Über öffentliche Straßen: Porsche 919 Hybrid fährt ins Museum

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Über öffentliche Straßen: Porsche 919 Hybrid fährt ins Museum
26.10.2018, 10:31

Der Porsche 919 Hybrid hat seiner letzte Fahrt absolviert: Mark Webber steuerte die Evo-Version über öffentliche Straßen ins Porsche-Museum in Zuffenhausen

Konvoi der Extraklasse: Am Donnerstag zog der Porsche 919 Hybrid standesgemäß ins Porsche-Museum ein. Eskortiert von Begleitfahrzeugen und mit behördlicher Genehmigung, überführten Mark Webber und Marc Lieb zwei Exemplare des erfolgreichen Le-Mans-Prototyps vom Entwicklungszentrum Weissach zum Porsche-Museum nach Zuffenhausen.

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Porsche 919 Hybrid Evo auf öffentlicher Straße

Porsche 919 Hybrid Evo auf öffentlicher Straße
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Foto: Porsche AG

Porsche 919 Hybrid Evo auf öffentlicher Straße

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Porsche 919 Hybrid Evo auf öffentlicher Straße

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Porsche 919 Hybrid Evo auf öffentlicher Straße

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Porsche 919 Hybrid Evo vor dem Porsche-Museum in Stuttgart

Porsche 919 Hybrid Evo vor dem Porsche-Museum in Stuttgart
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Porsche 919 Hybrid Evo im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach

Porsche 919 Hybrid Evo im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach
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Foto: Porsche AG

Gruppenfoto mit dem Porsche 919 Hybrid Evo

Gruppenfoto mit dem Porsche 919 Hybrid Evo
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Porsche 919 Hybrid Evo vor dem Porsche-Museum in Stuttgart

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25 Kilometer legten sie von der Porschestraße 911 zum Porscheplatz 1 zurück - mit zusammen über 2000 PS im öffentlichen Straßenverkehr. Teil der Willkommensveranstaltung im Museum war eine Lesung von Dietmar Wunder, auch Synchronstimme von Daniel Craig alias James Bond 007. Er las aus dem Buch "Legendary - Das Porsche 919 Hybrid Projekt", das im Dezember erscheint.

Webber saß am Steuer des 919 Evo mit einer Systemleistung von 1160 PS. Der Evo ist jene ultimative Ausbaustufe des Rennwagens, mit dem Neel Jani im April 2018 in Spa-Francorchamps den Qualifyingrekord der Formel 1 knackte und mit dem Timo Bernhard im Juni einen absoluten Streckenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife aufstellte.

Webber, neunmaliger Formel-1-Grand-Prix-Sieger und 2015 mit dem Porsche 919 Hybrid Langstreckenweltmeister, sagt: "Es war verrückt und faszinierend, dieses Biest im Rahmen der Straßenverkehrsordnung zu bewegen. Es ist typisch Porsche, so etwas Cooles zu wagen und vor allem zu beherrschen. Ich verbinde sehr viel mit dem 919 und den Einsätzen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Es war mir eine Ehre, den 919 Evo heimzubringen."

Lieb steuerte den zweiten Porsche 919 Hybrid in der Konfiguration aus der WEC. "Diese Fahrt heute war für Porsche, den 919 und für mich persönlich ein sehr schöner Abschluss", freut sich der gebürtige Stuttgarter - 2016 Le-Mans-Gesamtsieger und Weltmeister mit dem 919. "Ich fahre Teile der Strecke von meinem Wohnort Ludwigsburg in mein Büro in Weissach jeden Tag mit einem Cayenne. Dabei werde ich mich fortan immer an die einzigartige Perspektive aus der tiefen Sitzposition des 919 erinnern."

Fritz Enzinger, Leiter LMP1, übergab die Fahrzeuge an Achim Stejskal, den Direktor des Porsche-Museums. "Ich möchte mich ausdrücklich bei den Behörden dafür bedanken, dass sie unserem 919 diese letzte Dienstfahrt ermöglicht haben", betont Enzinger. "Für das gesamte Team ist der Einzug ins Museum der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Ära."

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"Von 2015 bis 2017 drei Le-Mans-Gesamtsiege in Folge sowie insgesamt sechs Weltmeistertitel plus 2018 die gelungenen Rekordfahrten in Spa und auf der Nordschleife - mehr geht nicht. Danke an den Vorstand sowie die Familien Porsche und Piëch für ihren großartigen Rückhalt. Das neue Buch 'Legendary' sowie der dazu erhältliche Bildband zeigen alle Erlebnisse und Leistungen der LMP1-Teams noch einmal auf. Das bedeutet mir sehr viel", so Enzinger.

Teamchef Andreas Seidl zeigte sich gleichfalls zufrieden: "Wir konnten mit dem Projekt 919 Hybrid neue Technologiefelder für Porsche erschließen und aufzeigen, welche Performance in moderner Hybridisierung steckt. Ultimativ ist uns das mit den Rekorden des 919 Evo auf der 'Tribute Tour' 2018 gelungen. Dafür gilt unseren Partnern mein besonderer Dank. Ohne sie hätten wir dieses Programm nicht finanzieren können."

"Mit den letzten Kilometern über öffentliche Straßen liegt das LMP1-Projekt nun hinter uns, und wir schlagen neue Seiten auf: In der Serie wie im Motorsport stellt sich Porsche jetzt den Herausforderungen der reinen E-Mobilität. Die Resonanz auf unseren Formel-E-Einstieg Ende 2019 ist extrem positiv. Das gibt uns zusätzliche Motivation, in neue Grenzbereiche vorzustoßen", so Seidl.

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