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WEC 1000 Meilen Sebring

Unglaublich: Kamera baumelt gegen Notaus-Knopf und kostet LMP2-Sieg

United Autosports verliert einen scheinbar ungefährdeten LMP2-Sieg beim WEC-Auftakt in Sebring durch einen irren Zufall auf bitterste Art und Weise

Unglaublich: Kamera baumelt gegen Notaus-Knopf und kostet LMP2-Sieg

Unfassbares Pech für United Autosports: Der Ausfall des Oreca #23 von Oliver Jarvis, Tom Blomqvist und Josh Pierson wurde durch eine sich lösende Onboard-Kamera verursacht, die ausgerechnet den Notausschalter ("Kill Switch") auslöste. Damit endete eine dominante Fahrt in der LMP2-Klasse, die höchstwahrscheinlich zum Klassensieg bei den 1.000 Meilen von Sebring 2023 geführt hätte.

"Manchmal liebt man den Rennsport, manchmal hasst man ihn", sagt Richard Dean, der den Rennstall gemeinsam mit McLaren-Chef Zak Brown besitzt. "Positiv ist die Pace unserer beiden Autos. In einem sauberen Rennen hätte uns hier niemand etwas anhaben können. Es ist grausam, wenn einem der Sieg so weggenommen wird wie unserer #23."

"Wir haben die Kamera nicht selbst installiert. Die Chance ist eins zu einer Million. Aber wir müssen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert." Onboard-Kameras werden in der Regel erst kurz vor dem Rennstart vom Veranstalter installiert. Offenbar haben die heftigen Bodenwellen auf dem Sebring International Raceway die Aufhängung der Kamera beschädigt.

"Es war die Kamera am Armaturenbrett, die sich gelöst hat. Sie ist einfach abgebrochen. In der nächsten Kurve hat sie wie durch ein Wunder den Kill Switch betätigt und die Zündung abgestellt. Das ist der Knopf, den die Marschalls bedienen können, um das Auto von außen abzustellen. Die Kamera hat ihn von innen rausgedrückt."

"Er ist so konstruiert, dass man ihn von außen durch Ziehen betätigen kann. Aber wenn es einen ausreichend starken Schlag von innen gibt, hat das den gleichen Effekt. Er [Josh Pierson] sagte, dass die Kamera sich gelöst hat. Fünf Sekunden später ist der Kontakt abgebrochen."

 

Dean will mehr Kontrolle durch Teams

Dean setzt sich nun dafür ein, dass die Teams intervenieren können, wenn sie mit der Platzierung der TV-Kameras im Auto nicht einverstanden sind: "Das ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, so etwas in Zukunft zu verhindern. Wir müssen alles kontrollieren, was von Leuten installiert wird, die nicht zu unserem Team gehören."

Auch die Platzierung des Notaus-Knopfes könnte eine Rolle gespielt haben, denn das ist nicht zum ersten Mal passiert, wie Dean erklärt: "Die Chancen stehen eins zu einer Million, aber es ist schon vergangenes Jahr in Le Mans passiert. Da wurde ein Stück Gummi aufgewirbelt und hat den Schalter betätigt. Das ist wirklich hart. An solchen Wochenenden muss man voll punkten, und das haben wir nicht."

Unglücksrabe Pierson, der nach einem Dreifachstint kurz davor war, an Tom Blomqvist zu übergeben: "Das Rennen hat so positiv begonnen. Olly fuhr einen großartigen Eröffnungsstint, dann übernahm ich für meinen Dreifachstint und vier Runden vor Schluss ging die Onboard-Kamera kaputt und beendete unser Rennen."

"Es ist schwer in Worte zu fassen, wie sich das anfühlt, wenn es nicht deine Schuld oder die des Teams ist. Noch schlimmer ist, dass etwas unser Auto aus dem Rennen geworfen hat, das wir nicht kontrollieren können. Vor uns liegt eine lange Saison. Jetzt geht es darum, uns zu sammeln und zu sehen, wie wir unsere Meisterschaft retten können.

Das Schwesterauto #22 (Lubin/Hanson/Albuquerque) beendete das Rennen hinter dem siegreichen Jota-Oreca von David Beckmann, Yifei Ye und Will Stevens dank einer klugen Strategie auf Platz zwei.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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