WEC Imola 2026: Giovinazzi rettet Ferrari-Pole gegen Toyota
Beinahe wäre Ryo Hirakawa die Sensation gelungen, doch Antonio Giovinazzi fängt ihn in letzter Sekunde ab - Vier Hypercars in einer Zehntelsekunde!
Antonio Giovinazzi bescherte Ferrari die Heimpole um elf Tausendstelsekunden
Foto: FIA FIA
Eine packende Hyperpole in der Hypercar-Klasse brachte die erwartete Pole von Ferrari, doch es war deutlich enger als erwartet. Es schien, als habe Ryo Hirakawa im Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa; 2.) bereits die Sensation geschafft und Ferrari entthront, doch im letzten Moment schlug Antonio Giovinazzi im Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi; 1.) zurück. (Ergebnis)
1:30.127 Minuten reichten für die Poleposition, denn damit war der amtierende Weltmeister mit dem allerletzten Schuss genau 0,011 Sekunden schneller als Hirakawa. Dieser hatte zuvor wiederum Antonio Fuoco im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen; 3.) die Pole um 0,029 Sekunden entrissen.
Ebenfalls noch innerhalb einer Zehntelsekunde zur Polezeit lag Malthe Jakobsen im Peugeot #94 (Duval/Jakobsen/Pourchaire; 4.). Die Löwen bestätigten damit die gute Form aus den freien Trainings, andererseits blieb die #93 (di Resta/Vandoorne/Cassidy; 15.) recht deutlich im Qualifying hängen.
Überraschend ist der fünfte Startplatz des Cadillac #12 (Stevens/Nato), denn eigentlich ist das Autodromo Enzo e Dino Ferrari die schwächste Strecke des Jahres für Cadillac. Hinter dem zweiten Toyota landete der Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg; 7.), dahinter der private AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson; 8.). Robert Kubica fehlten nur 0,381 Sekunden auf die Pole, trotzdem landeten sieben Fahrzeuge zwischen ihm und Giovinazzi.
Den beiden BMW M Hybrid V8 gelang der Sprung in die Hyperpole, hier blieb ihnen aber nur eine Statistenrolle. Sie starten aus der fünften Reihe. (So liefen die Trainings beim WEC-Auftakt)
Alpine, Cadillac und Peugeot mussten jeweils ein Auto nach der Qualifying-Session für den Kampf um die Pole abschreiben. Die erste Enttäuschung des Jahres erlebte Aston Martin. Beide Valkyrie scheiterten am Einzug in die Hyperpole und starten von den Plätzen zwölf und 14.
Erwartungsgemäß schafften auch die beiden Genesis GMR-001 beim Debüt nicht den Sprung in die Top 10 und starten von ganz hinten. Überraschenderweise war Mathieu Jaminet in der #19 (Jaminet/Chatin/Juncadella) auf Medium-Reifen schneller als Andre Lotterer in der #17 (Lotterer/Derani/Jaubert) auf Softs.
Eine objektive Einordnung der Ergebnisse ist nicht möglich, da die WEC die Balance of Performance (BoP) 2026 geheim hält.
Garage 59 auf Anhieb auf Pole
In der LMGT3 mussten wie üblich die Amateure die Fahrzeuge im Qualifying für die Hyperpole qualifizieren, in dieser übernahmen dann die Silber-Fahrer. In der Hyperpole setzte sich Antares Au im Garage-59-McLaren #10 (Au/Fleming/Kirchhöfer) durch und markierte die Bestzeit in 1:41.181 Minuten. Damit feiert Garage 59 beim WEC-Debüt gleich die Poleposition.
Dahinter folgen die beiden Lexus RC F LMGT3 auf den Plätzen zwei und drei sowie die beiden WRT-BMW auf den Positionen vier und fünf. Ein Mercedes-AMG, Ferrari, Porsche, überraschenderweise das bisherige Sorgenkind Ford und eine Corvette schafften den Sprung in die Hyperpole. Lediglich Aston Martin verpasste den Sprung in die Hyperpole.
Das Rennen startet am Sonntag um 13 Uhr.
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