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Porsche-Hypercar-Comeback 2030? "Geht in die richtige Richtung"

Thomas Laudenbach begrüßt die veröffentlichten Eckpunkte des Hypercar-Reglements 2030 - Ob Porsche nach Le Mans zurückkehrt, ist aber offen

Porsche-Hypercar-Comeback 2030? "Geht in die richtige Richtung"

Die ersten Zeichen von Porsche bezüglich der neuen Regularien sind positiv

Foto: Alexander Trienitz

Porsche begrüßt die Richtung, die die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit den Hypercar-Regeln der nächsten Generation einschlägt. Ein klares Bekenntnis zu einer baldigen Rückkehr in die Topklasse der Serie gibt es vorerst aber nicht.

Am Rande der 24 Stunden von Le Mans am vergangenen Wochenende haben die FIA und der ACO einen Ausblick auf die Zukunft ab 2030 gegeben. Die wichtigste Neuerung: Die bisherigen Plattformen LMH und LMDh werden zu einem einzigen Reglement zusammengeführt.

Für Porsche, die sich Ende des vergangenen Jahres (2025) nach nur drei Saisons aus der WEC-Hypercar-Klasse zurückgezogen haben, ist das ein entscheidendes Signal. In der US-amerikanischen IMSA SportsCar Championship ist die Marke mit dem 963 weiterhin werksseitig und mit einem Privatteam aktiv.

Ende des Zweiklassensystems

Die Zusammenlegung der beiden technischen Ansätze soll das Balancing der Fahrzeuge vereinfachen. Bisher war die Angleichung von LMH (vollständige Eigenbauten) und LMDh (Fahrzeuge mit Einheits-Chassis und Hybridkomponenten) eine der größten Herausforderungen für die Regelmacher.

Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach zeigt sich im Gespräch mit Motorsport.com Global, der englischsprachigen Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, erfreut über diese Entwicklung:

"Ich bin nicht derjenige, der die Entscheidung trifft, aber der Schritt, LMH und LMDh abzuschaffen und zusammenzuführen, ist aus unserer Sicht sehr positiv. Es müssen zwar noch andere Rahmenbedingungen erfüllt sein für eine Rückkehr, aber ja, wir beobachten das Ganze genau."

Thomas Laudenbach

Thomas Laudenbach zufolge sind die Chancen auf eine Rückkehr nicht geringer geworden

Foto: Porsche

Laudenbach betont, dass Porsche der WEC und Le Mans nie dauerhaft den Rücken gekehrt habe. Man habe sich für den Ausstieg nach 2025 entschieden, bringe sich aber weiterhin aktiv in die Regelfindung ein. "Und es geht in die richtige Richtung", so der Motorsportchef.

Gründe für den WEC-Ausstieg

Der Rückzug von Porsche Ende 2025 hatte vielseitige Gründe. Neben wirtschaftlichen Faktoren wie schwächelnden Absatzzahlen in China und geopolitisch bedingten finanziellen Verlusten des Volkswagen-Konzerns spielte auch sportlicher Frust nach der knappen Le-Mans-Niederlage gegen Ferrari 2025 eine Rolle.

Besonders das System der Balance of Performance (BoP) sorgte intern für Unmut. Beim Le-Mans-Rennen im vergangenen Jahr sah sich Porsche trotz einer fehlerfreien Leistung nicht in der Lage, gegen die Konkurrenz von Ferrari um den Gesamtsieg zu kämpfen, obschon das siegreiche Auto mit Getriebeproblemen kämpfte.

Ein einheitliches Regelwerk ab 2030 könnte diese Dynamik massiv entschärfen. Ein einziges technisches Gewand würde das Performance-Fenster deutlich einengen, wodurch sich die verschiedenen Fahrzeuge für die Regelmacher theoretisch spürbar leichter auf ein gemeinsames Niveau bringen lassen. Diese fundamentale Vereinfachung sorgt somit für eine bessere Planbarkeit im Vergleich zum aktuellen System.

In der IMSA fährt der Porsche 963 in diesem Jahr mit einem Update

In der IMSA fährt der Porsche 963 in diesem Jahr mit einem Update

Foto: Lumen via Getty Images

"Es wird kein LMDh und LMH mehr geben, und das wird es mit Sicherheit einfacher machen", erklärt Laudenbach. "Technisch gesehen bewegen sich dann alle in einem viel engeren Rahmen. Das muss ein guter Schritt sein."

Comeback ab 2030? Noch alles offen

Ob diese weitreichende Regelreform tatsächlich die Rückkehr für Porsche einläutet, bleibt abzuwarten. Für eine endgültige Entscheidung müssen laut Laudenbach viele Puzzleteile zusammenpassen.

Auf die konkrete Frage nach einem Start im Jahr 2030 entgegnet er vorsichtig: "Dazu kann ich momentan keinen Kommentar abgeben. Wir sehen das Reglement als positiv an und haben das der FIA und dem ACO auch so mitgeteilt. Bedeutet das, dass wir zurückkommen? Nein. Ist es ein positiver Aspekt? Ja, und wir haben uns gefreut, das zu sehen."

Für die nahe Zukunft erteilte der Porsche-Chef möglichen Hoffnungen der Fans ohnehin eine klare Absage: "Erwartet uns nächstes Jahr auf jeden Fall nicht in der Startaufstellung."

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