Toyota-Pilot Conway: "Glaube nicht, dass wir die Meisterschaft noch gewinnen!"
Toyota-Pilot Mike Conway glaubt nicht, dass in dieser Saison noch eine Chance auf den WM-Titel besteht - nach dem Ausfall in Le Mans ist der Rückstand zu groß
Toyota-Pilot Mike Conway hat die Hoffnung, in diesem Jahr noch um den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zu fahren, verloren. Der Brite, der gemeinsam mit Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez im Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 7 startet, musste beim Saisonhöhepunkt in Le Mans einen Ausfall hinnehmen und verlor dadurch den Anschluss an die Tabellenspitze.
In der Fahrerwertung ist das Trio auf den fünften Platz zurückgefallen - mit 41 Punkten Rückstand auf das Schwesterauto mit der Startnummer 8 von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa. "Ich glaube nicht, dass wir die Meisterschaft gewinnen werden, es sei denn, die Nummer 8 erlebt für den Rest der Saison ein totales Desaster", sagt Conway gegenüber 'Autosport'.
"Nach dem, was in Le Mans passiert ist, scheint die Weltmeisterschaft in dieser Saison für unser Auto leider außer Reichweite zu sein", glaubt der 39-Jährige. "Aber zu versuchen, Zweiter oder Dritter zu werden, ist etwas, das wir anstreben können."
Doppelte Punkte als Nachteil
Vor dem nächsten Saisonrennen in Monza (alle Infos!) hat das Toyota-Trio (66 Punkte) nur einen WM-Zähler Rückstand auf die Ferrari-Piloten Antonio Fuoco, Nicklas Nielsen und Miguel Molina (67 Punkte) sowie vier Punkte auf Earl Bamber, Alex Lynn und Richard Westbrook (70 Punkte) im Cadillac #2.
Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi, die mit ihrem Ferrari 499P bei den 24 Stunden von Le Mans erfolgreich waren, liegen mit 82 Punkten auf Rang zwei. Das Toyota-Schwesterauto mit der Startnummer 8 siegte in Sebring und Portimao, zudem belegte das Trio an der Sarthe den zweiten Gesamtrang und sammelte doppelte Punkte.
"Die ganze Sache mit den doppelten Punkten für Le Mans ist ein bisschen ärgerlich", sagt Conway. "Als es sie nicht gab, war die Meisterschaft viel spannender." In der WEC-Saison 2018/19 wurden für den Langstreckenklassiker nur 1,5 Punkte vergeben, sodass das siegreiche Team nur 38 statt 50 Punkte sammelte.
WM-Titel außer Reichweite?
Doch nicht nur der Ausfall in Le Mans, als Kobayashi während einer Gelbphase von zwei Fahrzeugen getroffen wurde, ist für den großen Rückstand verantwortlich. Beim Rennen in Portimao sorgten ein Leistungsverlust sowie ein Problem mit einem offiziellen FIA-Sensor dafür, dass am Ende nur der neunte Gesamtrang heraussprang.
Für den Toyota #7 lief es in diesem Jahr noch nicht rund Foto: Motorsport Images
Fokus auf der Weltmeisterschaft
"Wir wollen in dieser Saison weitere Siege einfahren, angefangen in Monza, und wir werden hart kämpfen, um wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen", sagt der Brite. Allerdings weiß der 39-Jährige auch, dass für das Schwesterauto nun Schützenhilfe zu leisten ist.
"Wir müssen ihnen vielleicht so gut wie möglich helfen", ergänzt Conway. "Sie haben in dieser Saison gute Siegchancen, und natürlich werden wir ihnen helfen, wenn sie es brauchen."
Kobayashi, der auch Teamchef des WEC-Teams von Toyota ist, sagt, dass es nach der Enttäuschung von Le Mans "die oberste Priorität des Teams ist, beide Weltmeisterschaften zu gewinnen". In der Konstrukteurswertung führt Toyota mit 18 Punkten Vorsprung vor Ferrari.
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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