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Jetzt doch: Toyota mit unterschiedlichem Erfolgsballast in Bahrain

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Jetzt doch: Toyota mit unterschiedlichem Erfolgsballast in Bahrain
Autor:
Co-Autor: Gary Watkins
03.12.2019, 08:37

Die WEC überrascht beim Erfolgsballast erneut: Eine Regel, die nie publiziert wurde, sorgt nun doch für unterschiedliche Einbremsungen bei Toyota

Die Publikationen des Erfolgsballasts der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) hören nicht auf, für Überraschungen zu sorgen. Bei den 8 Stunden von Bahrain 2019 werden die beiden Toyotas wider Erwarten mit unterschiedlichem Ballast an den Start gehen.

Die Tabellenführer Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley bekommen wie vorausberechnet den Maximalballast von 2,72 Sekunden pro Runde für 40 Punkte Vorsprung auf den letztplatzierten LMP1 in der Gesamtwertung.

Eigentlich war man davon ausgegangen, dass auch der Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez mit dieser Hypothek an den Start gehen würde, weil dieser ebenfalls mehr als 40 Punkte Vorsprung auf das letztplatzierte LMP1-Fahrzeug in der Weltmeisterschaft hat. Überraschenderweise weist das offizielle Dokument jedoch nur 2,51 Sekunden pro Runde als Einbremsung aus.

Wie kann das sein? Die Lösung liegt in einer Regelung, die weder im Sportlichen Reglement der WEC zu finden ist, noch jemals seitens der FIA oder des ACO kommuniziert wurde: Übersteigt der Abstand des Tabellenführers zum letzten LMP1 in Wertung die maximale Marke von 40 Punkten, gilt nicht mehr der letzte LMP1 der Tabelle als Referenzfahrzeug.

Veränderungen beim Ballast auch für LMP1-Privatiers

Stattdessen wird ein neues, virtuelles Referenzfahrzeug herangezogen, das genau 40 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat. Das bedeutet, dass der Toyota #8 weiter mit dem Maximalballast ausrückt, der Toyota #7 jedoch nur 37 Punkte Vorsprung auf das virtuelle Referenzfahrzeug hat.

Das hat auch massive Auswirkungen auf den Ballast der privaten LMP1: Der Rebellion #1 erhält eine Einbremsung von 1,36 Sekunden pro Bahrain-Runde statt der erwarteten 2,0 Sekunden. Das liegt daran, dass der Vorsprung auf das virtuelle Referenzfahrzeug nur 20 Punkte beträgt und die 30,5 Punkte auf den Ginetta #6 gegenstandslos sind.

Bruno Senna, Gustavo Menezes, Norman Nato

Rebellion Racing tut der Sieg nicht so sehr weh wie befürchtet

Foto: LAT

Überraschenderweise soll die Einbremsung weiter rein über das Gewicht erfolgen. Der Rebellion R13 käme damit auf 882 Kilogramm. Und das, obwohl es ursprünglich hieß, dass die Fahrzeuge nicht schwerer als 870 Kilogramm werden sollten und der Rest über Benzindurchfluss geregelt werden würde. Allerdings stand in jenem Dokument auch noch der Koeffizient von 0,008 Sekunden drin.

Der LNT-Ginetta #5 wird damit auch nur um 0,24 Sekunden eingebremst statt der erwarteten 1,02 Sekunden. Für die #6 gibt es allerdings keine "negative Einbremsung", weil man Rückstand auf das virtuelle Referenzfahrzeug hätte. Es bleibt beim Nullballast.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie WEC
Urheber Heiko Stritzke