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"Alles perfekt umgesetzt": Bamber enthüllt Erfolgsgeheimnis von Cadillac

Earl Bamber erklärt, wie Cadillac und JOTA vom Problemkind zum Siegerteam wurden - Und warum Sao Paulo erst der Anfang war

"Alles perfekt umgesetzt": Bamber enthüllt Erfolgsgeheimnis von Cadillac

Earl Bamber freut sich über die Entwicklung bei Cadillac-JOTA

Foto: FIA FIA

Mit dem historischen Doppelsieg beim 6-Stunden-Rennen von Sao Paulo hat Cadillac-JOTA endgültig den Anschluss an die Spitze der Langstrecken-WM (WEC) geschafft. Das Auto mit der Startnummer 12 von Alex Lynn, Norman Nato und Stoffel Vandoorne holte den ersten Sieg für die Marke in der Hypercar-Klasse, während der Schwesterwagen mit Earl Bamber, Sebastien Bourdais und Jenson Button den zweiten Platz belegte.

"Wir wussten, was der Plan war. Wir hatten auch ein richtig gutes Reifenmanagement, das bisher auf manchen Strecken eine unserer Schwächen war", erklärte Earl Bamber. "Wenn man sich ansieht, wie wir uns über die Saison entwickelt haben: In Katar waren wir ziemlich schnell, in Imola hatten wir noch Probleme.

"Aber als die JOTA-Jungs herausgefunden haben, was wir vom Auto brauchen, sind wir von Rennen zu Rennen stärker geworden - Spa, dann das starke Le-Mans-Wochenende mit beiden Autos in den Top 10 und jetzt Brasilien", erklärt Bamber.

Perfekte Umsetzung der Pläne

Ein Schlüsselfaktor ist die stetige Lernkurve. "COTA wird da der nächste Schritt, wo wir anfangen, das volle Potenzial des Autos Woche für Woche freizuschalten. Alex und ich sind neu zum Team gekommen, und alle wachsen immer mehr zusammen."

"In Brasilien war der Unterschied gar nicht so groß - wir haben einfach alles perfekt umgesetzt. Jeder wusste, was in jedem Stint zu tun ist, und wir hatten ein richtig schnelles Auto. Das macht es natürlich leichter", so Bamber weiter.

Auch die Erfahrung von JOTA spielt eine große Rolle. "Sie kommen aus einer sehr langen Historie in der WEC, nicht nur mit dem Porsche, sondern auch mit der Oreca in LMP2. Ich erinnere mich noch an Le Mans 2017, als wir gegen JOTA um den Sieg gekämpft haben."

Know-how ist wichtig

"Dieses Wissen darüber, wie man in der WEC gewinnt, hebt das ganze Programm. Sie kennen die Meisterschaft, die Regeln und die Mentalität, die es braucht, um erfolgreich zu sein."

Alex Lynn unterstreicht: "JOTA hat eine reiche Historie in der WEC, und genau diese Erfahrung ist in diesem Rennformat entscheidend. Das kann man sich nicht kaufen. Wir profitieren enorm davon, dass JOTA seit Jahren auf diesem Niveau arbeitet."

Ein weiteres Detail: Die Zusammenarbeit innerhalb des Cadillac-Lagers. "Es gab eine große Veränderung im Hintergrund. Jetzt teilen alle Teams ihre Set-ups und Informationen. Cadillac schöpft aus vier Autos permanent Daten und Infos, und das treibt die Performance in WEC und IMSA nach vorn", sagte Bamber.

Reifenmanagement in den Griff bekommen

Der Sieg in Sao Paulo gibt dem Team nicht nur sportlich, sondern auch mental Rückenwind. "Natürlich ist jeder euphorisch. Es gibt viel Druck, und JOTA hat seit 20 Jahren in der WEC immer ein Rennen gewonnen. Sam Hignett war sehr glücklich, dass wir diese Serie fortgesetzt haben. Aber Motorsport bringt einen auch schnell wieder auf den Boden zurück."

"Wir haben im letzten Monat hart gearbeitet, im Simulator gesessen und uns vorbereitet. Auch wenn wir unseren ersten Sieg eingefahren haben - wir wissen, dass die Konkurrenz uns jagt, und wir müssen alles in Ordnung haben, wenn wir nach COTA gehen. Aber klar: Jeder hat ein Lächeln im Gesicht, wir haben ein Sommer-Barbecue gefeiert - und jetzt geht die Arbeit weiter."

Dass gerade das Reifenmanagement eine Schwäche war, hat sich inzwischen geändert. Lynn sagt: "Wir haben das Auto insgesamt verbessert. Wenn das Auto gut ist, hast du normalerweise auch weniger Reifenverschleiß. Das ist manchmal so einfach. Wir haben das Handling im Griff und stellen sicher, dass wir jedes Wochenende ein schnelles Auto haben. Das ist letztlich der Schlüssel."

Bamber blickt optimistisch auf die kommenden Rennen: "Die nächsten Strecken waren für uns schon letztes Jahr gut, Fuji zum Beispiel. Man darf nicht vergessen, dass wir erst 2023 angefangen haben und damit ein junges Programm sind, verglichen mit Toyota oder Porsche. Aber wir lernen jede Woche dazu - und genau das bringt uns Schritt für Schritt nach vorn."

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