Nur drei Runden kürzer: Alpine macht Fortschritte bei Sprit-Management

Alpine kommt in der WEC besser in Schwung: Bei den 6 Stunden von Monza betrug der Sprit-Nachteil nur noch drei Runden - Hoffnung auf Le-Mans-Sieg intakt

Nur drei Runden kürzer: Alpine macht Fortschritte bei Sprit-Management

Zwar konnte Alpine auch beim dritten Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit dem LMP1-"Altwagen" keinen Gesamtsieg einfahren, doch der französische Hersteller hat klare Fortschritte gegenüber den 6 Stunden von Portimao erzielt. Die Stints waren nur noch drei Runden kürzer als die von Toyota und nicht mehr sechs bis sieben wie zuletzt in Portugal.

Und das, ohne dass die Fahrer großartig Sprit gespart hätten. "Wir haben damit ehrlich gesagt gar nicht zu sehr rumgespielt", sagt Matthieu Vaxiviere gegenüber 'Sportscar365'. Er fuhr gemeinsam mit Andre Negrao und Nicolas Lapierre auf den zweiten Platz hinter dem siegreichen Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez).

Alpines Tank ist zu klein

"Wir haben einfach unser Bestes gegeben und in allen Runden attackiert. Wir haben nicht viel Sprit gespart. Es ist noch immer dieselbe Geschichte, dass sie mehr Runden absolvieren können als wir. Vielleicht ein bisschen weniger im Vergleich zu Portimao, aber das ist noch immer unser Problem. Bei der Pace waren wir etwas langsamer. Daran werden wir bis Le Mans arbeiten."

Der Alpine A480 geht mit knapp 100 PS weniger an den Start als Toyota und Glickenhaus, ist aber auch rund 100 Kilogramm leichter. Trotzdem macht sich der Leistungsnachteil natürlich auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke stärker bemerkbar als in Portimao, wo er sein geringeres Gewicht mehr ausspielen kann.

Glickenhaus erwies sich als Gegner auf Augenhöhe in Monza. "Die haben sich wirklich gut geschlagen und hatten ein gutes Rennen", erkennt Vaxiviere an. "Sie hatten ein paar Probleme am Ende, aber wir hätten nicht gedacht, dass sie so dicht herankommen."

Vor Le Mans "gut in Form"

Insgesamt hält er das aber für etwas Positives: "Es ist schön, solche Mitbewerber zu haben. Ich freue mich, dass sie bei der Musik dabei sind. Am Anfang hatten sie vielleicht noch ein paar Probleme, aber an einem Punkt im Rennen waren sie sogar schneller als wir."

Für wenige Minuten, als der Toyota #7 seinen System-Reset durchführen müsste, standen die Zeichen sogar auf einen Glickenhaus-Sensationssieg, bevor die #709 (Dumas/Mailleux/Westbrook) zum Bremsenwechsel an die Box kommen musste. "Es war wirklich positiv für sie. Jetzt blicken wir alle nach Le Mans. Es ist schön, dass dort nicht nur fünf Autos, sondern fünf gute Autos um den Sieg kämpfen", so Vaxiviere.

Mit der eigenen Leistung ist der 26-Jährige zufrieden: "Wir haben ein sauberes Rennen abgeliefert. So müssen wir weitermachen und noch ein bisschen am Auto arbeiten, um die letzten Zehntelsekunden zu finden und wirklich Perfektion zu erreichen. Aber wir sind schon nahe dran. Natürlich fehlt uns ein bisschen, aber schauen wir mal, wie die Balance of Performance für Le Mans aussehen wird."

"Das ist äußerst positiv für Le Mans. Wir sehen uns gut gerüstet und sind gut in Form. Wir sind topmotiviert. Wir haben etwas entdeckt, was wir vor Le Mans analysieren wollen, aber insgesamt sieht alles ganz gut aus."

Ob nicht der Sieg ohne die letzte FCY, die es Toyota ermöglicht hat, den letzten Boxenstopp unter FCY zu absolvieren, doch drin gewesen wäre? "Ich denke nicht, dass wir gewonnen hätten, aber wir können mit Recht behaupten, dass wir ein perfektes Rennen gefahren sind - sowohl vom Team als auch von den Fahrern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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