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9X8-Nachfolger: Peugeot will neues Fahrzeug für WEC 2027 homologieren

Peugeot plant die Homologation eines neuen Hypercars auf Basis des 9X8, das ab 2027 eingesetzt werden soll - Warum es aber keine komplette Neuentwicklung wird

9X8-Nachfolger: Peugeot will neues Fahrzeug für WEC 2027 homologieren

Peugeot plant nun doch einen Nachfolger für den aktuellen 9X8

Foto: FIA FIA

Peugeot hat am Rande des Saisonauftakts der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Imola angekündigt, nun doch ein neues Hypercar als Nachfolger des aktuellen 9X8 homologieren zu wollen. Noch Ende 2025 hatten die Franzosen betont, sich ausschließlich auf Weiterentwicklungen konzentrieren zu wollen.

Doch während Alpine zum Jahresende den Stecker zieht, hat Peugeot sein WEC-Engagement um drei weitere Jahre verlängert - und will deshalb ein Fahrzeug entwickeln, das auf den Stärken des aktuellen LMH aufbaut, mit dem klaren Ziel, dauerhaft an der Spitze mitzukämpfen.

"Die Regeländerung wird 2030 kommen, aber unsere Priorität war es, für die nächsten drei Jahre Planungssicherheit zu haben - und diese wurde uns gegeben", erklärte Peugeot-CEO Alain Favey bei einem Treffen mit italienischen Journalisten gegenüber Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Wir wollen bis Ende 2029 bleiben, und um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir an der Weiterentwicklung des aktuellen Fahrzeugs arbeiten", betonte der Franzose. "Der Plan ist folgender: Es wird eine neue Homologation geben, die es uns ermöglicht, wettbewerbsfähiger zu sein."

9X8-Nachfolger wird "kein komplett neues Auto"

"Wir starten mit dem aktuellen Auto, das wir gut kennen, also wird es kein komplett neues Fahrzeug sein. Allerdings haben wir alle Joker-Evo-Optionen für den 9X8 ausgeschöpft, sodass wir ein Auto von Grund auf neu homologieren müssen."

Am Peugeot 9X8 ist außer der Lackierung nur die Software neu

Am Peugeot 9X8 ist 2026 außer der Lackierung nur die Software neu

Foto: FIA WEC/DPPI

Heißt im Klartext: Peugeot wird kein vollständig neues Hypercar entwickeln, sondern gezielt Komponenten weiterverwenden, die sich am aktuellen 9X8 bewährt haben. In den kommenden Monaten soll daher ein Testprogramm aufgesetzt werden, um die Einführung des "neuen" Boliden zur Saison 2027 sicherzustellen.

"Wir arbeiten daran und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können", so Favey. "Ich weiß noch nicht, wann wir mit Tests auf die Strecke gehen, aber klar ist: Um rechtzeitig für 2027 bereit zu sein, müssen wir in den nächsten Monaten Testeinsätze einplanen."

Parallel dazu laufen die Gespräche mit dem Automobil-Weltverband FIA und dem Automobile Club de l'Ouest (ACO)weiter. Im Fokus steht eine Überarbeitung des Reglements, die eine einheitliche Plattform oder zumindest eine technische Konvergenz zwischen LMDh und LMH ermöglichen soll.

Garantie für die Zukunft war eine Bedingung

Peugeot-CEO Favey unterstrich zudem, dass die Garantie, in den kommenden drei Jahren mit der neuen Homologation der LMH-Boliden antreten zu können, genau der entscheidende Faktor gewesen sei, um das Engagement zu verlängern und die Ambitionen neu zu entfachen.

"Für uns war entscheidend, einen Drei-Jahres-Plan auf Basis stabiler Regeln zu haben, bevor sich das Reglement ändert", sagte der Franzose. "Ich kann sagen, dass es sich lohnt zu investieren. Was danach passiert, werden wir aus strategischer Sicht bewerten."

"Unser Fokus liegt auf 2027, 2028 und 2029. Die Zukunft wird auch von der Performance des Fahrzeugs in diesen Jahren abhängen. Unser Ziel ist es, konstant unter den Top 4 zu sein. Sollte das nicht gelingen, werden wir prüfen, ob und wie es weitergeht."

Peugeot will WEC-Kapitel "ein glückliches Ende geben"

"Für eine Marke ist es wichtig, eine Geschichte zu haben - und Peugeot möchte nicht ständig in verschiedene Meisterschaften ein- und aussteigen", stellte der Peugeot-Boss klar. "Dieses Jahr markiert das 100-jährige Jubiläum unserer ersten Teilnahme in Le Mans, ein bedeutender Meilenstein, der der Marke zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht."

"Aktuell schreiben wir eine Geschichte mit positiven und negativen Kapiteln. Wir möchten ihr ein glückliches Ende geben, das kann durch starke Leistungen über die gesamte Meisterschaft hinweg und in Le Mans erreicht werden. Die Situation werden wir Ende 2029 bewerten."

"Für Peugeot sind die 24 Stunden von Le Mans zweifellos wichtiger als die Weltmeisterschaft, in der wir dennoch mit vollem Engagement antreten", betonte Favey. "Aber in Frankreich ist dieses Rennen ein riesiges Fest und hat daher eine ganz besondere Bedeutung."

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