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Neuer Goodyear-Reifen bringt Lexus ersten WEC-Klassensieg

Teamchef Jerome Policand erklärt: Deshalb war Interlagos unsere große Chance - Denn dies war das Rennen, auf das ASP lange hingearbeitet hat

Neuer Goodyear-Reifen bringt Lexus ersten WEC-Klassensieg

Clemens Schmid, Petru Umbrarescu und Jose Maria Lopez bescherten dem Lexus RC F den ersten WEC-Sieg

Foto: FIA FIA

Erfolg mit Ansage: Auto Sport Promotion (ASP) nutzte beim WEC-Rennen in Sao Paulo die Einführung des neuen Hard-Reifens von LMGT3-Ausrüster Goodyear, um mit dem Lexus RC F LMGT3 den lang ersehnten ersten Klassensieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) einzufahren.

Teamchef Jerome Policand gibt nun Einblicke, warum dieser Triumph in Brasilien kein Zufall war - sondern das Ergebnis gezielter Vorbereitung. "Ich habe dieses Rennen als unsere große Chance gesehen", sagt Policand gegenüber Motorsport.com Global, der englischsprachigen Schwesterplattform von Motorsport-total.com im Motorsport Network, rückblickend auf das Wochenende in Interlagos.

Der neue harte Goodyear-Reifen sei von Beginn an als möglicher Gamechanger identifiziert worden: "Wir wussten, dass Goodyear ihn zum ersten Mal bringen würde. Und darauf haben wir uns vorbereitet - schon seit letztem November."

Vier Testtage mit dem neuen Reifen

ASP testete die neue Gummimischung erstmals beim Rookie-Test nach dem WEC-Finale 2024 in Bahrain, anschließend folgten je zwei Testtage in Katar und Spa. Dabei setzte das Team bewusst auf einen direkten Vergleich: Ein Lexus fuhr auf dem bekannten Medium-Reifen, der andere auf dem neuen Hard-Compound.

"Ich glaube nicht, dass irgendein anderes Team so viel mit dem neuen Reifen getestet hat", sagt Policand. Der Aufwand zahlte sich aus: Mit dem Wissen aus den Testfahrten gelang es dem Team, in Interlagos das richtige Set-up zu finden - und in einem nahezu fehlerfreien Rennen mit Jose Maria Lopez, Clemens Schmid und Petru Umbrarescu im Lexus #87 den ersten LMGT3-Klassensieg einzufahren.

Medium-Reifen bisher zu instabil

Der Unterschied zum bislang eingesetzten Medium-Reifen sei gravierend gewesen, so Policand: "Seit Saisonbeginn hatten wir eigentlich das Tempo, aber in Le Mans verloren wir im dritten Stint Grip. Und in allen anderen Rennen schon im zweiten." Dadurch entstand eine Abwärtsspirale mit zu hohen Reifentemperaturen an der Vorderachse und massivem Abbau.

"Mit dem Medium gibt es für uns keine Chance zu gewinnen", stellt Policand klar. "Mit dem Hard dagegen ist es wie Tag und Nacht." Goodyear selbst spricht beim neuen Eagle Hard von einem Reifen, der ein gleichmäßigeres Tempo über mehrere Stints ermöglichen soll - genau das, was ASP in Interlagos gelang.

Sieg bleibt wohl Ausnahme

Trotz des Erfolgs bleibt Policand realistisch. Auch wenn der Hard-Reifen künftig bei zwei weiteren Rennen - in Austin und beim Saisonfinale in Bahrain - gesetzt ist, rechnet der Franzose nicht mit einem weiteren Sieg: "Ich hoffe auf Podiumsplätze, aber ein weiterer Sieg wird schwierig."

Der Grund: Deutlich höhere Temperaturen in Texas und Bahrain sowie der aggressive Asphalt in Sachir könnten die Stärken des RC F GT3 relativieren. In Fuji kommt wieder der bekannte Medium-Reifen zum Einsatz.

Immerhin: Der Formanstieg des Lexus in der Saison 2025 kommt nicht nur vom Reifen. ASP hat seine Set-up-Philosophie grundlegend überarbeitet. "Wir sind auf eine steifere Abstimmung gegangen. Das hat uns schneller gemacht - aber an der Reifenabnutzung hat sich dadurch nichts geändert", erklärt Policand.

Das erklärt die deutlich bessere Form im zweiten Jahr mit dem schon recht betagten Boliden. 2026 wird ein neuer GT3-Bolide von Toyota/Lexus debütieren.

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