Offiziell: WEC-Debüt von Nico Müller im Peugeot 9X8 schon in Bahrain

Der bisherige DTM-Pilot Nico Müller wird bereits bei den 8 Stunden von Bahrain 2022 sein WEC-Debüt geben - James Rossiter fährt das Finale nicht mehr mit

Offiziell: WEC-Debüt von Nico Müller im Peugeot 9X8 schon in Bahrain
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Das Debüt ist offiziell: Der zweimalige DTM-Vizemeister Nico Müller wird schon bei den 8 Stunden von Bahrain 2022 zum ersten Mal im Peugeot 9X8 sitzen. Seine Teamkollegen sind sein ehemaliger Audi-Markenkollege Loic Duval und Prototypspezialist Gustavo Menezes.

Der Schweizer, der in den Jahren 2019 und 2020 jeweils Vizemeister in der DTM geworden ist, ersetzt dabei James Rossiter. Der jüngst zum Maserati-Formel-E-Teamchef beförderte Brite beendet seine Karriere damit schon vor dem Saisonfinale.

Müller wurde im September nach einem Test im Peugeot 9X8 in Monza in das noch junge Le-Mans-Hypercar-Programm des französischen Herstellers geholt. Bislang hat Peugeot zwei Renneinsätze in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) absolviert.

Bahrain ist das letzte Vorbereitungsrennen, bevor Peugeot im Jahr 2023 in der WEC voll durchstarten will - unter harter Konkurrenz durch Platzhirsch Toyota und die Neuankömmlinge Porsche, Ferrari und Cadillac. Hinzu kommen Engagements von Glickenhaus und - so der ACO sie lässt - Vanwall. 2024 stoßen weitere Hersteller hinzu.

Schnelle Eingewöhnung beim Test

"Ich freue mich so sehr auf mein Debüt im Peugeot 9X8 in Bahrain", sagt der 30-Jährige. "Meine erste Fahrt beim Monza-Test ist gut gelaufen. Ich habe mich schnell wohl gefühlt und habe mehrere Longruns mit verschiedenen Reifentypen abgespult."

"Ich kann mich schnell einschießen. 2007 bin ich in einem LMP2-Prototyp in Schanghai mit nur zehn Runden Training ins Rennen gegangen. In Bahrain werde ich die Möglichkeit haben, mich mit dem Peugeot 9X8 mehr vertraut zu machen. Ich werde mich am Simulator vorbereiten, sie sind ein äußerst präzises und unverzichtbares Instrument."

Peugeot-Technikchef Olivier Jansonnie ergänzt: "Nico hat uns beim Testtag beeindruckt. Er war ruhig, konzentriert und hat wertvolles Feedback zum Peugeot 9X8 gegeben. Er hat sich gut ins Team eingefügt und jetzt ist alles für sein Debüt in Bahrain bereit."

Er hat auch warme Worte für James Rossiter übrig: "Ich spreche sicherlich im Namen aller im Team, wenn ich James für all die Arbeit im vergangenen Jahr danke. Er wird noch für einige Wochen unser Entwicklungs- und Ersatzfahrer im Simulator bleiben. Dan nimmt er eine neue Herausforderung an, für die er bestens geeignet ist."

Kariereende von Rossiter besiegelt

Rossiter wechselt zur Stellantis-Konzernschwester Maserati. Die italienische Marke steigt als Partner des bisherigen Venturi-Teams 2023 in die Formel E ein. Rossiter war ursprünglich als Test- und Ersatzfahrer bei Peugeot nominiert worden.

Als Kevin Magnussen zu Beginn des Jahres unerwartet das Projekt verließ, um in die Formel 1 zurückzukehren, wurde Rossiter für die 6-Stunden-Rennen in Monza und Fuji ins Cockpit geholt. Er holte gemeinsam mit Duval und Menezes die Plätze vier und fünf.

Müller wiederum ist bisher Stammfahrer beim LMP2-Team Vector Sport gewesen, für die er die ersten vier Rennen der Saison bestritten hat. Fuji musste er wegen der Terminkollision mit der DTM auslassen. Vector wird nun auch in Bahrain auf die Dienste von Renger van der Zande zurückgreifen, der Müller schon in Japan vertrat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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