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Jenson Buttons Debüt im Le-Mans-NASCAR: "Seine Augen waren so groß"

In Daytona saß Jenson Button erstmals im umgebauten Next-Gen-Camaro für die 24h Le Mans 2023: NASCAR-Legende Jimmie Johnson schildert seine Eindrücke

Jenson Buttons Debüt im Le-Mans-NASCAR: "Seine Augen waren so groß"

Das Garage-56-NASCAR-Projekt zählt zweifellos zu den spannendsten Projekten der letzten Jahre bei den 24h von Le Mans. Mit einem umgebauten Next-Gen-Camaro ZL1 treten Jenson Button, Mike Rockenfeller und Jimmie Johnson in diesem Jahr gemeinsam beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe an.

Mittlerweile ist das Fahrzeug so weit entwickelt, dass Dauertests möglich sind. Nach den 24h von Daytona testete das Team dort und konnte bereits einen ersten 12-Stunden-Simulationsrun absolvieren. Dabei saß auch Formel-1-Weltmeister Button zum ersten Mal im Auto. Rockenfeller und Johnson saßen bereits bei früheren Tests am Steuer.

"Es war toll zu sehen, wie Jenson zum ersten Mal aus dem Auto gestiegen ist. Er war eine Weile sprachlos und seine Augen waren so groß. Wie kann das Auto so viel Leistung und so wenig Grip haben? Und ich sagte: 'Willkommen in der NASCAR. Darum geht es hier'", lacht Johnson. "Es ist eine lustige Gruppe von Leuten, mit denen man zusammen sein kann."

Jenson Button war "immer noch zwei Schritte drüber"

Button kennt Rennwagen mit Dach und wenig aerodynamischem Abtrieb zwar aus seiner Zeit in der Super-GT-Serie, doch ein NASCAR-Auto kommt einem Kulturschock gleich. "Jeder ist anders in dem, was er spürt und fühlt und worauf er sich konzentriert. Wenn man dann sieht, wie Jenson sich entwickelt ...", bemerkt Johnson.

"Er ist noch nie ein solches Auto gefahren. Das waren immer Formel-Autos." Aber: "Am Ende hatten wir ein gutes Gefühl für das Potenzial und die Fähigkeiten des Autos. Ich glaube, selbst als er sich zurückfallen ließ, war er immer noch zwei Schritte über dem, was das Auto konnte. Als wir ihn wieder ins richtige Fenster gesetzt haben, dachte er: 'Oh, das ist der Unterschied.'"

 NASCAR Studios

Mike Rockenfeller

Foto: Zack Albert

Unterstützung erhält das Trio Button/Rockenfeller/Johnson von Jordan Taylor, der in diesem Jahr als Corvette-Werksfahrer in der IMSA-WeatherTech-SportsCar-Championship an den Start geht. Taylor liefert wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung. Er sei es gewesen, so Taylor, der bei den Testfahrten einige neue Aspekte aufgeworfen habe.

Die ersten Testfahrten des mit einem Hybridantrieb ausgestatteten Chevrolet fanden im November auf dem Virginia International Raceway statt. Demnächst soll ein 24-Stunden-Ausdauertest in Sebring folgen. Hinter dem Projekt stehen die NASCAR-Serie, der Le-Mans-Ausrichter ACO und das Team Hendrick Motorsports.

Mit Bildmaterial von Zack Albert.

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