WEC-Finale 2021: Entscheidungen fallen im letzten Rennen der Saison

Die WEC-Saison 2021 endet am 6. November mit dem Acht-Stunden-Rennen von Bahrain - Die Titelkämpfe in den Klassen versprechen Spannung pur

WEC-Finale 2021: Entscheidungen fallen im letzten Rennen der Saison

Die Langstrecken-WM (WEC) 2021 gipfelt am Sonntag, den 6. November, im Acht-Stunden-Rennen von Barhain. In allen Klassen - Hypercar, LMP2 sowie GTE - werden spannende Kämpfe um die verschiedenen Titel in der Langstrecken-Meisterschaft erwartet. So sieht es in den verschiedenen Wertungen vor dem letzten Rennen des Jahres aus.

Weil das Saisonfinale über eine längere Distanz als sechs Stunden geht, gibt es 1,5-fache Punkte, die gerundet werden. Das Punkteschema lautet also: 38 - 27 - 23 - 18 - 15 - 12 - 9 - 6 - 2. Jeder weitere Fahrer, der ins Ziel kommt, erhält einen Punkt. Aufgrund der Gewichtung ist noch kein einziger Titelkampf in der Saison 2021 vor dem Finale entschieden.

Hypercar: Das Duell der Toyotas

Die beiden Toyota-Teams werden den Meisterschaftskampf in der neuen Hypercar-Klasse unter sich ausmachen. 15 Punkte trennen die beiden Autos der Japaner vor dem Finale in der Wüste von Bahrain. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez (Startnummer 7) liegen auf Platz eins und benötigen einen zweiten Platz im Rennen, um den Titel dingfest zu machen.

Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Kazuki Nakajima (Startnummer 8) haben noch alle Chancen auf den Meisterschaftssieg, sollte das Schwester-Team keinen guten Tag erwischen. Für Alpine und Glickenhaus ist der Zug im Meisterschaftskampf bereits abgefahren, weshalb die Entscheidung sicher zwischen den beiden Toyotas fallen wird.

Toyota GR010 Hybrid

Wer macht das Rennen in der Hypercar-Wertung: Das Toyota-Duell

Foto: Toyota

Der Bonuspunkt für das Qualifying und der Tie-Breaker könnten im Titelkampf zwischen den Toyotas eine große Rolle spielen. Holen Conway/Kobayashi/Lopez die Poleposition, so reicht dem Team dank des Bonuspunktes ein Dritter Platz. Sollten aber Buemi/Nakajima/Hartley gewinnen und das Schwester-Auto nur auf Platz drei landen, so wäre die Startnummer 8 Meister, da das Trio mehr zweite Plätze als die Startnummer 7 gesammelt hat - beide Teams hätten dann jeweils drei Siege.

Stand WEC-Fahrer-Weltmeisterschaft

1. Mike Conway/Kamui Kobayashi/Jose-Maria Lopez - 145 Punkte

2. Sebastien Buemi/Kazuki Nakajima/Brendon Hartley - 130

3. Nicolas Lapierre/Andre Negrao/Matthieu Vaxiviere - 105

Stand Hypercar-Teamweltmeisterschaft

1. Toyota Gazoo Racing - 167 Punkte

2. Alpine - 105

3. Glickenhaus - 37

LMP2: Dreikampf um den ersten Platz

In der LMP2-Wertung kämpfen drei Fahrertrios um den Meistertitel: WRT mit Robin Frijns, Ferdinand Habsburg und Charles Milesi, Jota mit Sean Gelael, Tom Blomqvist und Stoffel Vandoorne sowie Jota mit Anthony Davidson, Antonio Felix da Costa und Roberto Gonzales. Philip Hanson von United Autosports hat ebenfalls noch rechnerische Chancen auf den Titel. Davidson wird nach dem Finale in Bahrain seine Motorsport-Karriere beenden.

Robin Frijns, Ferdinand Habsburg

In der LMP2-Wertung ist der Meisterschaftskampf noch nicht entschieden

Foto: Motorsport Images

Vor dem Finale trennen die Top 4 gerade einmal 25 Punkte. WRT hatte in der WEC zuletzt mit zwei Siegen in Folge einen starken Lauf, weshalb das belgische Team als klarer Favorit auf den Titel ins Finale startet. Kurios: Das Jota-Trio auf Platz drei hat in der Saison 2021 bisher kein Rennen gewonnen, sondern sich mit Konstanz in den Meisterschaftskampf katapultiert.

