Qualifyingbericht
WEC 6h Austin
WEC Austin 2026: Ferrari und Cadillac ex aequo in Hyperpole
Poleposition für Ferrari. Cadillac auf die Tausendstelsekunde gleich schnell - Vier Hypercars landen beim Lone Star Le Mans innerhalb von 0,050 Sekunden

Heiko Stritzke
Veröffentlicht: 05.09.2026, 21:55
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Ferrari eroberte die Pole in Austin weniger als hauchdünn
Foto: FIA FIA
Packendes Qualifying beim Lone Star Le Mans, dem fünften Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC): Antonio Giovinazzi fuhr im Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi; 1.) die Bestzeit in 1:52.445 Minuten. Jack Aitken fuhr im Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Aitken; 2.) auf die Tausendstelsekunde die gleiche Zeit. Da Giovinazzi die Zeit zuerst fuhr, geht die Pole an AF Corse. (Ergebnisse Lone Star Le Mans 2026)
In der brutalen texanischen Hitze bei weit über 30 Grad Celsius wechselte die Führung mehrmals hin und her. Giovinazzi war mit seiner Runde aber alles andere als zufrieden: "Das reguläre Qualifying lief eigentlich besser. In der Hyperpole habe ich mir Pick-up auf den Reifen gefahren und keine perfekte Runde hingelegt. Aber es hat gereicht, um das Auto auf Pole zu stellen."
Aitken fuhr eine Runde später exakt dieselbe Zeit. "Ich war überrascht, dass der Reifen nochmal zurückkam. Eigentlich hat er in dieser Hitze einen sehr knappen Peak. Ich bin eine Cooldown-Runde gefahren und habe nochmal angegriffen und die Delta-Zeiten waren nicht schlecht. Es war eine positive Überraschung."
Die ultraknappen Abstände gingen in der zweiten Reihe weiter. Charles Milesi hatte im drittplatzierten Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg) nur 0,029 Sekunden Rückstand, Harry Tincknell im Aston Martin #007 (Tincknell/Gamble; 4.) nur 0,050 Sekunden.
Erst dahinter wurden die Abstände größer: Der zweite Werks-Ferrari und der zweite Alpine hatten bereits über vier Zehntelsekunden Rückstand. Toyota und Genesis brachten jeweils beide Fahrzeuge in die Hyperpole, machten aber die unteren Plätze in der Top-Session unter sich aus. (Alle Infos zur WEC in Austin 2026)
Beide BMW verpassen Hyperpole
Sechs Hersteller brachten mindestens ein Auto in die Hyperpole, nur zwei Hersteller schieden kollektiv im Qualifying aus. Neben Peugeot schieden ausgerechnet beide Fahrzeuge von BMW aus, und damit die Tabellenführer im BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde; 13.). Die #15 (Magnussen/Marciello/D. Vanthoor; 11.) verpasste die Hyperpole um 0,106 Sekunden.
"Bis auf Le Mans haben wir im Qualifying schon das ganze Jahr über unsere Probleme. Aber es hat sich schon bei den letzten Rennen gezeigt, dass wir im Rennen ziemlich stark gewesen sind", sagt Rast.
Peugeot fuhr, anders als die Konkurrenz, nur eine Aufwärmrunde. Das führte zu heiklen Szenen. "Ein Aston Martin hat noch seine Reifen aufgewärmt und dann gab es wohl ein Missverständnis. Die Reifen waren auf der Runde komplett da, aber ich habe es nicht komplett zusammengekriegt", so Imola-Polesetter Malthe Jakobsen.
Eine Riesenenttäuschung erlebte Marco Sörensen im Aston Martin #009 (Riberas/Sörensen; 17.), der nicht über den letzten Platz hinauskam. In 1:53.507 Minuten war der Däne 0,828 Sekunden langsamer als seine eigene Zeit aus dem dritten Freien Training.
Aston Martin dominiert GT-Qualifying
In der LMGT3 durfte Aston Martin jubeln: Eduardo "Dudu" Barrichello fuhr in der LMGT3-Hyperpole die schnellste Runde in 2:05.103 Minuten und sicherte damit die zweite Poleposition der Saison für den Heart-of-Racing-Aston-Martin #23 (Newell/Barrichello/Adam; 1. LMGT3) und die dritte für Aston Martin. Zach Robichon machte im Heart-of-Racing-Aston-Martin #27 (James/Robichon/Drudi; 2. LMGT3) die erste Reihe für THOR perfekt.
In der zweiten Reihe landeten Timur Boguslawski im Manthey-Porsche #91 (Cottingham/Boguslawski/Güven; 3. LMGT3) und Ben Tuck im Proton-Ford #77 (Powell/Tuck/Priaulx; 4. LMGT3). Beide fuhren auf die Tausendstelsekunde genau dieselbe Zeit, der Porsche-Pilot tat es aber früher und bekam daher den dritten Startplatz zugestanden.
Der Deutsche Finn Gehrsitz stellte den Garage-59-McLaren #58 (West/Gehrsitz/Goethe) auf den fünften Startplatz. Acht der neun Hersteller waren in der Hyperpole vertreten, Ford und Aston Martin zogen sogar mit beiden Autos ein.
Die Bronze-Fahrer machten wie üblich den Einzug in die Hyperpole unter sich aus. Überraschenderweise schieden mit Peter Dempsey in der TF-Sport-Corvette #34 (Dempsey/Yoluc/Eastwood; 12. LMGT3), Yasser Shahin im Manthey-Porsche #92 (Shahin/Pera/Lietz; 13. LMGT3), Antares Au im Garage-59-McLaren #10 (Au/Fleming/Kirchhöfer; 14. LMGT3) und Ben Keating in der TF-Sport-Corvette #33 (Keating/Edgar/Catsburg; 17.) alle bisherigen Saisonsieger aus.
Das Rennen startet am Sonntag um 20 Uhr MESZ.
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