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2026 kein Porsche 963 mehr in der WEC? Proton fehlt Geld für zweites Auto

Proton-Chef Christian Ried bestätigt: Für zwei Porsche 963 fehlt das Geld - Damit könnte Porsche in der WEC-Hypercar-Klasse ganz verschwinden

2026 gar kein Porsche mehr in der WEC? Proton fehlt Geld für zweites Auto

Proton Competition könnte in Bahrain sein letztes WEC-Rennen im Hypercar absolvieren

Foto: FIA FIA

Porsche könnte 2026 vollständig aus der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) verschwinden. Kundenteam Proton Competition hat eingeräumt, dass es nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um ein zweites Fahrzeug einzusetzen - eine Voraussetzung, um unter dem Reglement für 2026 startberechtigt zu bleiben.

Nachdem Porsche im Oktober den Rückzug seines Werksteams Porsche Penske Motorsport aus der WEC verekündigt hatte, war zunächst offen, ob Kundenteams die Lücke schließen könnten. Doch es zeichnet sich ab, dass der Porsche 963 in der höchsten WEC-Klasse kommendes Jahr gar nicht mehr auf der Strecke zu sehen sein könnte.

Proton Competition betreibt seit Mitte 2023 ein Kundenprogramm mit einem 963. Nach dem Wechsel von Jota Sport auf Cadillac war das Team aus Ummendorf das einzige private Porsche-Team in der Hypercar-Kategorie. Da das Reglement jedoch vorschreibt, dass jeder Hersteller mindestens zwei Autos melden muss, wäre das Team gezwungen, seinen Aufwand zu verdoppeln - und genau daran scheitert es derzeit.

"Für uns ist das einfach nicht finanzierbar", sagt Teamchef Christian Ried im Gespräch mit Motorsport.com Global, der englischsprachigen Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Es ist nicht ganz das Doppelte an Kosten, aber es kommt nah dran - und wir haben schlicht nicht das Budget, um zwei Autos zu betreiben."

Zwar besitzt Proton ein zweites Chassis, das 2024 in der IMSA SportsCar Championship zum Einsatz kam. Doch dort wurde das Programm in diesem Jahr bereits reduziert und umfasste nur noch die Langstreckenrennen, bis ein Unfall in Watkins Glen die Saison vorzeitig beendete.

Ob das Team 2026 in der US-Serie weitermacht, ist offen. "Wir haben zwei Autos und werden sehen, was wir damit machen können", so Ried. "Vielleicht machen wir gar nichts und konzentrieren uns auf die anderen Programme."

Damit meint er, dass der Fokus seines Teams künftig klar auf dem Ford-Engagement in der LMGT3 liegen würde, zumal 2026 ein Evo-Upgrade für den Mustang ansteht. "Am Ende war es der richtige Schritt, nach dem Ende der LMGTE-Klasse mit Ford den nächsten Schritt zu machen", sagt er. "Wir konzentrieren uns auf das Ford-Programm mit dem Evo-Paket - das ist für uns im Moment das Wichtigste."

Ob Proton in die Hypercar-Klasse zurückkehrt, bleibt abzuwarten. "Wenn es passiert, passiert es", so Ried nüchtern. "Wenn nicht, dann nicht."

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