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WEC

Kristensen adelt Alonso und prophezeit: "Wird Saison fahren"

Wie "Mr. Le Mans" Tom Kristensen Fernando Alonso Siegs bei der Premiere einschätzt und wie er die weiteren Karrieremöglichkeiten des Formel-1-Stars sieht

Sven Haidinger

Bearbeitet: 18.06.2018, 12:57

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Overall podium: winner Fernando Alonso, Toyota Gazoo Racing

Ritterschlag für Fernando Alonso: Sogar "Mr. Le Mans" Tom Kristensen lobt die Leistung des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters bei seinem Sieg mit Toyota an der Sarthe. "Alonso ist gekommen und hat gemeinsam mit seinen Teamkollegen Le Mans erobert", sagt der Däne, der den 24-Stunden-Klassiker neun Mal gewonnen hat, gegenüber 'Eurosport'. "Wie wir alle gesehen haben, hat er keinen einzigen Fehler gemacht."

Kristensen glaubt, dass der Spanier bei seiner Premiere in Le Mans Blut geleckt hat: "Ich glaube, er sieht auch eine Chance, Langstrecken-Weltmeister zu werden, was bedeuten würde, dass er bis zur kommenden Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans weiterfahren wird."

Das würde bedeuten, dass Alonso, der derzeit nach Siegen in Spa und Le Mans in der WEC-Gesamtwertung mit 20 Punkten Vorsprung auf seine Kollegen im Toyota mit der Nummer 7 führt, aller verbleibenden Rennen der Super-Season fahren muss, die erst in einem Jahr in Le Mans endet. Eigentlich war angedacht gewesen, dass der hauptberuflich in der Formel 1 bei McLaren beschäftigte Spanier auch in Silverstone, Fuji und Schanghai an den Start gehen wird. Alles Weitere ist noch nicht entschieden.

Fährt Alonso auch 2019 WEC und Le Mans?

Nächstes Jahr stehen aber neben Le Mans auch noch die Rennen in Sebring und Spa auf dem Programm. Man darf gespannt sein, ob es beim USA-Gastspiel am 15. März zu einer Terminkollision mit der Formel 1 kommen wird - und ob Alonso 2019 überhaupt noch im Grand-Prix-Sport starten wird.

"Ich würde nicht prognostizieren, dass er in der Formel 1 aufhört", will sich Kristensen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. "Ich prognostiziere aber, dass er ganz sicher beim Indy 500 ein Comeback geben wird, vielleicht sogar die ganze Saison fahren wird."

Hintergrund ist, dass der 36-Jährige das Triple ins Visier genommen hat, also Siege beim Monaco-Grand-Prix, bei den 24 Stunden von Le Mans und bei den 500 Meilen von Indianapolis. Das hat bislang nur Formel-1-Legende Graham Hill geschafft. Alonso ist mit seinem Le-Mans-Sieg mit Juan Pablo Montoya gleichgezogen, der ebenfalls zwei Drittel der Aufgabe erfüllt hat und bei seiner Premiere an der Sarthe nach einem Ausrutscher Fünfter wurde.

Kristensen lebte mit Nakajima mit

Das große Ziel erreicht hat hingegen Toyota: Die Japaner holten endlich im 20. Anlauf endlich ihren ersten Sieg in Le Mans, womit man den Fluch besiegt hat. "Das ist eine immense Leistung, und sie sind sehr stolz, aber auch sehr erleichtert", gibt Kristensen einen Stimmungsbericht von Toyota ab. "Sie sind dem Sieg oft nahe gekommen. Wir brauchen uns nur an das Rennen vor zwei Jahren erinnern, als Kazuki Nakajima eine Runde vor dem Ziel ausgeschieden ist."

Der Rekordsieger fühlte mit seinem ehemaligen Rivalen aus Japan mit: "Es bis ins Ziel geschafft zu haben, und dann diese Schritte auf das oberste Podest zu machen - das muss ihm nach so einer langen Durststrecke ein fantastisches Gefühl gegeben haben." Auch wenn die Japaner keine direkte Konkurrenz zu befürchten hatten. "Sie haben sich aber auf einem sehr hohen Niveau präsentiert", wirft Kristensen sein. "Die Autos waren ausgeglichen, und es war ein starker Kampf."

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