Reaktion
WEC 8h Bahrain
Bourdais tobt über Button-Strafe in Bahrain: "Bin es einfach leid!"
Sebastien Bourdais schäumt nach der Strafe gegen den Cadillac #38 in Bahrain vor Wut und wirft den Rennkommissaren vor, keine Ahnung vom Racing zu haben
Heiko Stritzke Rachit Thukral
Veröffentlicht: 09.11.2025, 07:12
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Sebastien Bourdais ist richtig sauer über die Strafe gegen sein Auto
Foto: FIA FIA
Sebastien Bourdais ist nach dem Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Bahrain außer sich. Der Franzose, der sich den Cadillac V-Series.R #38 mit Earl Bamber und Jenson Button teilt, kritisiert die Sportkommissare scharf, nachdem das Trio eine 30-sekündige Stop-and-Go-Strafe für den Unfall mit dem AF-Corse-Ferrari #54 (Flohr/Castellacci/Rigon) erhielt, der das Rennen des GT-Teams beendete.
"Ich bin ehrlich gesagt einfach nur die Entscheidungen der Kommissare leid, die offenbar kein Verständnis für Rennsituationen haben", schimpft Bourdais gegenüber Motorsport.com Global, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.
"Das ist extrem frustrierend. Jeder Fahrer im Paddock - ich würde sagen 75 Prozent - ist der Meinung, dass in diesem Fall der GT schuld war. Ich verstehe einfach nicht, wie man da den Prototypen bestrafen kann."
"Ich will einfach mal, dass wir zu dem Punkt kommen und sie mir sagen, was man ihrer Meinung nach hätte tun sollen. Wenn sie ein stichhaltiges Argument haben, dann verstehe ich das. Aber ansonsten tut es mir leid. Es war nur ein Rennunfall, und wir können von Glück reden, dass wir nicht ausgeschieden sind."
Der Zwischenfall ereignete sich, als Button sich im Zweikampf mit dem BMW #20 (Rast/Wittmann/S. van der Linde) befand und im Verkehr auf den GT-Ferrari von Thomas Flohr traf. Button sah eine Lücke links, während Flohr nicht damit rechnete, dass jemand dort vorbeiziehen würde.
"Der Typ hat einfach überreagiert, als der BMW die Nase rechts reingesteckt hat und fährt Jenson ins Auto. Wie kann das bitte unsere Schuld sein?", fragt der ehemalige Formel-1-Pilot rhetorisch. "Die GT-Fahrer haben Rückkameras, sie sehen genau, was hinter ihnen passiert. Und trotzdem fahren sie zu, und am Ende heißt es wieder: der Prototyp war's."
"Dann kann man das Auto auch gleich abstellen"
Besonders erbost zeigt sich Bourdais über die Härte der Strafe: "Es war ja nicht einmal eine normale Durchfahrtsstrafe oder Zehn-Sekunden-Strafe - wir haben eine volle Minute verloren! Da kann man das Auto auch gleich abstellen."
Bis zu diesem Zeitpunkt war die Performance besser als das Ergebnis es hat aussehen lassen: "Ich hatte zwei gute Stints, Earl war stark unterwegs, und auch Jenson hat einen guten Job gemacht. Aber irgendwie stehen wir ständig auf der falschen Seite des Zauns", sagt er. "Die Performance war da, aber es läuft einfach immer gegen uns."
"Wir haben in der ersten Phase die falsche strategische Entscheidung getroffen", gibt Bourdais zu. "Wir hatten Sprit gespart und hätten eigentlich länger draußen bleiben sollen. Aber die Ingenieure haben überreagiert, weil der BMW im Verkehr war, und wir sind zu früh an die Box. Dann tankst du weniger, denkst, du kannst pushen - aber stattdessen musst du wieder Sprit sparen. Damit war das Rennen im Prinzip gelaufen."
Ein Safety-Car hätte helfen können - doch ausgerechnet der Cadillac selbst sorgte mit dem Vorfall für die Neutralisation. "Wir haben auf eine Gelbphase gehofft, aber am Ende waren wir selbst der Auslöser", sagt Bourdais. "Es ist immer das Gleiche - sobald ein Unfall passiert, muss jemand schuldig sein. Und das ist immer der Prototyp. Ich bin es einfach leid."
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