Aston Martin prüft erstes großes Upgrade für den Valkyrie AMR-LMH
Aston Martin prüft aktuell, ob man für die Saison 2027 einen Evo-Joker nutzt, um den Valkyrie AMR-LMH konkurrenzfähiger zu machen: Es gibt erste Ideen, ab keinen Plan
Aston Martin plant das erste Update für den Valkyrie AMR-LMH
Foto: Emanuele Clivati | AG Photo
Aston Martin ist seit Anfang 2025 mit dem Valkyrie AMR-LMH in der Langstrecken-WM (WEC) sowie der IMSA SportsCar Championship vertreten. Zwar hat sich der Hypercar dank seines bulligen V12-Motors schnell zum Fanliebling entwickelt, die großen sportlichen Erfolge lassen jedoch weiterhin auf sich warten.
Nun prüfen die Briten offenbar das erste größere Update für die kommende Saison. Ian James, Teamchef des Einsatzteams The Heart of Racing (THOR), verriet rund um den diesjährigen Klassiker in Le Mans, dass Aston Martin einen seiner Evo-Joker nutzen könnte, um einige grundlegende Schwächen des V12-Prototyps auszumerzen.
Denn während sich der Valkyrie sowohl in der WEC als auch in der IMSA bislang als äußerst zuverlässig und standfest erwiesen hat, blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Ein zweiter Platz beim Petit Le Mans im vergangenen Jahr ist bislang der einzige Podestplatz des Fahrzeugs.
"Wir haben Ideen, die uns in den Bereichen helfen werden, in denen wir Schwächen des Autos sehen", erklärte James. Demnach sei sowohl der Wunsch, das Auto zu verbessern, als auch mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erreichte der bestplatzierte Valkyrie den achten Rang.
Teamchef gibt zu: "Wir werden etwas tun müssen"
"Die Entwicklung der Klasse zeigt, dass das ursprüngliche Konzept vielleicht doch nicht ganz so funktioniert hat, wie gedacht - nämlich dass man dasselbe Auto behalten kann und die Performance über das Leistungsfenster begrenzt wird. Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass Ferrari eine ganze Reihe von Änderungen einführt."

Der Aston Martin Valkyrie ist auch in Amerika unterwegs
Foto: Brandon Badraoui / Lumen via Getty Images
"Ich denke, wir werden etwas tun müssen", betont der Teamchef, ohne einen konkreten Plan zu nennen. "Was genau wir tun werden, ist derzeit noch nicht festgelegt, aber wir werden prüfen, welche Schwächen wir beheben können." Aston Martin setzt den Valkyrie in dieser Saison weiterhin unverändert ein.
Zunächst liegt der Fokus jedoch darauf, das Potenzial des bestehenden Pakets vollständig auszuschöpfen, bevor größere Änderungen umgesetzt werden. Abgesehen vom Neueinsteiger Genesis ist Aston Martin nach wie vor der einzige Hersteller, der bislang noch keinen Evo-Joker zur Weiterentwicklung seines Fahrzeugs eingesetzt hat.
"Es gibt einige Dinge, die wir verbessern wollen"
Werksfahrer Ross Gunn erklärte, dass das gesamte Team intensiv daran arbeite, die entscheidenden Verbesserungen für die Performance des Valkyrie im kommenden Jahr zu identifizieren und umzusetzen. "Alles ist in Arbeit. Es gibt einige Dinge, die wir uns anschauen und verbessern wollen", sagte Gunn gegenüber Motorsport.com.
"Als Fahrer versuchen wir lediglich, Rückmeldungen zu den Bereichen zu geben, in denen wir das Auto verbessern können. In der IMSA haben wir auf Stadtkursen und auf welligen Strecken etwas größere Schwierigkeiten. Das könnte ein Bereich sein, auf den wir uns besonders konzentrieren."
"Ein Großteil der Entwicklung wird von Multimatic, Ian [James] und Aston Martin gesteuert. Sie arbeiten intensiv daran, hoffentlich etwas für die Zukunft auf den Weg zu bringen", meint Gunn, der sich den Valkyrie in Le Mans mit Tom Gamble und Harry Tincknell teilte.
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