Das Racing Team Nederlands hat unter den Pro-Am-Teams in der LMP2-Kategorie die Nase vorne. Frits van Eerd hat 129 Punkte auf dem Konto und liegt damit neun Zähler vor Ben Hanley, Henrik Hedman sowie Juan Pablo Montoya von Dragonspeed. Die Realteam-Fahrer Esteban Garcia und Norman Nato haben mit nur zehn Zählern Rückstand ebenfalls noch ein Wörtchen im Titelkampf mitzureden.

Stand Endurance-Trophäe für LMP2-Fahrer

1. Robin Frijns/Ferdinand Habsburg/Charles Milesi - 113 Punkte

2. Sean Gelael/Tom Blomqvist/Stoffel Vandoorne - 108

3. Anthony Davidson/Antonio Felix da Costa/Roberto Gonzales - 96

Stand Endurance-Trophäe für Pro-Am-LMP2-Fahrer:

1. Fris van Eerd - 129 Punkte

2. Ben Hanley/Henrik Hedman/Juan Pablo Montoya - 120

3. Esteban Garcia/Norman Nato - 119

GTE Pro: Ein Punkte trennt die Spitzenreiter

In der GTE-Pro-Wertung erwartet die Fans ein heißer Zweikampf zwischen AF Corse und dem Porsche-Werksteam. James Calado und Alessandro Pier Guidi haben im Ferrari von AF Corse nur einen einzigen Zähler mehr auf dem Konto als das Porsche-Duo, bestehend aus Kevin Estre und Neel Jani. Wichtig: Selbst der Bonuspunkt für die Poleposition könnte in der GTE Pro schon das Zünglein an der Waage werden.

James Calado, Alessandro Pier Guidi

Ein Punkt Vorsprung für AF Corse: Wer holt den GTE-Pro-Titel?

Foto: Motorsport Images

Da Gianmaria Bruni und Richard Lietz keine Chance mehr haben, Platz eins zu übernehmen, gipfelt der GTE-Pro-Titelkampf also in einem direkten Duell der beiden Spitzenteams, die sich im Acht-Stunden-Rennen von Bahrain keinen einzigen Fehler erlauben dürfen. Jede einzelne Position kann am Ende den Unterschied ausmachen und letztlich den Titelkampf entscheiden.

In der Herstellerwertung geht es genauso eng zur Sache wie im Fahrerklassement: Porsche hat vor dem letzten Rennen nur einen Punkt mehr in der Tasche als Ferrari. Deshalb ist es wichtig, wo die Schwesterautos von Porsche und AF Corse, die nicht mehr in den Fahrer-Titelkampf eingreifen können, landen, denn sie könnten die Meisterschaft zugunsten ihrer Marke entscheiden. Ferrari hat sich nach dem vergangenen Rennen außerdem massiv über die Balance-of-Performance beschwert.

Stand GTE-Fahrerweltmeisterschaft

1. James Calado/Alessandro Pier Guidi - 139 Punkte

2. Kevin Estre/Neel Jani - 138

3. Gianmaria Bruni/Richard Lietz - 93

Stand GTE-Herstellerweltmeisterschaft

1. Porsche - 231 Punkte

3. Ferrari - 230

GTE Am: Aston Martin gegen Ferrari

In der GTE-Am-Wertung wird es einen Showdown zwischen Ferrari mit AF Corse und Aston Martin mit TF Sport geben. Aktuell liegen die Italiener mit Nicklas Nielsen, Francois Perrodo und Alessio Rovera an der Spitze der Gesamtwertung. Das Trio hat 21,5 Punkte Vorsprung auf Felipe Fraga, Ben Keating und Dylan Pereira im TF-Aston-Martin.

Francois Perrodo, Nicklas Nielsen

Ferrari könnte auch in der GTE-Am-Wertung den Titel holen

Foto: Motorsport Images

TF Sport muss also darauf hoffen, dass das AF-Corse-Trio nicht besser als auf Platz fünf fährt, um noch eine Chance auf den Titel zu bekommen. In diesem Fall ist ein Sieg für die Aston-Martin-Truppe Pflicht. Die Italiener brauchen hingegen keine Schützenhilfe, denn das Team ist mit Platz vier oder einer besseren Platzierung sicher Meister.

Stand Endurance-Trophäe GTE-Am-Fahrer

1. Nicklas Nielsen/Francois Perrodo/Alessio Rovera - 112 Punkte

2. Felipe Fraga/Ben Keating/Dylan Pereira - 90,5

3. Francesco Castellacci/Giancarlo Fisichella/Thomas Flor - 59

Stand Endurance-Trophäe GTE-Am-Teams

1. AF Corse #83 - 112 Punkte

2. TF Sport #33 - 90,5

3. AF Corse #54 - 59

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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