vor fahrerischer Qualität und technischer Vielfalt nur so strotzt. Besonders brisant wird das Duell innerhalb des eigenen Lagers: Mit dem Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Ravenol (Startnummer 80) lauert hochkarätige Konkurrenz. Hier greifen mit Fabian Schiller und Maxime Martin zwei der schnellsten Nordschleifen-Spezialisten überhaupt ins Lenkrad, die das Fahrzeug und die tückischen Bedingungen in der Eifel in- und auswendig kennen.

Darüber hinaus muss sich der Niederländer gegen die versammelte Elite der GT3-Welt behaupten. Allen voran die BMW-Abordnung von Rowe Racing, die mit den Startnummern 98 und 99 zwei starke M4 GT3 ins Rennen schickt. Mit Stars wie Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Sheldon van der Linde verfügt das Team über eine Besetzung, die in Sachen Erfahrung und Speed kaum zu schlagen ist.

Ebenso stark ist die Konkurrenz aus Italien einzuschätzen: Das Red Bull Team Abt bringt den Lamborghini Huracan GT3 EVO II (#130) an den Start, pilotiert von einer absoluten Top-Mannschaft rund um den ehemaligen DTM-Champion Mirko Bortolotti, den Nordschleifen-Experten Marco Mapelli und Patric Niederhauser.

Ein absolutes Highlight bei NLS2 ist das Renndebüt des BMW M3 Touring 24H

Ein absolutes Highlight bei NLS2 ist das Renndebüt des BMW M3 Touring 24H

Foto: BMW

Auch die Porsche-Fraktion geht gewohnt angriffslustig in den zweiten Lauf. Falken- und Dunlop Motorsport setzen auf die zwei markanten 911 GT3 R (#17, #44), die unter anderem mit Routinier Nico Menzel und Tim Heinemann besetzt sind und traditionell zu den Favoriten auf den Gesamtsieg zählen.

Die Markenvielfalt an der Spitze wird durch die neuen Aston Martin Vantage von Walkenhorst Motorsport komplettiert, bei denen insbesondere Christian Krognes, der den offiziellen Rundenrekord hält, auf der Startnummer 34 für schnelle Runden gut ist. Hinzu kommen die spektakulären Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams (#64, #65) mit Arjun Maini sowie der Ferrari 296 GT3 von Kondo Racing with Rinaldi.

Nicht zu unterschätzen ist zudem Scherer Sport PHX, die auf bewährte Audi-Power setzen. Für Verstappen bedeutet die Teilnehmerliste Schwerstarbeit: Um hier zu bestehen, muss er sich gegen die Creme de la Creme des internationalen Langstreckensports durchsetzen.

Vom Aprilscherz auf die Nordschleife

Ein absolutes Highlight beim zweiten Saisonlauf der NLS ist das Renndebüt des BMW M3 Touring 24H, der unter dem Motto "You dreamed it, we built it" eine beispiellose Geschichte schreibt. Was im April 2025 noch als viraler Scherz die sozialen Netzwerke flutete, biegt nun als echte Hochleistungs-Rennmaschine auf die Nordschleife ein.

Das Besondere: Die Community hat das Fahrzeug nicht nur herbeigesehnt, sondern sie ziert es auch buchstäblich, da das spezielle Design ausgewählte Original-Kommentare der Fans zeigt. Trotz seiner markanten Kombi-Silhouette verbirgt sich unter der Hülle des von Schubert Motorsport in der Klasse SP-X eingesetzten Exoten reinrassige Technik auf Basis des M4 GT3 Evo.

"Das Fahrzeug ist zwar aus einem Aprilscherz entstanden, aber es ist ein absolut hochklassiges und konkurrenzfähiges Rennauto geworden", verspricht BMW-Werksfahrer Jens Klingmann, der am Samstag gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ugo de Wilde beweisen will, dass dieser Fan-Traum auf dem Asphalt der Grünen Hölle erstklassig funktioniert.

Dass dieses Projekt auch für die Führungsebene eine Herzensangelegenheit ist, unterstreicht BMW-Motorsportchef Andreas Roos: "So etwas hat es bei BMW M Motorsport noch nie gegeben. Ich bin begeistert - und mir sicher, unsere Fans werden es mindestens genauso sein. Ich verspreche allen eine tolle Show."

Wie der Vater, so der Sohn

Wenn Motorsportfans den Namen Scheider hören, werden sie hellhörig - und das aus gutem Grund. Mit Loris Scheider schickt sich bei der NLS2 die nächste Generation an, in die großen Fußstapfen seines Vaters zu treten. Der Sohn des zweifachen DTM-Champions und 24h-Siegers Timo Scheider hat bereits Erfahrung in unterschiedlichen Rennserien gesammelt und wagt nun den nächsten Schritt.

