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WEC-Auftakt 2026 in Katar wegen Iran-Krieg verschoben

Die 1.812 Kilometer von Katar werden nicht wie geplant am 28. März auf dem Lusail International Circuit stattfinden - Iranische Drohnen und Raketen zu große Gefahr

WEC-Auftakt 2026 in Katar wegen Iran-krieg abgesagt

Der WEC-Auftakt 2026 in Katar ist wegen der militärischen Auseinandersetzungen abgesagt

Foto: FIA FIA

Die militärische Eskalation in der Golf-Region hat nun direkte Auswirkungen auf den internationalen Spitzensport: Der Saisonauftakt der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Katar wurde offiziell abgesagt. Das Rennen soll zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr stattfinden. Der Termin wurde noch nicht bekanntgegeben, liegt aber in der zweiten Jahreshälfte, höchstwahrscheinlich nahe des Bahrain-Rennens.

Das Rennen, das über eine Distanz von 1.812 Kilometern oder maximal zehn Stunden angesetzt war, hätte vom 26. bis 28. März über die Bühne gehen sollen. Da bereits der Vortest (Prolog) für den 22. und 23. März geplant war, mussten die Verantwortlichen die Entscheidung aufgrund der logistischen Vorlaufzeiten am heutigen 3. März treffen.

"Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft wird für die FIA immer an erster Stelle stehen. Die FIA beobachtet die Entwicklungen in der Region weiterhin genau. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von den jüngsten Ereignissen betroffen sind", sagt FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem.

Pierre Fillon, Präsident des Automobile Club de l'Ouest (ACO), fügt hinzu: "In Zeiten wie diesen sind sportliche Interessen eindeutig zweitrangig. Deshalb wurde schnell die Entscheidung getroffen, dass die Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattfinden kann."

Sicherheitslage nicht mehr tragbar

Die Entscheidung folgt auf eine dramatische Verschärfung des Konflikts im Nahen und Mittleren Osten. Nachdem US-Präsident Donald Trump bereits am 1. März prognostizierte, dass die intensiven Kampfhandlungen noch mindestens vier Wochen andauern könnten, ist die Gefahr für zivile Ziele massiv gestiegen.

Nach der Tötung des Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei hat der Iran mit Angriffen auf die Infrastruktur in der gesamten Region reagiert. Auch Hotels und Flughäfen gerieten dabei ins Visier.

Experten sehen darin den Versuch des Regimes, die Golfstaaten durch wirtschaftliche Destabilisierung dazu zu bewegen, Druck auf die USA auszuüben.

Während Katar lange Zeit als Vermittler mit Verbindungen nach Teheran galt, erklärte die Regierung in Doha heute offiziell, dass der Iran mit den jüngsten Angriffen "rote Linien überschritten" habe. Ein sicherer Rennbetrieb ist unter diesen Umständen ausgeschlossen.

Saisonstart nun in Italien

Seit Ausbruch der Kampfhandlungen am 28. Februar 2026 standen die WEC, der katarische Motorsportverband QMMF und der Lusail International Circuit in einem intensiven Austausch. Am Samstagabend gab die WEC noch ein Statement heraus, dass die Situation "beobachtet" werde. Nur wenige Stunden später begann der iranische Raketenhagel, der auch Katar aufgrund der in der Al Udeid Airbase stationierten US-Soldaten betraf.

"Wir haben seit Samstagmorgen Hand in Hand gearbeitet, um die beste Lösung für die Durchführung der Veranstaltung zu finden. Auch wenn wir noch einige Tage benötigen, um das genaue neue Datum festzulegen, kann ich bestätigen, dass es in der zweiten Hälfte der Saison 2026 sein wird", sagt WEC-Chef Frederic Lequien.

Die WEC-Saison 2026 soll nach jetzigen Planungen weiterhin über acht Rennen gehen. Ein Ersatztermin wird noch eruiert, am meisten Sinn würde allerdings ein Termin rund um die bisher als Saisonfinale geplanten 8 Stunden von Bahrain ergeben.

Abdulrahman bin Abdullatif Al Mannai, Präsident des QMMF, betonte, dass man die Entscheidung vollumfänglich unterstütze und sich darauf freue, die WEC-Teams zu einem späteren Zeitpunkt in Lusail begrüßen zu dürfen.

Die Saison startet damit nun mit den 6 Stunden von Imola am 19. April 2026 (WEC-Kalender 2026). Ob es vorher einen Prolog im Autodromo Enzo e Dino Ferrari geben wird, lässt die WEC aktuell noch offen. Auch das sind Fragen, die in näherer Zukunft geklärt werden.

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