Dani Juncadella muss 5.000 Euro Strafe für Stinkefinger zahlen
Ein hitziges Duell zwischen Dani Juncadella und Augusto Farfus in Bahrain endet mit einer Geldstrafe wegen einer eindeutigen Geste
Daniel Juncadella rastete im Duell mit Augusto Farfus aus
Foto: FIA FIA
Die Sportkommissare der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) haben Dani Juncadella nach dem Saisonfinale in Bahrain zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Der Spanier hatte seinem BMW-Rivalen Augusto Farfus während des Rennens den Mittelfinger gezeigt - ein Verhalten, das die Offiziellen als "unangemessen" einstuften.
Juncadella und Farfus lieferten sich in der LMGT3-Klasse ein langes Duell um Platz fünf, bei dem es in Kurve 10 auch zu einer Berührung kam, als der Corvette-Pilot versuchte, vorbeizugehen. In der siebten Rennstunde gelang ihm schließlich in Kurve 11 das Überholmanöver - doch der 33-Jährige machte dabei deutlich, was er von der harten Verteidigung des Brasilianers hielt, indem er ihm den Mittelfinger zeigte.
Die Rennleitung wertete die Geste als Verstoß gegen Artikel 12.2.1.l des Internationalen Sportgesetzes. Sie verhängte eine sofort fällige Geldstrafe von 1.000 Euro sowie weitere 4.000 Euro auf Bewährung - unter der Bedingung, dass Juncadella in Zukunft keinen ähnlichen Verstoß begeht.
In der Urteilsbegründung heißt es: "Nach Sichtung der Videoaufnahmen stellten die Kommissare fest, dass der Fahrer des Autos #33 beim Herausbeschleunigen aus Kurve 11 eine unangemessene Handgeste (Mittelfinger) in Richtung des Fahrers des Autos #31 zeigte."
"Nach eingehender Prüfung kamen die Kommissare zu dem Schluss, dass ein solches Verhalten unhöflich, respektlos und im Motorsport völlig unangemessen ist. Daher wurde die oben genannte Strafe ausgesprochen."
Es ist lustigerweise schon der zweite Mittelfinger eines Corvette-Piloten der Saison in Richtung Farfus erinnert an die 24 Stunden von Daytona im Januar, als Farfus bereits mit Corvette-Fahrer Tommy Milner aneinandergeraten war.
Juncadella, der im kommenden Jahr in die Hypercar-Klasse mit Genesis aufsteigen wird, belegte im Rennen Rang sechs in der TF-Sport-Corvette #33 (Keating/Edgar/Juncadella), die er sich mit Jonny Edgar und Ben Keating teilt.
In einer separaten Entscheidung erhielt Juncadella zudem eine Verwarnung für die Kollision mit Farfus in Kurve 10. Die Kommissare stellten fest, dass "Fahrzeug #33 während des Manövers nie vollständig neben Fahrzeug #31 war. Allerdings verschaffte sich Fahrzeug #33 dadurch keinen dauerhaften Vorteil." Farfus, Yasser Shahin und Timur Boguslawski beendeten das Rennen im WRT-BMW #31 auf Platz sieben.
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