Im BMW M240i Racing von Keeevin Motorsport feiert der 22-Jährige seine NLS-Premiere an der Seite von Maximilian Kurz und Riccardo Petrolo. Scheider ist mittlerweile in der Eifel beheimatet, betreibt zusammen mit seinem Vater unweit des Nürburgrings das Unternehmen "Scheiders Nürburgring" rund um Fahrzeugtuning und Trackumbauten.

"Dadurch bin ich in den letzten eineinhalb Jahren hunderte Runden auf der Nordschleife gefahren bei den Touristenfahrten, Trackdays und auch im Simulator", sagt er. "Jetzt muss endlich die Permit her, damit ich mir irgendwann mit meinem Vater den Traum erfüllen kann, gemeinsam auf der Nordschleife zu fahren. Wir teilen die gleiche Leidenschaft, den gleichen Wahnsinn - das wird ein großes Erlebnis. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf meine Einsätze in der NLS."

Vom Mikrofon ins Rennfahrzeug

Nicht nur bei den Fahrzeugen, auch im Teilnehmerfeld gibt es echte Hingucker: Die Influencerin "Happinessa" startet beim zweiten NLS-Lauf und sorgt für ordentlich Glamour im Fahrerlager.

Influencerin

Influencerin "Happinessa" sorgt für ordentlich Glamour im Fahrerlager

Foto: Alexander Ahrens

Für sie schließt sich am Wochenende ein Kreis, denn bereits von 2019 bis 2021 war sie als Moderatorin für die Langstrecken-Serie am Mikrofon und vor der Kamera aktiv. Inzwischen hat sich die Onlyfans-Athletin längst als Rennfahrerin etabliert und war im vergangenen Jahr als bestplatzierte Dame erfolgreich in der NASCAR Euro Series unterwegs.

Mit ihrem Start in der Eifel wandelt sie auf prominenten Pfaden: Als Playmate des Monats Mai 2025 - unter ihrem bürgerlichen Namen Vanessa Neumann - tritt sie in die direkten Fußstapfen von Jolanda Egger (später Surer), dem Playmate des Jahres 1983, die bereits 1992 die Grüne Hölle im Renntempo bezwang.

"Happinessa" pilotiert einen BMW 325i des Teams rent2Drive-racing rund um David Ackermann und brennt auf ihren Einsatz: "Schon damals als Moderatorin habe ich davon geträumt, selbst auf der Nordschleife Rennen zu fahren. Jetzt wird dieser Traum endlich wahr, und ich kann es kaum erwarten, die Grüne Hölle aus der Cockpit-Perspektive zu erleben."

Aus der Traditionsschmiede in die Grüne Hölle

In der Klasse SP2T bereichert Bitter Motorsport das Starterfeld mit dem Bitter Corsa unter der Startnummer #380. Für Team-Manager Markus Bitter ist der Einsatz auf der Nordschleife beinahe ein Heimspiel, denn hier schrieb bereits sein Onkel Erich in den späten Sechzigern Geschichte mit dem legendären Opel Rekord 1900 "Schwarzen Witwe".

Auch der Bitter Corsa feiert sein Debüt im Renneinsatz in der Grünen Hölle

Auch der Bitter Corsa feiert sein Debüt im Renneinsatz in der Grünen Hölle

Foto: Bitter Motorsport

Die Marke Bitter bleibt auch heute ihrer rebellischen Historie treu und bringt abseits der Rennstrecke der Volumenmarke Opel Dynamik und Sportlichkeit zurück. Den Bitter Corsa fahren in der NLS-Saison 2026 Katharina Lippka, Björn Morhin, Christian Schäffer, Jan Soumagne und Nordschleifen-Experte Volker Strycek.

Tickets für die zweite Veranstaltung der Jubiläumssaison, den 58. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig, kosten 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets und an den Tageskassen erhältlich. Damit geht es auf die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, in die exklusiven Zuschauerbereiche Brünnchen und Pflanzgarten sowie ins Fahrerlager, die Boxengasse und die Startaufstellung.

Um die besten Positionen für die Startaufstellung geht es im Qualifying zwischen 8:30 und 10 Uhr. Der Rennstart für das vier Stunden dauernde Langstreckenrennen ist um 12 Uhr. Der Livestream auf Motorsport-Total.com beginnt um 8:15 Uhr.

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