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WEC-Kolumne von Timo Bernhard: Der Heimsieg am Nürburgring

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WEC-Kolumne von Timo Bernhard: Der Heimsieg am Nürburgring
Autor:
Übersetzung: André Wiegold
19.07.2017, 10:32

In seiner neusten Kolumne für Motorsport.com spricht Porsche-LMP1-Pilot Timo Bernhard über seinen Sieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bei seinem Heimrennen am Nürburgring.

Timo Bernhard, Porsche Team
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley, #1 Porsche Team Por
1. Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley, Porsche Team
1. Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley, Porsche Team
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley, #1 Porsche Team Por
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
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#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
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#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley

Der Nürburgring nimmt neben Le Mans einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein. Für mich ist mein Heimrennen das 2. große Highlight in der Saison. In den vergangenen 2 Jahren haben uns die Fans einen unglaublichen Empfang bereitet. Ich habe in diesem Jahr die Atmosphäre sehr genossen.

Meine Familie hatte schon immer eine enge Verbindung zum Nürburgring. Ich kann mich noch ganz klar an meinen 1. Besuch des Rings als kleiner Junge erinnern. Mein Vater und ich haben uns damals ein VLN-Rennen angesehen. Es war wirklich fantastisch.

Den Nürburgring zu besuchen, fühlt sich jedes Mal an, als würde ich nach Hause kommen. Ich habe viele tolle Erinnerungen an die Rennen, die ich hier gefahren habe.

Nach unserem Sieg in Le Mans gibt es für uns nur noch ein Ziel: Wir wollen beide WEC-Titel verteidigen. Nachdem der Fokus zu Beginn der Saison darauf gelegen hatte, den Anpressdruck für Le Mans zu verringern, fuhren wir am Nürburgring nun mit viel mehr Abtrieb.

Unsere Ingenieure haben, was die Entwicklung angeht, einen tollen Job gemacht und das, obwohl sie mit Le Mans alle Hände voll zu tun hatten. Das neue Aerodynamikpaket hat sehr gut funktioniert und beide Fahrzeuge liefen einwandfrei.

Im Training haben wir am Rennsetup gearbeitet und eine Qualifyingsimulation durchgeführt. Wir haben sofort gesehen, dass es ein enger Kampf mit Toyota, aber auch mit unserem Schwesterauto wird.

Bildergalerie: Timo Bernhard am Nürburgring

Das Qualifying am Samstag verlief nicht optimal. In meiner schnellen Runde musste ich ein LMP2-Fahrzeug überholen. Das war nicht ideal. Der Fahrer hat auf seiner In- oder Outlap einfach nicht in seine Spiegel geguckt, weshalb ich 2 Zehntel verloren habe. Wäre das nicht passiert, hätte ich die Poleposition holen können. Der 2. Platz war trotzdem eine gute Startposition für das Rennen.

Sein Auto bei seinem Heimrennen in der Startaufstellung zu positionieren, ist immer etwas ganz Besonders. Man sieht so viele bekannte Gesichter, erhält Glückwünsche und die Fans kreieren eine tolle Atmosphäre.

Vor dem Start mussten wir eine zusätzliche Einführungsrunde absolvieren, da der Toyota mit der Startnummer 8 Schwierigkeiten hatte. Ich erwischte einen guten Start. Zwischen mir, Kamui Kobayashi vor mir und Andre Lotterer hinter mir entfachte ein toller Kampf, weil wir alle mit derselben Geschwindigkeit unterwegs waren.

Nach unserem Boxenstopp lag Brendon [Hartley] auf Platz 3. Ihm gelang es, Neel Jani zu überholen. Schlussendlich schnappte er sich auch den führenden Toyota.

Während des Rennens hatten wir einige Probleme, da wir viel Dreck von der Strecke aufsammelten. Die Gummireste blieben an der Karossiere kleben, weshalb sich die Leistung des Autos bis zum nächsten Boxenstopp veränderte. Dort machten wir das Auto dann sauber. Unser Schwesterauto hatte dieselben Schwierigkeiten. Daher kam es immer wieder zu Positionswechseln.

Bei Rennhalbzeit hatte Earl Bamber Glück, als er einem LMP2-Boliden ausweichen musste. Er verlor deshalb eine Position. Danach gab es einen harten Zweikampf, denn beide Porsche waren schnell genug, um zu gewinnen.

Beim letzten Boxenstopp hat sich das Team wegen der Meisterschaftswertung auf unser Auto konzentriert. Das Ziel ist klar: Wir sollen beide Titel für Porsche gewinnen. Da die Startnummer 1 in Le Mans ausfiel, stehen wir nun in der Tabelle vor ihr.

Beide Teams hätten einen Sieg verdient, doch letztendlich habe ich das Auto auf Platz 1 liegend über die Ziellinie gebracht. Es war zudem der 5. Doppelsieg für Porsche seit der LMP1-Rückkehr im Jahr 2014.

Nun freue ich mich auf die Pause und meinen Urlaub. Ich bin schon heiß darauf, meine Füße hochzulegen, um meine Batterien für die verbleibenden Rennen aufzuladen.

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