WEC Monza 2021: Toyota holt die Pole, Vandoorne-Crash sorgt für Rotphase

Toyota hat sich die beste Ausgangslage für das WEC-Rennen in Monza gesichert - Porsche-Pilot Kevin Estre erneut nicht zu schlagen - Unterbrechung nach LMP2-Crash

WEC Monza 2021: Toyota holt die Pole, Vandoorne-Crash sorgt für Rotphase

Toyota hat sich im WEC-Qualifying zu den 6h Monza 2021 gegen die Konkurrenz in der Hypercar-Klasse durchgesetzt. Die beiden GR010 Hybrid landeten im Abschlusstraining, das nach einem LMP2-Unfall von Stoffel Vandoorne rund drei Minuten vor Schluss mit der Roten Flagge unterbrochen werden musste, auf den Positionen eins und zwei.

Die Pole ging an Jose-Maria Lopez im Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez). Seine Zeit von 1:35.899 Minuten erwies sich als zu hohe Messlatte für die Konkurrenz. Der Durchmarsch der #7 geht an diesem Wochenende somit weiter. Auch die drei Freien Trainings sahen schon das amtierende Weltmeister-Trio an der Spitze. Beide Toyotas gingen nach dem Neustart nicht mehr raus.

"Es ist nicht üblich, in jeder Session der Schnellste zu sein. Ich fühlte mich zuversichtlich, aber ich habe es ein bisschen spannend gemacht. Wir hatten mit dem Team besprochen, dass wir nur einmal fahren würden. Also habe ich es darauf ankommen lassen und habe es trotzdem geschafft, die Runde nach drei Runden auf den Reifen zu fahren", so Lopez.

Glickenhaus deutlich näher an Toyota dran als in Portimao

Hinter dem Schwesterauto landete Alpine-Fahrer Nicolas Lapierre in der #36 (Negrao/Lapierre/Vaxiviere) auf dem dritten Rang. Ihm fehlten 0,222 Sekunden auf die Pole. Etwas weiter zurück lagen die beiden Glickenhaus auf den Plätzen vier und fünf.

Luis Felipe "Pipo" Derani in der #708 (Derani/Menezes/Pla) fehlten am Ende rund 0,8 Sekunden auf die Spitze. Diese Zeit fuhr er im Rahmen einer Schlussoffensive nach dem Restart der Session. Im Vergleich zu Portimao ist das immerhin eine Verbesserung von einer Sekunde. Die #709 (Dumas/Mailleux/Westbrook) lag 2,4 Sekunden zurück.

 

In der LMP2-Klasse setzte sich Charles Milesi im WRT-Oreca #31 (Frijns/Habsburg/Milesi) durch. Seine Bestzeit von 1:38.527 Minuten setzte er schon vor der Unterbrechung. Dahinter kam es nach dem Restart allerdings nochmal zu Verschiebungen.

Filipe Albuquerque eroberte ganz am Schluss noch den zweiten Platz für den United-Autosports-Oreca #22 (Hanson/Scherer/Albuquerque) und verdrängte damit Ben Hanley im Dragonspeed-Oreca #21 (Hedman/Montoya/Hanley) noch aus der ersten LMP2-Startreihe.

GTE-Pro: Porsche-Star Kevin Estre macht es wieder

In der GTE-Pro-Klasse hieß es: Kevin Estre zum Dritten! Der französische Porsche-Werksfahrer war im Monza-Qualifying wieder einmal nicht zu bezwingen und stellte nach dem Fabel-Rekord in Spa und der Pole in Portimao erneut den Porsche #92 (Estre/Jani) auf den ersten Startplatz.

 

Estre fuhr eine Zeit von 1:45.412 Minuten und ließ damit Alessandro Pier Guidi im Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado) hauchdünn hinter sich. Dem Italiener fehlten am Ende 0,065 Sekunden. Dritter wurde Gianmaria Bruni im Porsche #91 (Lietz/Bruni) vor Miguel Molina im Ferrari #52 (Serra/Molina).

In der GTE-Am-Kategorie behielt Ben Keating im TF-Sport-Aston-Martin #33 (Keating/Pereira/Fraga) die Oberhand. Seine Pole-Zeit von 1:47.272 Minuten bedeutete am Ende einen Vorsprung von fast drei Zehntelsekunden auf Francois Perrodo im AF-Corse-Ferrari #83 (Perrodo/Nielsen/Rovera). Zusammen mit dem drittplatzierten Cetilar-Ferrari #47 (Lacorte/Sernagiotto/Fuoco) blieben nur die schnellsten drei GTE-Am-Fahrzeuge unter der Marke von 1:48 Minuten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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