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WEC 6h Austin
Toyota gibt zu: Spätes Austin-Drama "schwer zu verkraften"
Toyotas später Ausfall in Austin weckt Erinnerungen an ein ähnliches Drama in Le Mans vor genau zehn Jahren
Heiko Stritzke Rachit Thukral
Veröffentlicht: 07.09.2026, 14:48
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Wieder einmal wurden die WEC-Zuschauer Zeugen eines Toyota-Dramas
Foto: FIA FIA
Toyota Racing gibt zu, dass der späte technische Defekt, der das Team beim Lone Star Le Mans der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) um den sicher geglaubten Sieg brachte, nur schwer zu verkraften ist.
Der Ausfall bedeutete die nächste Enttäuschung für Toyota auf dem Circuit of the Americas, wo man auch nach neun Anläufen weiter auf den ersten WEC-Sieg wartet.
"Das war ein sehr unglückliches Rennen für uns", sagt Kobayashi, der bei Toyota auch als Teamchef fungiert. "Wir waren durchweg stark und sind fast sechs Stunden lang ein perfektes Rennen gefahren. Wenn die Hydraulik ausfällt, kann man nichts machen und muss das Auto abstellen."
"Es war eine riesige Chance für uns, viele Punkte mitzunehmen, deshalb ist das natürlich schwer zu verkraften. Aber so ist der Langstreckensport. Wir müssen daraus lernen und uns verbessern, damit wir bei unserem Heimrennen stärker zurückkommen."
Toyota-Technikchef David Floury zufolge ist das Problem so zuvor nie aufgetreten. Die Crew der #7 war punktgleich mit Robin Frijns und Rene Rast aus dem BMW #20 als Tabellenführer nach Austin gereist. Durch den späten Ausfall verpasste das Toyota-Trio die Chance, Kapital aus den schwierigen Rennen des BMW #20 und des Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) zu schlagen.
"Wir können nicht damit glücklich sein, dass unsere Meisterschaftsgegner ebenfalls einen schwierigen Tag hatten. Wenn man um eine Weltmeisterschaft kämpft, muss man perfekt sein. Und heute hatten wir ein Problem bei der #8, das zu einer Durchfahrtsstrafe geführt hat und eines bei der #7, das zum Ausfall geführt hat."
Perfektes Rennen bis zum Ausfall
Der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries) war von Startplatz neun aus in das 6-Stunden-Rennen in Austin gegangen - direkt hinter dem Schwesterfahrzeug #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa).
Während die #8 "off sequence" ging, blieb die #7 auf der konventionellen Strategie und arbeitete sich bis zur dritten Stunde auf Rang vier nach vorne. Nach dem Safety-Car zur Rennhalbzeit avancierte die Besatzung der #7 endgültig zum Siegkandidaten, als de Vries mit mehreren beeindruckenden Manövern die Führung übernahm.
Kobayashi setzte die Arbeit von de Vries in der fünften Stunde fort, bevor er das Fahrzeug für den Schlussstint wieder an den Niederländer übergab.
Gut zehn Minuten vor dem Ende fuhr Nyck de Vries nach einem plötzlichen Problem neben die Strecke, schleppte das Fahrzeug an die Box zurück und musste das Rennen aufgeben. Ursache war ein Hydraulikdefekt, der zum Ausfall der Servolenkung am Toyota TR010 Hybrid führte und eine Weiterfahrt unmöglich machte.
TV-Bilder zeigten einen geknickten de Vries, der den Kopf in den Händen vergrub, nachdem er den angeschlagenen Toyota in den letzten Minuten zurück in die Garage gebracht hatte.
"Offensichtlich ein sehr trauriges Ende eines großartigen Tages", sagt er. "Wir haben wirklich alles gegeben und die Umsetzung war extrem gut. Wir hatten ein großartiges Auto und haben geliefert, als es darauf ankam. Aber leider ist das ein technischer Sport und die Technik hat uns heute im Stich gelassen."
Falsche Strategie und Durchfahrtsstrafe für #8
Nach dem Ausfall der #7 ruhten Toyotas Hoffnungen auf dem Schwesterauto mit der #8, das das Rennen schließlich auf dem sechsten Platz beendete.
Auf der alternativen Strategie lag Hirakawa in der vorletzten Stunde sogar auf Rang drei, ehe er eine Durchfahrtsstrafe wegen Zu-Schnell-Fahrens in der Boxengasse kassierte. Der Verstoß ging jedoch nicht auf einen Fahrerfehler zurück: Eine technische Fehlfunktion führte dazu, dass Hirakawa beim Beschleunigen aus der Boxengasse das Tempolimit überschritt.
"Wir hatten die Pace, aber es war nicht unser Tag", erklärte Hirakawa. "Leider gab es bei der Übergabe ein Systemproblem, das beim Anfahren Zeit kostete und anschließend zur Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse führte. Das Ergebnis war eine Durchfahrtsstrafe", so der Japaner.
"Es tut mir extrem leid, was dem Auto #7 passiert ist. Es war nicht unser Rennen, aber wir müssen hart arbeiten, damit sich so etwas nicht wiederholt. Das nächste Rennen ist Fuji - dort wollen wir zurück aufs Podium."
Trotz des enttäuschenden Ausfalls in Austin führt das Trio der #7 weiterhin gemeinsam mit dem BMW-Duo die Fahrer-Weltmeisterschaft an, während Toyota in der Herstellerwertung nun einen Vorsprung von neun Punkten hält.
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