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WEC 1000 Meilen Sebring

Endlich ruhig schlafen: Gewissheit für Toyota nach Sebring

Toyota hat mit dem Sieg bei den 1.000 Meilen von Sebring gezeigt, über den der Titel führt - Dennoch mahnen alle Fahrer, dass die Konkurrenz nur stärker wird

Endlich ruhig schlafen: Gewissheit für Toyota nach Sebring

Egal wie gut man vorbereitet ist, der Moment der Wahrheit kommt immer. Vor allem, wenn der Gegner Ferrari heißt, die im Rennen gerne mal wie von Geisterhand plötzlich viel schneller sind als bei den Testfahrten zuvor. Doch nach den 1.000 Meilen von Sebring 2023 ist klar: Auch in der neuen WEC-Ära ist Toyota Gazoo Racing das Team, das es zu schlagen gilt.

Alle Trainings- und Testbestzeiten waren schön und gut, doch die Karten wurden im ersten Stint auf den Tisch gelegt. Ferrari schien das Tempo mitgehen zu können, aber Toyota gewann an Selbstvertrauen, wie Mike Conway vom Siegerauto mit der Startnummer 7 erklärt.

"In den ersten Stints ging es nur um das Reifenmanagement und darum, die Doppelstints zu meistern und zu sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen", so der 39-jährige Brite. "Das lief sehr gut - vor allem, weil wir die Pace hatten, als es darum ging, die Reifen zu schonen. Das hat uns den Vorteil gebracht. Conway widmete den Sieg seinem Vater, der vor genau einem Jahr verstorben ist.

Teamkollege und Teampräsident Kamui Kobayashi bestätigt die Anspannung vor dem Rennen: "Als ich in der Startaufstellung stand, konnte ich sehen, wie viel mehr hier los war als im vergangenen Jahr."

"In dieser Atmosphäre sind die Leute automatisch angespannter, und mit einem Hersteller wie Ferrari in der Königsklasse ist das eine ganz andere Welt. Die WEC hat eine große Zukunft vor sich. Aber wir sind immer noch wettbewerbsfähig. Das können sich [unsere Jungs in] Japan ans Revers heften."

Die Überlegenheit von Toyota zeigte sich, als Ferrari mit der Entscheidung für einen frühen Boxenstopp in eine Kette negativer Ereignisse geriet. Aber auch vom reinen Speed her hatte Toyota die Nase leicht vorn.

Genugtuung für Lopez

Für Jose Maria Lopez war es ein besonderer Sieg. Der Argentinier hatte sein Team im Vorjahr mit einem Fehler beim Überrunden und dem daraus resultierenden schweren Unfall im Stich gelassen. Und auch 2023 setzte er den Toyota GR010 Hybrid im dritten Freien Training in der Sunset Bend in die Reifenstapel.

Toyota schonte zu Beginn im Duell mit Ferrari die Reifen

Toyota schonte zu Beginn im Duell mit Ferrari die Reifen

Foto: Motorsport Images

"Das war nicht einfach für mich, denn ich war zuletzt nicht gut für meine beiden Teamkollegen", sagt der Tourenwagen- und Langstrecken-Weltmeister. "Aber ich habe an uns geglaubt. Heute hatten wir ein siegfähiges Auto."

"In den ersten Runden war es nicht einfach, das Vertrauen zurückzugewinnen und einen Rhythmus zu finden. Ich habe einige Runden gebraucht, um den Unfall auszublenden. Es war nicht einfach, aber wir hatten ein gutes Auto. Es ist jetzt ein ganz anderes Spiel [mit mehr Konkurrenz]. Wir sind stolz, Teil dieser neuen, modernen Ära des Langstreckensports zu sein."

Die Frage war nur, welcher Toyota das Rennen gewinnen würde. Kobayashi sorgte im vorletzten Stint für die Entscheidung, als er einen Vorsprung von bis zu 23 Sekunden herausfuhr. Damit war die Entscheidung gefallen, Toyota brachte am Ende beide Autos für ein Fotofinish zusammen.

Auch bei der #8 überwog die Freude über die gelungene Bewährungsprobe. Sebastien Buemi: "Natürlich freue ich mich für das Team, mit einem Doppelsieg und einer so starken Leistung in die Saison zu starten. Jeder Fahrer will gewinnen, aber bei zwei Autos im Team kann es nur einen Sieger geben. Im Vergleich zur Konkurrenz sind wir in einer sehr starken Position."

Die #8 musste zweimal hintereinander unter Full Course Yellow an die Box. Zwar war der Toyota schon in der Boxengasse, bevor FCY ausgerufen wurde. In der WEC ist diese aber bereits geschlossen, wenn die FCY ausgerufen wird. Deshalb war nur ein "Emergency Service" möglich, also ein kurzer Tankstopp.

Ruhig schlafen? Nicht für lange

Toyota Gazoo Racing Europe kann nun etwas ruhiger schlafen, aber alle wissen, dass der Vorsprung auf die Konkurrenz, die sich in einer wesentlich steileren Lernkurve befindet, sicher nie mehr so groß sein wird wie in Sebring.

"Das ist nur der erste Schritt in einer schwierigen Saison", warnt Buemi. Teamkollege Ryo Hirakawa ergänzt: "Wir sind gut in Form, aber unsere Konkurrenten werden sich weiter verbessern, deshalb müssen wir dranbleiben."

Und Kamui Kobayashi sieht sogar "eine gewaltige Herausforderung in dieser Saison, weshalb wir noch stärker werden und noch härter kämpfen müssen. Wir dürfen die anderen Hersteller auf keinen Fall unterschätzen. Das wird eine sehr spannende Meisterschaft. Ich freue mich, ein Teil davon zu sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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