Fabio Scherer: Trotz Fußverletzung und Funkproblemen zum LMP2-Sieg
Fabio Scherer, der für Inter Europol in der LMP2-Klasse am Start war, erlebte ein schwieriges Rennen - und feierte trotz Fußverletzung und Funkausfall den Sieg
Fabio Scherer, der bei den diesjährigen 24h von Le Mans gemeinsam mit Albert Costa und Jakub Smiechowski den Inter-Europol-Oreca #34 pilotierte, kämpfte nach dem Rennen mit den Tränen: Erst fuhr ihm beim Boxenstopp am Samstagabend die Corvette über den Fuß, dann war der Schweizer in der Schlussphase auf sich allein gestellt - denn der Funkkontakt zum Team brach ab. Dennoch feierte das Trio den LMP2-Klassensieg.
"Das ist der tollste Tag", schluchzte Scherer nach dem Rennen. "Es ist unglaublich, es war ein harter Kampf bis zur letzten Sekunde im Ziel. Es ist ein toller Erfolg für ein kleines Privatteam, etwas Besseres gibt es gar nicht."
Dabei begann das Rennen alles andere als vielversprechend, denn beim Boxenstopp am Samstagabend passierte ein unglückliches Missgeschick. "Die Corvette ist über meinen Fuß gefahren", berichtet der 23-Jährige, der anschließend nur noch unter größten Schmerzen laufen konnte. "Ich habe gar nicht gewusst, ob ich heute überhaupt fahren kann."
Funkprobleme in der Schlussphase
Auf einen Besuch beim Arzt verzichtete Scherer jedoch. "Ich wollte unbedingt fahren, egal was ist", war der 23-Jährige kämpferisch. "Das war sicher nicht gut, allerdings habe ich beim Fahren vor lauter Adrenalin nichts gemerkt." Erst beim Aussteigen kamen die Schmerzen. "Morgen kann ich wahrscheinlich nicht mehr laufen, aber das ist egal."
In der Schlussphase des Rennens brach aufgrund von technischen Problemen auch noch der Funkkontakt zum Team ab, weshalb Scherer auf sich allein gestellt war. "Das hat sicher nicht geholfen", so Scherer. "Aber am Ende musste ich einfach Vollgas geben. Ich habe gekämpft, weil ich nicht wusste, wo der Zweitplatzierte ist."
Fabio Scherer siegte gemeinsam mit Albert Costa und Jakub Smiechowski Foto: Motorsport Images
Weil das Team versuchte, Scherer mit selbstgebauten Boxentafeln zu informieren, gab es eine weitere Verwarnung. Das änderte aber nichts daran, dass der Schweizer den LMP2-Klassensieg für Inter Europol ins Ziel rettete. "Sowas wie heute, das bleibt für immer", jubelt Scherer. "Und das muss man feiern."
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.