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Katerstimmung bei Alpine: Abstand zu Toyota größer als gedacht

Alpine lag beim WEC-Lauf im japanischen Fuji zwei Runden hinter Toyota - Nach einer bisher guten Saison macht sich Ernüchterung breit

Katerstimmung bei Alpine: Abstand zu Toyota größer als gedacht

Alpine hat mit dem eigentlich ausrangierten LMP1-Boliden die Chance, den Titel in der Langstrecken-WM (WEC) zu holen. Für die beste Ausgangslage in Bahrain hätten die Franzosen beim Lauf im japanischen Fuji die Lokalmatadoren von Toyota schlagen müssen. Ein Hammer in der Balance-of-Performance (BoP) warf das Alpine-Team aber weit zurück, weshalb es am Ende zwei Runden Rückstand auf die Japaner mit den Hypercars hatte.

Nicolas Lapierre ist dementsprechend bedient und enttäuscht, dass die Änderung an der BoP das Pendel in Fuji so deutlich in eine Richtung hat ausschlagen lassen. Andre Negrao und Matthieu Vaxiviere, die sich das Auto mit dem Franzosen teilen, sind ebenfalls niedergeschlagen, da eigentlich nur Platz drei möglich gewesen ist.

Der wurde auch erreicht, dennoch steckt die Enttäuschung bei Lapierre tief in den Knochen: "Wir haben das Ergebnis erwartet, aber wir haben nicht erwartet, so einen großen Rückstand zu haben. Wir sind enttäuscht, so weit weg gewesen zu sein", erklärt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Zwei Runden sind für ein 6-Stunden-Rennen eine Menge."

Auch strategisch gab es für Alpine nichts zu holen, da es mit zwei Gelbphasen keine unerwarteten Situationen gab. "Wir hatten viel weniger Sprit als Toyota und deshalb haben sich uns nicht viele Fenster geöffnet. Wir haben versucht, zu überleben und Schadensbegrenzung im Titelkampf zu betreiben." Selbst Toyotas Technikchef Pascal Vasselon war von der großen Lücke zwischen Toyota und Alpine überrascht.

"Die BoP regelt die pure Leistung und da waren alle Autos recht dicht beieinander", meint Vasselon. "Zwei Runden sind mehr, als wir erwartet hatten. Unsere Fahrer waren aber viel konstanter im Verkehr und auf den Reifen. Wir hatten zudem einen Boxenstopp weniger, das hatten wir von Beginn an antizipiert. Diese sechs Stints haben sich am Ende ausgezahlt."

Mit Platz drei liegt Alpine vor dem WEC-Finale in Bahrain jetzt punktgleich mit dem Toyota von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa auf Platz eins. Lapierre sieht die Japaner als Favoriten an, wenn das Acht-Stunden-Rennen in der Wüste freigegeben wird. Dennoch wolle Alpine alles geben, um seine Chancen im Meisterschaftskampf zu wahren.

"Bahrain ist eine Strecke, die besser zu Toyota passt, da es dort viele lange Geraden gibt, aber noch ist alles offen", sagt der Franzose. "Solange wir eine Chance haben, werden wir unser Bestes geben. Wir wissen, dass Toyota der Favorit ist, denn so war es schon die ganze Saison über. Wir haben aber eine Chance und wir sind punktgleich. Wir werden es versuchen und um den Titel kämpfen."

Mit Bildmaterial von Marc Fleury.

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