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Vorschau VLN/NLS3: 165 Autos, davon 33 GT3-Boliden

Beim letzten Lauf zur Nürburgring-Langstrecken-Serie gehen 165 Fahrzeuge an den Start - Zahlreiche Topteams geben ihr Comeback auf der Nürburgring-Nordschleife

Vorschau VLN/NLS3: 165 Autos, davon 33 GT3-Boliden

Qualität und Quantität beim dritten Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken-Serie: Für den 62. ADAC-ACAS-Cup am 1. Mai 2021 haben 165 Fahrzeuge genannt, darunter nicht weniger als 33 GT3-Boliden in der Klasse SP9. Neben 28 Cup-Fahrzeugen von BMW, KTM und Porsche bilden 46 seriennahe Renntourenwagen in den V-Klassen das Fundament der Rennserie.

Provisorische Starterliste VLN/NLS3 2021

Schon Rennen zwei hat gezeigt, dass es in diesem Jahr auch vor dem 24-Stunden-Rennen wenig Ambitionen seitens der Top-Teams gibt, die Performance zu verschleiern. Sich mit einem Sieg auf den Nordschleifen-Klassiker im Juni vorzubereiten, gibt Rückenwind.

So kämpften Manthey-Racing, Phoenix Racing und Frikadelli Racing vor zwei Wochen um den Sieg. Alle drei Teams sind auch diesmal wieder mit von der Partie. Bei Rennen drei sehen sie sich allerdings deutlich erstarkten Konkurrenz gegenüber.

Comeback 1: Zahlreiche SP9-Teams

Die beiden Mercedes-AMG Teams GetSpeed und HRT sind mit je zwei AMG-GT3 in Topbesetzung dabei. Gleiches gilt für Rowe Racing mit zwei BMW M6 GT3 und die FFF Racing Group mit dem Lamborghini Huracan GT3 Evo. Diese vier Teams ließen NLS2 wegen der Terminkollision mit der GT-World-Challenge (GTWC) Europe aus.

Zum ersten Mal 2021 mit dabei ist Land-Motorsport. Das Team aus dem Westerwald feierte im vergangenen Jahr den 25. NLS-Sieg. Am Volant des Audi R8 LMS wechseln sich die drei Nordschleifen-Spezialisten Christopher Mies, Kelvin Van Der Linde und Mattia Drudi ab.

Gleiches gilt für racing one. Mit dem Ferrari 488 GT3 starten Christian Kohlhaas, Stephan Köhler und Mike Jäger in der Am-Kategorie der SP9 und treffen dort unter anderem auf die Sieger von Rennen zwei, Janine Shoffner und Moritz Kranz im dritten GetSpeed-Mercedes.

Das "Who is Who" der GT3-Szene komplettieren Falken Motorsports, KCMG, Rutronik Racing und Huber Motorsport mit Porsche 911 GT3 R. Auf BMW M6 GT3 setzen Schubert Motorsport, Walkenhorst Motorsport und RMG (BMW Junior Team). Vier Ringe auf dem Kühlergrill haben neben Phoenix und Land auch Car Collection Motorsport und die equipe vitesse.

Comeback 2: Glickenhaus

CP Racing bringt einen weiteren Mercedes-AMG GT3 und Wochenspiegel sowie Octane 126 schicken je einen Ferrari 488 GT3 ins Rennen. Letztere werden aufgrund eines Zwischenfalls bei Rennen zwei in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten versetzt.

Neben den GT3-Boliden ist ein weiterer Bolide zum ersten Mal in diesem Jahr am Start. Thomas Mutsch, Felipe Fernandez-Laser und Franck Mailleux pilotieren den SCG 004c von Glickenhaus Racing. Der außergewöhnliche Kleinseriensportwagen des amerikanischen Milliardärs James Glickenhaus wird in der SPX eingestuft, der Klasse für Fahrzeuge mit Sonderzulassung.

Das Team hat sich bei Testfahrten im Süden Europas intensiv auf den Start beim 24h-Rennen vorbereitet. Ob das allerdings reicht, den Platzhirschen in der Grünen Hölle Paroli bieten zu können, bleibt abzuwarten. Erste Anhaltspunkte bietet NLS3.

Comeback 3: Smudo

Zum ersten Mal steigt 2021 Musiker Smudo wieder ins Renncockpit - der Rapper teilt sich den Porsche 911 GT3 Cup von Four Motors mit Tom von Löwis of Menar, Thomas Kiefer und Charles Kauffman. "Ich kann es kaum erwarten, wieder an die Nordschleife zu kommen. Leider nach wie vor ohne Gäste und Fans. Aber wir geben alles für euch. Haltet durch", sagt Smudo.

Das Team bringt zudem zwei weitere Porsche Cayman GT4 in der Klasse für Alternative Treibstoffe an den Start. Die aktuellen Bioconcept-Cars bündeln drei nachhaltige Säulen: ein reraffiniertes High-Performance-Öl, den E20-Hochleistungskraftstoff und Bio-Leichtbauteile, die im Rahmen eines Förderprojekts des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in einer F&E-Kooperation von Porsche und dem Fraunhofer WKI entwickelt wurden.

Mit 19 Fahrzeugen ist die VT2 (VLN-Produktionswagen bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) erneut bärenstark besetzt. Neu in der Klasse mit Fahrzeugen von BMW, Hyundai, Renault und Volkswagen ist der Opel Astra OPC von Jung Motorsport. Lars Füting, Tim Robertz und Herbert Schmidt pilotieren den Renntourenwagen aus Rüsselsheim.

Ebenfalls mit einem guten Nennergebnis glänzen die Klassen Cup3 (Cayman GT4 Trophy, 17 Fahrzeuge), V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum, 14 Fahrzeuge), Cup5 (BMW M2 CS Racing, 11 Fahrzeuge) und SP10 (GT4-Fahrzeuge). Letztere verspricht mit zehn seriennahen Sportwagen von Alpina, Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota viel Spannung im Rennen.

Einziger Wermutstropfen beim 62. ADAC-ACAS-Cup: Zuschauer sind im Fahrerlager und an der Rennstrecke Corona-bedingt nach wie vor nicht zugelassen. Damit die Fans das Rennen jedoch trotzdem genießen können, bringt der Livestream mit Luftaufnahmen aus dem ROWE-Heli, Bildern aus der Schnitzelalm-Fan-Onboard - diesmal verbaut in einem Fahrzeug der Klasse H2. Der Livestream beginnt um 08:15 Uhr und ist auf 'Motorsport.com' zu sehen.

Mit Bildmaterial von VLN.

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