Cassidy erklärt Dreher ins Kiesbett: "Einfach verloren"
Nick Cassidy drehte sich bei seinem Debüt im Peugeot 9X8 ins Kiesbett - Während er den Fehler als ärgerlich beschreibt, bereitet ihm etwas anderes größere Sorgen
Nick Cassidy löste die zweite Safety-Car-Phase mit einem Ausrutscher aus
Foto: Paul Foster
Nick Cassidy erlebte bei seinem Debüt in der Hypercar-Klasse der WEC einen schwierigen Einstand. Der Neuseeländer, der in Imola erstmals für Peugeot am Steuer saß, gestand nach einem Ausritt ins Kiesbett zwar eigene Fehler ein, sieht das Hauptproblem des französischen Herstellers jedoch in der fehlenden Grundschnelligkeit des Autos.
Cassidy übernahm den Peugeot #93 (di Resta/Vandoorne/Cassidy) nach etwas mehr als zwei Rennstunden. Direkt nach der Boxenausfahrt verlor er auf kalten Reifen beim Einlenken in die Tamburello-Schikane das Heck. Nach einem heftigen Gegenpendler landete der Bolide im Kies.
Zwar konnte das Auto geborgen werden und Cassidy das Rennen fortsetzen, doch der Zeitverlust von zwei Runden war nicht mehr aufzuholen.
Gegenüber Motorsport.com Niederlande, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, gibt sich der Peugeot-Pilot im Nachhinein selbstkritisch:
"Ich habe das Auto auf kalten Reifen einfach verloren. Es ist eine blöde Situation, absolut nicht ideal. Aber gleichzeitig bin ich nicht der Erste, dem das passiert ist, und ich werde sicher auch nicht der Letzte sein. So ist es nun mal."
Bereits während des Prologs hatte Marco Sörensen den Aston Martin Valkyrie nach einem ähnlichen Fehler weggeworfen. Cassidy betonte daher, dass er mit diesem Missgeschick in guter Gesellschaft sei, bedauerte jedoch den Zeitpunkt:
"Es ist einfach schade, dass es ausgerechnet in meinem ersten Rennen passiert ist. Ich habe gepusht. Wir waren nicht besonders schnell, also wollte ich alles aus der Situation herausholen und habe es wohl ein bisschen übertrieben."
Nach der Bergung verliefen die restlichen Stints für Cassidy weitgehend reibungslos, auch wenn er durch blaue Flaggen und den Rückstand kaum noch in direkte Zweikämpfe verwickelt war. Die Pace des 9X8 bereitet ihm jedoch Sorgen.
"Um ehrlich zu sein: Wir brauchen schlichtweg mehr Performance, wenn wir gegen die anderen kämpfen wollen", bilanziert er nüchtern. Wenn die Basis des Autos stimme, würde der Rest von ganz allein kommen.
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