Anthony Davidson beendet Motorsport-Karriere nach WEC-Finale in Bahrain

Anthony Davidson ist nach dieser Woche kein aktiver Motorsportler mehr: Trotz einiger Formel-1-Einsätze und Sportwagen-Erfolge gilt seine Karriere als ungekrönt

Anthony Davidson beendet Motorsport-Karriere nach WEC-Finale in Bahrain

Anthony Davidson wird in dieser Woche bei den 8h von Bahrain der WEC das letzte Rennen seiner Karriere bestreiten. Das gab der Brite in einem kurzen Statement auf Twitter bekannt.

"Ein Rennen steht noch aus ... und ich habe beschlossen, dass es auch mein letztes Rennen als professioneller Rennfahrer sein wird. Es war eine unglaubliche und unvergessliche Reise, und ich danke allen, die auf diesem Weg beteiligt waren", schreibt Davidson.

Kurze Formel-1-Karriere für Anthony Davidson

Nach seiner Kart-Zeit stieg Davidson 1999 in die britische Formel-Ford-Winter-Serie auf. Ein Jahr später gewann er den Autosport-Young-Driver-of-the-Year-Award. Sein Debüt in der Formel 1 gab der Brite 2002 beim Großen Preis von Ungarn in Budapest. Davidson ersetzte damals den Malaien Alex Yoong für zwei Rennen im Minardi-Team.

In seiner Karriere kommt Davidson auf insgesamt 24 Grand-Prix-Starts, fast ausschließlich für Hinterbänkler-Teams. Das Aus von Super-Aguri nach dem Barcelona-GP 2008 besiegelte auch Davidsons Zeit in der Königsklasse. Erfolgreicher war er dagegen im Sportwagen.

Anthony Davidson, Takuma Sato

Letzter F1-Einsatz: Anthony Davidson und Takuma Sato in Barcelona 2008

Foto: Motorsport Images

Dort errang Davidson auch den größten Erfolg seiner Karriere: 2014 wurde er zusammen mit Toyota-Teamkollege Sebastien Buemi im Fahrzeug #8 Langstrecken-Weltmeister. Mit vier Siegen und sieben Podiumsplatzierungen in acht Rennen setzten sie sich deutlich gegen das Audi-Trio Andre Lotterer/Marcel Fässler/Benoit Treluyer durch.

LMP1-Erfolge mit Peugeot und Toyota

Vor seiner Zeit bei Toyota war Davidson Teil des Peugeot-Werksteams im LMP1-Sport. Zusammen mit Marc Gene und Alexander Wurz gewann er im Jahr 2010 die 12h Sebring für die Franzosen. Davidson trug dazu bei, dass Peugeot 2010 und 2011 den Intercontinental-Le-Mans-Cup, den Vorgänger der heutigen WEC, für sich entscheiden konnte.

Trotz dieser Erfolge gilt Davidsons Karriere im LMP1 als ungekrönt. Einen Gesamt- und auch einen Klassensieg bei den 24h Le Mans hat er nämlich über all die Jahre verpasst. Davidson kann je einen zweiten und einen dritten Gesamtrang aus 2013 und 2014 vorweisen.

Doch für das oberste Treppchen auf dem Podest reichte es nie. Am nächsten kam Davidson dem großen Erfolg im Jahr 2016. Damals führte sein Toyota bis eingangs der letzten Runde, ehe Kazuki Nakajima auf der Start-Ziel-Geraden ausrollte.

Seit 2018 startet Anthony Davidson, der auch als TV-Experte für die Formel-1-Übertragungen von 'Sky Sport UK' tätig ist, im LMP2-Prototypen. Vor dem WEC-Finale 2021 in Bahrain haben er und seine Teamkollegen Antonio Felix da Costa und Roberto Gonzalez noch theoretische Chancen auf den Titel in der Fahrer- und Team-Wertung.

Mit Bildmaterial von Toyota.

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