"Strietzel" Stuck: Porsche-Rekordfahrt war ein Risiko für die Nordschleife

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Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
20.07.2018, 10:49

Hans-Joachim Stuck gibt zu, dass er vor der Rekordfahrt des Porsche 919 Hybrid Evo auf der Nürburgring-Nordschleife Bauchschmerzen hatte

Die Rekordfahrt von Timo Bernhard im Porsche 919 Hybrid Evo auf der Nürburgring-Nordschleife sorgte im Juni weltweit in der Motorsport-Szene für Begeisterung. Hans-Joachim Stuck hatte im Vorfeld des Rekordversuchs allerdings gewaltige Bauchschmerzen, wie er im Rahmen der Ennstal-Classic verrät: "Auf dem Nürburgring hatte ich Sicherheitsbedenken. Ich bin froh, dass es vorbei ist und nichts passiert ist", sagt der Präsident des Deutschen Motorsport-Bundes DMSB.

Denn wäre Bernhard mit dem LMP1-Renner auf der Nordschleife schwer verunglückt, hätte dies die Zukunft der legendären "Grünen Hölle" als Rennstrecke gefährden können. "Wenn etwas passiert wäre, wäre natürlich auch die Chance groß gewesen, dass der Nürburgring geschlossen wird", sagt er. "Jean Todt (FIA-Präsident; Anm. d. Red.) meinte, wenn wir am Nürburgring so fahren wie jetzt, ist alles okay. Wenn wieder etwas Schlimmes passiert, dann sperren wir zu."

Spätestens seit dem Unfall im Rahmen des VLN-Saisonauftakts 2015, bei dem ein Zuschauer getötet worden war, blickt auch der Automobilweltverband genau auf den Eifelkurs. "Wir haben gemacht, was maximal möglich war, ohne die Rennen allzu sehr einzuschränken", sagt Stuck über die an der Nordschleife seitdem vorgenommenen Veränderungen.

"Rennwagen wie die der GT3-Kategorie sind nicht mehr zum Springen geeignet. Deshalb haben wir einige Stellen wie den Flugplatz entschärft und wenn wir die Rundenzeiten um die acht Minuten halten, ist das auch okay", sieht Stuck die Nordschleife für die Langstreckenrennen der VLN und das 24-Stunden-Rennen nun gut gerüstet.

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