Hypercar-BoP: FIA verpasst Teams und Fahrern Maulkorb!

Um Diskussionen über die Balance of Performance der Hypercar-Klasse zu vermeiden, hat die FIA Einflussnahme durch die Teilnehmer per Reglement verboten

Hypercar-BoP: FIA verpasst Teams und Fahrern Maulkorb!
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Mit der Einführung der LMDh-Fahrzeuge wird in der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2023 eine Balance of Performance (BoP) zur Anwendung kommen, um die unterschiedlichen Konzepte der LMH- und LMDh-Autos in der Leistung auf der Rennstrecke anzugleichen.

Der Blick in den GT-Sport, wo eine BoP seit Jahren Gang und Gäbe ist, zeigt, dass diese immer wieder Anlass für Diskussionen und Beschwerden der beteiligten Hersteller, Teams und Fahrer ist.

Dies stünde auch in der Hypercar-Klasse zu befürchten, insbesondere da es hier um Gesamtsiege bei Rennen oder in der WM geht. Damit es nicht so weit kommt, hat der Automobil-Weltverband FIA zu einem ebenso überraschenden wie simplen Mittel gegriffen, und entsprechende Diskussionen per Reglement verboten!

In Artikel 6.3.1 des Sportlichen Reglements für die WEC 2023, welches am Mittwoch vom Motorsport-Weltrat bei seiner Sitzung in Bologna beschlossen wurde, heißt es wörtlich:

"Hersteller, Wettbewerber, Fahrer und alle Personen oder Einrichtungen, die mit Teilnehmern in Verbindung stehen, dürfen nicht versuchen, die Festlegung der BoP zu beeinflussen oder die Ergebnisse zu kommentieren, insbesondere insbesondere durch öffentliche Erklärungen, in den Medien und in sozialen Netzwerken."

"Jede Zuwiderhandlung gegen die oben genannten Grundsätze wird durch die Sportkommissare zu jedem Zeitpunkt während des Wettbewerbs, einschließlich nach dem Rennen, geahndet."

Wie genau diese Regelung umgesetzt werden soll, und was als Äußerung angesehen wird, welche "die Festlegung der BoP beeinflusst, muss sich in der Praxis zeigen.

Mit Bildmaterial von Andreas Beil.

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